Haunhorst, Tobias
Klavier

Tobias Haunhorst (*1993 in Solingen) erhielt seinen ersten Klavierunterricht im Alter von sieben Jahren und wechselte 2006 zu Prof. Josef Anton Scherrer, der ihn ab 2008 am „Pre-College-Cologne“ an der Hochschule für Musik Köln unterrichtete. 2011 nahm er dort sein Vollstudium auf. Von 2012 bis 2016 studierte er bei Prof. Ian Fountain an der Royal Academy of Music London, gefördert durch die arteMusica-Stiftung, die Kluth-Stiftung Jugend und Kultur, die Zetland Foundation, den Kathleen Trust sowie durch zwei Gerd Bucerius-Stipendien der Deutschen Stiftung Musikleben. Aktuell erhält er weitere Impulse bei Prof. Arnulf von Arnim in Frankfurt am Main, welcher in der pianistischen Tradition von Wilhelm Kempff und Claudio Arrau steht. Er besuchte Meisterkurse bei Pianisten wie Yevgeny Sudbin, Christopher Elton, Manfred Aust, Ilja Scheps, Georg Friedrich Schenck, Gerald Fauth, Jura Margulis, Steven Osborne, Imogen Cooper, Pascal Devoyon, Bernd Goetzke, Jacques Rouvier, Robert Levin, Pierre-Laurent Aimard und Paul Badura-Skoda.

Beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ erspielte sich Tobias Haunhorst zahlreiche Auszeichnungen und Sonderpreise. So gewann er 2008 einen 2. und 2011 einen 1. Preis in der Wertung „Klavier solo“, 2010 war er mit einem 3. Preis in der Kategorie „Klavierquartett“ erfolgreich. Im Folgejahr wurde der Pianist im Duo mit Magnus Mihm (Querflöte) mit einem 1. Preis in der Wertung „Neue Musik“ ausgezeichnet. 2009 erspielte er sich einen 1. Preis und einen Sonderpreis beim Westfälischen Van Bremen Klavierwettbewerb.

Tobias Haunhorst spielte bereits in der Philharmonie Essen, in der Tonhalle Düsseldorf, in der Jahrhunderthalle Bochum, im Palácio Nacional de Queluz in Lissabon und gastierte in der Reihe „Musikfeste auf dem Lande“ des Schleswig-Holstein Musik Festivals. Solistisch konzertierte er mit Orchestern wie den Bergischen Symphonikern, dem Sinfonieorchester Wuppertal und der Neuen Philharmonie Westfalen. Als Mitglied des „Studio musikFabrik – Jugendensemble für Neue Musik NRW“ war er bei den Darmstädter Ferienkursen für Neue Musik zu erleben.

Auch die Kammermusik verfolgt er mit regem Interesse, beispielsweise im Duo mit der Cellistin Nadège Rochat. Darüber hinaus liegt ihm die Interpretation von Werken der klassischen Moderne und Gegenwart am Herzen, für welche er mit zahlreichen Sonderpreisen ausgezeichnet wurde. Mit dem Bochumer Komponisten Stefan Heucke steht er im persönlichen Austausch.

Die Deutsche Stiftung Musikleben nahm Tobias Haunhorst 2012 in ihr Förderprogramm auf und unterstützte neben seinem Studienaufenthalt an der Royal Academy of Music auch die Teilnahme an einem Meisterkurs bei Robert Levin an der internationalen Sommerakademie des Mozarteums Salzburg mit einem Carl-Heinz Illies-Stipendium . Seit 2015 wird er über die Deutsche Stiftung Musikleben mit einer Patenschaft der Krebs Stiftung und der Stiftung Wolfgang Wüsthof gefördert.

  • www.tobiashaunhorst.de
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