
3 Fragen an unsere "Rising Stars" Victoria Wong und Felix Brunnenkant
Nachdem wir letztens unsere beiden „Rising Stars“ vorgestellt hatten, geben wir heute noch einen Ausblick aufs Konzert am 23. Februar 2026 im Theater Lübeck – und zwar mit persönlichen Statements der Geigerin Victoria Wong und des Cellisten Felix Brunnenkant.
Als kleine Einstimmung auf das Orchesterkonzert unter GMD Stefan Vladar mit dem Philharmonischen Orchester der Hansestadt Lübeck haben wir den beiden aufstrebenden Talenten jeweils drei Fragen zum Programm, ihren Instrumenten und ihrer Zukunft gestellt.
Lieber Felix Brunnenkant, was bedeutet das Violoncellokonzert von Dvořák für Dich, das Du im Konzert spielen wirst?
Dvořáks Cellokonzert ist das Stück, das mich endgültig zum Cello gebracht hat und bei dem ich mir dann sicher war, beruflich Musik machen zu wollen. Es spielt seit meiner Kindheit eine große Rolle; ich beschäftige mich inzwischen seit acht Jahren damit, und es ist für mich das größte und wichtigste Stück im Cellorepertoire.
Wie erlebst du es, dieses Konzert auf deinem Instrument zu spielen?
Das ist unglaublich, denn die große Stärke dieses Rugeri-Cellos ist für mich diese wahnsinnige Farbenvielfalt. Besonders auf den hohen Saiten kann man so unglaublich viel machen – und wenn ein Stück einen großes Farbreichtum und eine große Bandbreite im Klang braucht, dann ist das Dvořák-Konzert. Deshalb ist es eine große Freude, das auf diesem Cello zu spielen.
Was stellst Du Dir für Deine musikalische Zukunft vor?
Ich wünsche mir einfach, in irgendeiner Form auf einer Bühne sein zu können und meine Musik mit dem Publikum zu teilen. Ganz egal, auf welcher Bühne oder in welcher Formation, ob mit Orchester, einer kleineren Formation oder alleine. Es ist für mich wirklich das Befriedigendste, meine Musik mit anderen Menschen zu teilen.

Liebe Victoria Wong, was bedeutet Dir das Violinkonzert, das Du im Theater Lübeck spielen wirst?
Vor genau einem Jahr habe ich mich sehr mit dem Violinkonzert von Britten beschäftigt und es beim Auswahlvorspiel der Deutschen Stiftung Musikleben vorgespielt. Ich habe immer gehofft, dass ich irgendwann die Möglichkeit haben werde, dieses Werk mit Orchester zu spielen. Jetzt wird dieser Wunsch wahr. Und das auch noch mit so einem tollen Instrument und diesem wunderbaren Orchester – man kann sich nur freuen. Ganz besonders freue ich mich auch auf die musikalische Zusammenarbeit mit dem Dirigenten Stefan Vladar.
Wie ist es, dieses Stück auf Deinem neuen Instrument zu musizieren?
Ich hatte dieses Werk das letzte Mal auf einer ganz anderen Geige gespielt und merke jetzt wie groß der Unterschied ist, es auf der Guadagnini zu spielen. Ich habe das Gefühl, die Möglichkeit zu haben, mit dieser Geige nochmals andere Facetten und Klangfarben hervorzuheben.
Was wünschst Du Dir für Deine musikalische Zukunft?
Eine Herausforderung des Musikerseins ist, sich auch mal davon zu lösen, immer nur aufs nächste Projekt oder Ziel zu schauen. Ich wünsche mir für meine musikalische Zukunft vor allem, dass ich bei allem, was ich tue, immer präsent sein und jeden Moment wirklich auskosten kann, sei es auf der Bühne, im Unterrichtsraum oder im Übezimmer.
Felix und Victoria sind am 23. Februar 2026 im Theater Lübeck als „Rising Stars“ zu erleben, begleitet vom Philharmonischen Orchester der Hansestadt Lübeck unter der Leitung von GMD Stefan Vladar.
Wir bedanken uns sehr herzlich bei der Possehl-Stiftung für die Unterstützung, die dieses Konzert ermöglicht.
Neben dem Eröffnungsstück, „Die Hebriden“ von Felix Mendelssohn, stehen zwei Instrumentalkonzerte auf dem Programm:
Benjamin Britten
Konzert für Violine und Orchester op. 15
Antonín Dvořák
Konzert für Violoncello und Orchester h-Moll op. 104
Hier gibt es mehr Infos und Tickets.
Fotos: David Ausserhofer
