Deutscher Musikwettbewerb
Was die Wettbewerbe „„Jugend musiziert““ für Schüler sind, ist der Deutsche Musik-wettbewerb für Musikstudenten. 1974 vom Deutschen Musikrat gegründet, gilt er als der herausragende nationale Wettbewerb für junge „professionelle“ Instrumentalisten und Sänger in Deutschland. Er wird jedes Frühjahr mit wechselnden Kategorien ausgetragen. Als Anschlussmaßnahmen für die Preisträger und ausgewählte Stipendiaten werden CD-Einspielungen, die Vermittlung zu Orchesterkonzerten oder die Aufnahme in die Veranstaltungsreihe „„Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler““ angeboten.

Die Deutsche Stiftung Musikleben ist seit Gründung des Deustchen MUsikwettbewerbs preisstiftende Partnerin und vergibt Jahresstipendien an den oder die Preisträger, hochdotierte Sonderpreise an ausgewählte Stipendiaten des Deutschen Musikwettbewerbs und nimmt sie in ihre weitere Förderung auf. Unter den bisher Geförderten sind der Cellist Wolfgang E. Schmidt (Preisträger 1996), die Flötistin Christina Fassbender, die Geigerin Elisabeth Weber, der Organist Christian Schmitt und der Cellist Sebastian Klinger (alle vier Preis-träger 2001) sowie das Kuss-Quartett (2002) und das Duo Staemmler (2009). Der Cellist Peter-Philipp Staemmler und sein Bruder Hansjacob, Pianist in dem Duo, erhielten einen Sonderpreis der Deutschen Stiftung Musikleben. 2010 zeichnete die Stiftung den Percussionisten Alexej Gerassimez mit einem Jahresstipendium aus. Im Frühjahr 2011 erhielten der Hornist Peter Müseler, die Flötistin Hanna Mangold, die Oboistin Viola Wilmsen und die Pianistin Esther Birringer jeweils ein Jahresstipendium der Deutschen Stiftung Musikleben.

2012 gingen vier der insgesamt fünf Preise des Deutschen Musikwettbewerbs an Stipendiaten der Stiftung, wovon mit den Brüdern Wassily Gerassimez und Nicolai Gerassimez auch ein Duo erfolgreich war. Während Tobias Feldmann sich mit hoher Punktzahl im Fach Violine durchsetzte, wurden in der Kategorie Saxophon in diesem Jahr gleich zwei Preise an Koryun Asatryan und Asya Fateyeva vergeben. Neben den vier Auszeichnungen, die unter anderem mit der Produktion von Debüt-CDs der Preisträger verbunden sind, erhielten die Duo-Formationen mit Simone Drescher (Violoncello) und Olga Gollej (Klavier) sowie die Cellistin Janina Ruh mit ihrem Klavierpartner Boris Kusnezow je ein Stipendium des DMW 2012, das die Teilnahme an der Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler beinhaltet.

Beim Deutschen Musikwettbewerb 2013 waren vor allem die Cellisten unter den Stipendiaten der Deutschen Stiftung Musikleben erfolgreich: die Preisträger Jonas Palm und Janina Ruh wurden zusätzlich mit Jahresstipendien der Stiftung ausgezeichnet, Simone Drescher und Jakob Stepp erspielten sich Stipendien des Deutschen Musikwettbewerbs. Ein weiteres Jahresstipendium verlieh die Stiftung an Rubén Durá de Lamo (Tuba), Sonderpreise gingen an Vanessa Porter (Schlagzeug) und den Trompeter Jonathan Müller.

Beim Deutschen Musikwettbewerb 2014, der vom 24. März bis 5. April in Bonn stattfand, wurde der Pianist Frank Dupree (*1991 in Rastatt) zum einzigen Preisträger des Deutschen Musikwettbewerbs ernannt und erhielt von der Deutschen Stiftung Musikleben ein Jahresstipendium über 4.000 Euro. Mit ebenfalls hervorragender Leistung beeindruckten das Ensemble Nobiles, ein Vokalquintett aus Leipzig, und der Pianist Martin Klett (*1987 in Buxtehude), was mit der Verleihung eines Sonderpreises über 2.500 bzw. 2.000 Euro durch die Deutsche Stiftung Musikleben honoriert wurde.

Im Jahr 2105 wurden die drei Finalisten des Deutschen Musikwettbewerbs in der Kategorie Violine solo Jonian Ilias Kadesha, Liya Petrova und Angelo de Leo mit je einem Sonderpreis der Deutschen Stiftung Musikleben im Wert von 2000 Euro gewürdigt.