Lipstein, Manuel
Violoncello

Manuel Lipstein (*2001 in Bergisch Gladbach) begann im Alter von sechs Jahren mit dem Cellospiel. Seit 2011 wird er als Jungstudent am Pre-College der Musikhochschule Köln ausgebildet. Bis 2015 war er Student in der Klasse von Katharina Deserno, danach wechselte er zu Prof. Maria Kliegel. Zusätzlich nahm er an Meisterkursen u.a. bei Frans Helmerson, Mischa Maisky, Leonid Gorokhov, Ralph Kirshbaum, Johannes Moser und Arto Noras teil.

Beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ erspielte sich Manuel Lipstein auf Regional- und Landesebene mehrmals 1. Preise mit Höchstpunktzahl, so auch 2013 in der Kategorie Violoncello solo. Für eine Weiterleitung zum Bundeswettbewerb war er jedoch noch zu jung. 2014 wurde ihm mit seiner Duo-Partnerin Linda Guo ein 1. Bundespreis in der Kategorie „Streicher-Kammermusik“ zugesprochen, verbunden mit einem Sonderpreis der Deutschen Stiftung Musikleben. 2012 gewann Manuel Lipstein einen Förderpreis beim Lions-Cellowettbewerb, 2013 war er gleich dreimal erfolgreich: Beim internationalen Nachwuchswettbewerb „Concours Flame“ in Paris wurde er mit dem „Prémier Grand Prix“ in seiner Altersgruppe ausge¬zeichnet, beim 7. „Karl-Adler-Jugendmusikwettbewerb“ errang er neben einem 1. Preis auch den Sonderpreis für seinen künstlerischen Ausdruck. Beim internationalen „Friedrich Dotzauer-Wettbewerb“ in Dresden wurde er als jüngster Teilnehmer in seiner Alterskategorie mit einem 3. Preis ausgezeichnet. Im Oktober 2014 wurde er zum internationalen „Aurora Chamber Music Festival“ in Schweden eingeladen. Im selben Monat gewann er den 2. Preis beim 10th International Cello Competition „Antonio Janigro“, Poreč in Kroatien. Im Mai 2015 wurde dem jungen Cellisten der 1. Preis beim „Concours International Prix Edmond Baert de Violoncelle“ in Woluwe/Brüssel zugesprochen sowie der Prix Fondation Feldbusch für die beste Interpretation eines belgischen Werkes. 2016 erzielte er in den Kategorien „Solo“ und „Klaviertrio“ mit Linda Guo (Violine) und Alexandra Momot (Klavier) gleich mehrere 1. Preise mit Höchstpunktzahl beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“, verbunden mit Sonderpreisen der Deutschen Stiftung Musikleben. Im selben Jahr wurde er zudem mit dem „WDR 3 Klassikpreis der Stadt Münster“ ausgezeichnet.

Manuel Lipstein spielte bereits im Alter von acht Jahren als Solist mit Orchester, u.a. mit dem Kammerorchester Bergisch Gladbach. Regelmäßig tritt der Cellist gemeinsam mit seinem Bruder Rafael (Klavier) mit kammermusikalischen Werken auf, wie z.B. in der Kölner Philharmonie, Tonhalle Düsseldorf und der Great Concert Hall of Beijing. Immer wieder führt Manuel Lipstein zudem Eigenkompositionen auf, so auch im Mai 2014 beim „ACHT BRÜCKEN“ Festival in Köln. Im September 2016 wurde ihm der WESPE-Sonderpreis „Beste Interpretation eines eigenen Werks“ für seine „Vier Stücke für Violoncello solo“ zugesprochen. Im Januar 2017 erhielt er als einziger seiner Altersgruppe einen Bundespreis beim Bundeswettbewerb „Jugend komponiert“.

Im Juli 2013 präsentierte ihn die Deutsche Stiftung Musikleben erstmals bei ihrem traditionellen Sommerkonzert in St. Severin zu Keitum auf Sylt, im September spielte er bei ihrem Lunchkonzert im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe. Die Deutsche Stiftung Musikleben nahm Manuel Lipstein 2012 in ihr Förderprogramm auf und stellte ihm von Ende 2013 bis Frühjahr 2016 ein Instrument aus dem Deutschen Musikinstrumentenfonds zur Verfügung, zuletzt ein Violoncello deutsche Arbeit um 1900, eine treuhänderische Eingabe aus Hamburger Familienbesitz.

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