Togawa, Hiyoli
Viola

Hiyoli Togawa (*1986 in Düsseldorf)entschied sich bereits in jungen Jahren für die Bratsche – aus Liebe zu ihrem besonderen Klang. Sie studierte an der Hochschule für Musik und Tanz Köln bei Prof. Rainer Moog und Prof. Antoine Tamestit und legte 2010 ihr Diplom ab. Darauf folgte von 2010-2011ein Quartett-Studium beim Artemis Quartett an der Chapelle Musicale Reine Elisabeth in Waterloo/Belgien. 2014 schloss sie ihr Studium an der Hochschule für Musik und Theater München mit dem Master und 2015 mit einem Zertifikatsstudium für Solisten bei Prof. Hariolf Schlichtig ab. Weitere musikalische Impulse erhielt sie von Ana Chumachenco, Thomas Brandis, Matthias Lingenfelder, Wolfgang Boettcher, Kim Kashkashian und Jean Sulem.

Nach frühen Wettbewerbserfolgen – u. a. erzielte sie 2004 einen 1. Preis mit Höchstpunktzahl beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“, verbunden mit einem Sonderpreis der Deutschen Stiftung Musikleben – gewann Hiyoli Togawa 2013 den Internationalen Instrumentalwettbewerb Markneukirchen im Fach Viola und 2014 einen 2. Preis beim Internationalen Johannes Brahms Wettbewerb in Pörtschach. Zahlreiche Sonderpreise sowie Stipendien folgten. Sie wird gefördert von der Oscar und Vera Ritter-Stiftung, der Orlandus Lassus Stiftung, der Werner Richard - Dr. Carl Dörken Stiftung und ist Stipendiatin von „Yehudi Menuhin Live Music Now“.

Kammermusikalische und solistische Auftritte führten Hiyoli Togawa durch Europa und Japan. Sie konzertierte in Ensembles mit Veronika Eberle, Daniel Müller-Schott, Jörg Widmann und Hariolf Schlichtig. Als Solistin präsentierte sie sich mit der Philharmonie Bad Reichenhall, der Klassischen Philharmonie Bonn oder dem Nordic Chamber Orchestra (Schweden). Bei Festivals ist Hiyoli Togawa ein gern gesehener Gast, so u.a. beim Schleswig Holstein Musik Festival, den Fürstensaal Classix, dem Stöde Musikvecka (Schweden), Les Musicales (Frankreich), den Luosto Classix (Finnland).

Auf Vorschlag der Stiftung trat Hiyoli Togawa 2014 in der Kammermusik Akademie des Heidelberger Frühling auf, gefolgt von erneuten Einladungen 2015 und 2017, und gab im Sommer 2015 gemeinsam mit der Stipendiatin Lilit Grigoryan ihr Debüt bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern im Rahmen der Reihe „Junge Elite“. Die beiden Stipendiatinnen taten sich zu einem festen Duo zusammen und waren im August 2016 beim Kampener Kultursommer, einem Kooperationspartner der Stiftung, zu erleben. 2014, 2016 und 2017 wirkte Hiyoli Togawa bei Kammermusik-Projekten der Stiftung mit und spielte u.a. im Hamburger Rathaus bei der Verabschiedung Richard von Weizsäckers aus dem Bergedorfer Gesprächskreis der Körber-Stiftung, im Kammermusiksaal der Hamburger Laieszhalle und im Pierre Boulez Saal in Berlin.

Als Preisträgerin des Wettbewerbs des Deutschen Musikinstrumentenfonds stellte die Deutsche Stiftung Musikleben Hiyoli Togawa von 2014 bis 2017 eine Viola von Paolo Antonio Testore, Mailand 1749, zur Verfügung, die die Stiftung dank einer großzügigen Spende der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung ankaufen konnte. Von 2015-2016 erhielt Hiyoli Togawa dank der großzügigen Patenschaft einer Stiftungsfreundin zudem ein monatliches Stipendium.

Foto: DSM_Anne Hornemann

www.hiyoli-togawa.com

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