Haubs, Mariella
Violine

Mariella Haubs (*1995 in Starnberg) erhielt ihren ersten Unterricht an der Geige und später am Klavier im amerikanischen Boston, wo die Familie 1999 bis 2003 lebte. Nach der Rückkehr nach München bekam sie Violinunterricht von Prof. Sonja Korkeala. 2005 wurde sie als Jungstudentin an der Hochschule für Musik und Theater in München aufgenommen, wo sie von 2006 bis 2009 in der Klasse von Prof. Ingolf Turban unterrichtet wurde. Seit 2009 studiert Mariella Haubs zunächst am Pre-College, später am College der Juilliard School in New York bei Itzhak Perlman und Catherine Cho. Zur Zeit studiert sie darüber hinaus Kammermusik mit dem Cellisten des Emerson String Quartets, David Finckel, sowie mit dem Pianisten Joseph Kalichstein. Meisterkurse bei u.a. Igor Ozim, Renaud Capuçon, Christoph Schickedanz und Zakhar Bron ergänzen ihre musikalische Ausbildung.

Bereits im Alter von acht Jahren gewann Mariella Haubs einen 1. Preis bei „Jugend musiziert“, worauf weitere Auszeichnungen folgten. So bekam sie im Duo mit ihrer Schwester, der Pianistin Magdalena Haubs, 2009 einen 1. Bundespreis bei „Jugend musiziert“ überreicht, verbunden mit einem Sonderpreis der Deutschen Stiftung Musikleben. Beim Musikwettbewerb der bayerischen Distrikte in der Wertung „Violine“, 2008 durch den Lions Club in Regensburg veranstaltet, wurde sie ebenfalls mit einem 1. Preis ausgezeichnet. Im darauffolgenden Jahr schloss sie den Internationalen Wettbewerb für Violine im Kloster Schöntal mit großem Erfolg ab und erhielt den Leonhard und Ida Wolf-Gedächtnispreis der Stadt München.

Die junge Geigerin kann auf eine Vielzahl von Auftritten zurückblicken. So spielte sie 2005 bis 2009 als Solistin in über 150 Konzerten bei der Kinderkonzertreihe der Münchner Philharmoniker, sowie in den renommierten Konzertsälen Münchens: der Philharmonie am Gasteig, dem Herkulessaal und dem Prinzregententheater. Es folgten zahlreiche Konzerte in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien, Frankreich und Amerika. Neben ihrer regen Konzerttätigkeit nahm Mariella Haubs an verschiedenen nationalen und internationalen Festivals teil, so etwa an der Internationalen Sommerakademie Mozarteum Salzburg in Österreich, dem italienischen Mozart Festival Rovereto 2009, dem französischen „15. Recontres de Musique de Chambre de Bel-Air“ 2010, am Chelsea Music Festival 2011 in New York sowie an der 59. Kammermusikwoche 2013 auf Schloß Elmau als Empfehlung des Geigers Renaud Capuçon. Seit 2009 ist sie Mitglied des Perlman Music Programs. Innerhalb dieses Programmes nimmt sie regelmäßig an Kursen und Festivals in unterschiedlichen Städten Amerikas teil. Gemeinsam mit ihrer Schwester Magdalena gibt die Musikerin regelmäßig Recitalabende.

Mariella Haubs erhält seit 2007 ein Stipendium über den bayerischen Musikrat für ihre weitere Ausbildung. Seit 2011 wird sie durch verschiedene Stipendien der Juilliard School gefördert. Die Deutsche Stiftung Musikleben nahm die Geigerin 2009 in ihr Förderprogramm auf und verlieh ihr für die Studienjahre 2011 bis 2013 zwei Gerd Bucerius-Stipendien. Diese ermöglichen ihr das Auslandsstudium bei Itzhak Perlman und Catherine Cho an der New Yorker Juilliard School.

Als Preisträgerin des 22. Wettbewerbs des Deutschen Musikinstrumentenfonds stellt ihr die Deutsche Stiftung Musikleben seit Februar 2014 eine Violine von Stephan von Baehr, Paris 2007, aus dem Besitz der Stiftung zur Verfügung.

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