Kramb, Anne Luisa
Violine

Anne Luisa Kramb (*2000 in Aschaffenburg) spielt seit ihrem vierten Lebensjahr Violine. Nach der Ausbildung im Jungstudium bei Prof. Susanne Stoodt an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main bis 2014 folgten zwei Jahre bei Prof. Herwig Zack an der Hochschule für Musik Würzburg. Seit 2017 studiert sie in der Violinklasse von Antje Weithaas, erst an der Kronberg Academy und seit 2019 an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin. Meisterkurse bei Florian Meierott, Igor Ozim, Maurizio Fuks, Zakhar Bron, Brian Dean, Friedemann Eichhorn, Ana Chumachenco, Rudens Turku, Sir András Schiff und Donald Weilerstein ergänzen ihre Ausbildung.

Die junge Geigerin ist mehrfache erste Preisträgerin von „Jugend musiziert“ und wurde 2014 mit einem Sonderpreis der Deutschen Stiftung Musikleben ausgezeichnet. Zuletzt erspielte sie sich einen 1. Preis beim Bundeswettbewerb 2016 in der Kategorie „Violine solo“. Auch bei internationalen Wettbewerben gewann sie zahlreiche Preise. So wurde sie beim Violinwettbewerb Mlody Paganini 2014 in Legnica, Polen mit dem 1. Preis und zwei Sonderpreisen ausgezeichnet. Ein Jahr später gewann sie den Telemann-Wettbewerb 2015 in Poznan, Polen und den Bacewicz-Violinwettbewerb 2015 in Lodz, Polen. Darüber hinaus war sie Preisträgerin beim renommierten Menuhin-Wettbewerb 2016 in London und erste Preisträgerin beim Internationalen Knopf-Wettbewerb in Düsseldorf. 2016 erspielte sie sich den 1. Preis und zwei Sonderpreise beim Internationalen Louis-Spohr-Wettbewerb in Weimar und im August 2017 den Preis der Manhattan International Music Competition.

Sie war zu Gast bei internationalen Festivals, darunter die Weilburger Schlosskonzerte, die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, das Rheingau Musik Festival und das Festiwal Emanacje in Krakau, Polen. Als Solistin trat sie unter anderem mit der Staatskapelle Weimar, dem Saint Andrew Orchestra Edinburgh, der Kammerphilharmonie Sopot, dem Symphonieorchester Göttingen und der Filharmonia Sudecka auf. Ebenso sammelte sie solistische Erfahrung mit dem Symphonieorchester des Hessischen Rundfunks. Seit 2017 ist sie außerdem regelmäßig Gast des von Gidon Kremer gegründeten Kammerorchesters Kremerata Baltica. Im Herbst 2017 debütierte sie in der Philharmonie Kiew und in der Carnegie Hall. Ihre Debütkonzerte im Konzerthaus Berlin und im Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie folgten 2019.

Darüber hinaus ist Anne Luisa Kramb auch kammermusikalisch aktiv, so konzertiert sie etwa regelmäßig mit dem Pianisten Julius Asal. Das musikalische Aufeinandertreffen mit großen Musikern wie Anne Sophie Mutter, Sir Simon Rattle, Ana Chumachenco, Tabea Zimmermann, Christoph Eschenbach und Gidon Kremer bereicherte ihre Ausbildung sowohl solistisch als auch im Bereich der Kammermusik.

Auf Empfehlung der Deutschen Stiftung Musikleben spielt sie im August 2018 ein Rezital beim Kampener Kultursommer auf Sylt und 2019 im Essener Dom. Die Deutsche Stiftung Musikleben präsentierte Anne Luisa Kramb zuletzt 2018 beim Kammermusikfest „So klingt die Zukunft!“ im Großen Saal der Elbphilharmonie.

Als Preisträgerin des 24. Wettbewerbs des Deutschen Musikinstrumentenfonds stellte ihr die Deutsche Stiftung Musikleben von 2016 bis 2019 leihweise eine Violine von Enrico Rocca, Genua, ca. 1900, aus dem Besitz der Bundesrepublik Deutschland, zur Verfügung. Derzeit spielt sie auf der Stradivari „Paganini“ (1724) aus dem Privatbesitz der Familie Wiegand.

Foto: Pro Podium

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