Ein Leben für die Musik
Unsere Preisträger und Stipendiaten sind außergewöhnlich begabte Musiker zwischen 12 und 30 Jahren, die Musik zu ihrem Lebensinhalt gemacht haben. Auf den verschiedensten Instrumenten streben fast alle eine Karriere als Solist, Kammer- oder Orchestermusiker an. Sie leben in ganz Deutschland – von manchen erst seit einigen Jahren zur Heimat gewählt. Stellvertretend für unsere zurzeit rund 200 Preisträger und Stipendiaten seien hier genannt die Brüder Alexej (Percussion) Nicolai (Klavier) und Wassily (Violoncello) Gerassimez aus Essen, die Zitherspielerin Silke Rager aus dem Bayerischen Wald, der Geiger Philipp Bohnen aus Kiel oder das Weimarer Bläserquintett.

Zu unseren Ehemaligen gehören viele deutsche „Stars der Klassik“ wie der Geiger Frank-Peter Zimmermann oder der Pianist Gerhard Oppitz, nun Mitglieder unseres Kuratoriums, oder die Klarinettistin Sabine Meyer. Jüngere Musiker, gerade erst der Förderung entwachsen, erobern bereits die Konzertsäle der Welt, darunter die Geigerinnen Julia Fischer, Viviane Hagner und Baiba Skride, die alle drei auf Instrumenten aus dem Deutschen Musikinstrumentenfonds gespielt haben und inzwischen international Erfolge feiern.

Igor Levit
Geboren 1987 in Russ- land, studierte er am Mozarteum Salzburg und der Musikhochschule in Hannover, wo er im Mai 2010 mit Auszeichnung abschloss. Schon wäh- rend seiner Studien gab er weltweit Konzerte, z.B. in der Carnegie Hall New York. Er arbeitete mit renommierten Orche- stern; im Frühjahr 2010 sprang er für Hélène Grimaud ein und ging mit dem Israel Philharmonic Orchestra auf Tournee. Ein Carl-Heinz Illies-Sti- pendium unserer Stif- tung ermöglichte ihm 2009 die Teilnahme an den „Young Concert Artists International Auditions“ in New York.
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Alina Pogostkina
Geboren 1983 in St. Pe- tersburg begann sie mit vier Jahren mit dem Gei- genspiel. Trotz ihres jun- gen Alters erspielte sie sich Preise bei wichtigen Wettbewerben, z.B. als erste Deutsche den 1. Preis beim 9. Int. Jean Sibelius-Wettbewerb in Helsinki. Ein Gerd Buce- rius-Stipendium ermög- lichte ihr außerdem die Teilnahme am Int. Violin Competition Indianapolis, aus dem sie als Preisträ- gerin hervorging. Wir stellen ihr bereits seit 12 Jahren ein Instrument zur Verfügung, derzeit eine Violine von Antonio Stradivari, Cremona 1709, eine Treugabe aus Hamburger Familienbe- sitz. weiter
Gabriel Schwabe
Geboren 1988 in Berlin, gab der Preisträger des Deutschen Musikwettbe- werbs mit zwölf Jahren sein Solodebüt mit dem Rundfunk-Sinfonieor- chester Berlin. Als mehr- facher Preisträger unse- res Wettbewerbs spielt er seit 2006 eine Leihga- be aus dem Deutschen Musikinstrumentenfonds, zurzeit ein Violoncello von Francesco Ruggeri, Cremona 1674, aus Hamburger Familienbe- sitz. Auf Vorschlag der Stiftung gastierte er 2007 bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpom- mern, wo er sich den Solistenpreis erspielte.
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Hochgelobte Paganini-CD

Seit ihrem Konzertdebüt mit elf Jahren begeistert unsere langjährige Stipendiatin Tanja Becker-Bender Zuhörer rund um den Globus, sei es in der New Yorker Carnegie Hall, im Wiener Musikverein, im Leipziger Gewandhaus oder in der Suntory Hall in Tokio. Daneben findet die gefragte Geigerin noch Zeit, ihr Wissen als Hochschulprofessorin an häufig nicht viel jüngere Studenten weiterzugeben. Wir stellen Tanja Becker-Bender zwei Leihgaben aus dem Deutschen Musikinstrumen-tenfonds zur Verfügung: Schon viele Jahre spielt sie eine 1728 in Cremona gebaute Giuseppe Guarneri del Gesù, Ende Februar kam eine gerade fertig gestellte Violine des Pariser Geigen-bauers Stephan von Baehr hinzu. Auf der Guarneri del Gesù spielte Tanja Becker-Bender jetzt beim britischen Label Hyperion ihre dritte CD ein: sämtliche Capricen von Niccolò Paganini. Die Aufnah-me wird von der Fachzeitschrift „Gramophone“ als „Editor's Choice“ empfohlen, und auch der Radiosender Deutschlandfunk lobt die CD sehr.
Ehemalige Stipendiatin
Die Geigerin Viviane Hagner, von der Deutschen Stiftung Musikleben seit 1996 begleitet, kann bereits auf eine erfolgreiche Karriere als Solistin zurückblicken. So debütierte sie 1999 mit den Berliner Philharmonikern unter Claudio Abbado und brachte 2002 unter Kent Nagano ein Violinkonzert von Unsuk Chin zur Uraufführung. Mit Hilfe des Gerd Bucerius-Förderstipendiums der Deutschen Stiftung Musikleben rundete sie ihre Ausbildung von 1998 bis 2001 in New York bei Pinchas Zukerman ab.