Deutscher Musikinstrumentenfonds
Seit 1994 werden die Wettbewerbe um die wertvollen Streichinstrumente aus dem Deutschen Musikinstrumentenfonds im Frühjahr im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe ausgetragen. Die Vorspiele, für die Werke aus drei verschiedenen Epochen vorzubereiten sind, finden vor einer jährlich wechselnden Fachjury statt, die die neu ausgeschriebenen Instrumente der Rangfolge und dem Bedürfnis der Preisträger entsprechend zuteilt.
48. Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ 2011
2.300 Musiker stellten in Neu-brandenburg und Neustrelitz ihr Können unter Beweis. Die Deutsche Stiftung Musikleben zeichnet besonders erfolgrei-che Teilnehmer - 26 Solisten, 21 Ensembles und eine Instrumentalbegleiterin - mit Preisen und Stipendien im Wert von insgesamt 36.050 Euro aus.
Die beiden Hauptpreise der Stiftung gehen nach Süd-deutschland. Den seit 1992 ausgeschriebenen Eduard Söring-Preis erhalten für ihre herausragende Leistung im Fach Streicher zwei Schwes-tern – die Geigerin Miriam (19) und die Cellistin Melanie Schulz (17) aus München.

Die Freude über den Preis ist groß: „Damit können wir beide den einen oder anderen Meisterkurs besuchen“, erzählt Miriam Schulz begeistert. „Ich bin auch seit Längerem auf der Suche nach einem guten Bogen; mit dem Preisgeld kann ich mir jetzt einen noch besseren aussuchen.“
Der Hans Sikorski-Gedächtnis-preis für die beispielhafte In-terpretation eines Werkes ei-nes noch lebenden Komponis-ten geht an Thomas Schuch (19) aus Stephanskirchen. Der junge Pianist, der schon mit vier Jahren das Klavier für sich entdeckte, überzeugte mit einem brillanten Vortrag des Satzes „leicht bewegt“ aus „Drei Nachtstücke“ von Heinz Holliger (*1939).
Neben den Geldpreisen und Stipendien vergibt die Stif-tung außerdem 10 Geigen, 3 Bratschen, 3 Violoncelli und 1 Bass aus dem Deutschen Musikinstrumentenfonds an Bundespreisträger, die für ihre künstlerische Entwicklung dringend ein besseres Instru-ment benötigen. Ausprobiert und offiziell überreicht werden diese bei der Vergabe im Herbst in Hamburg.

Bundeswettbewerb
Die Bundeswettbewerbe finden seit 1963 zu Pfingsten in wechselnden deutschen Großstädten statt und bieten den ersten Anlaufpunkt für angehende junge Musiker, fast alle noch Schüler, sich mit der „Konkurrenz“ zu messen, aber auch im Ensemblespiel zusammenzukommen. Mehr als drei Jahrzehnte beteiligte sich die Deutsche Stiftung Musikleben an der Basisfinanzierung dieses großen Wettbewerbs. Heute zeichnet sie besonders erfolgreiche Teilnehmer mit Sonderpreisen aus und fördert viele von ihnen im Anschluss an den Wettbewerb mit Konzertauftritten, Leihinstrumenten und Einzelstipendien.
Deutscher Musikwettbewerb
Diesen Wettbewerb für bereits bühnenerfahrene Musikstudenten auf dem Weg in eine Profikarriere unterstützt die Stiftung seit seiner Gründung 1974 vor allem durch die Vergabe von Förderstipendien für den/die Preisträger bzw. die Stipendiaten.