Plath, Theo
Fagott

Theo Plath (*1994 in Koblenz) erhielt seinen ersten Fagottunterricht mit fünf Jahren und war bis 2009 Schüler von Nikolaus Maler, Solofagottist des Staatsorchesters Rheinische Philharmonie Koblenz. 2009 wurde er Jungstudent bei Prof. Dag Jensen, zunächst an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover, ab 2011 an der Hochschule für Musik und Theater München. 2013 nahm er dort sein reguläres Studium in der Klasse von Prof. Jensen auf, seit 2017 studiert er dort im Master-Studiengang.

Mehrfach nahm er an der Orchesterakademie des Staatsorchesters Rheinische Philharmonie teil und besuchte Meisterkurse bei Professoren wie Sergio Azzolini, Klaus Thunemann und Nikolaus Maler.

Von 2007 bis 2013 war er Mitglied im Bundes¬jugendorchester, wo er unter Dirigenten wie Sir Simon Rattle und Kirill Petrenko spielte. 2018 wurde er Solofagottist der Deutschen Radio¬phil-harmonie Saarbrücken-Kaiserslautern. Seit Herbst 2019 nimmt er die gleiche Position beim hr-Sinfonieorchester ein.

Mehrfach erspielte sich Theo Plath 1. Bundespreise beim Wettbewerb „Jugend musi¬ziert“, 2009 und 2012 in der Wertung „Fagott solo“. Außerdem zeichnete die Deutsche Stiftung Musikleben ihn mit dem Hans Sikorski-Gedächtnispreis sowie mehreren Sonderpreisen aus. 2011 erhielt er den NDR-Kultur Sonderpreis und jeweils einen 1. Preis beim Inter¬natio¬nalen Fagott¬wettbewerb in Uusikaupunki/Finnland im Rahmen des Crusell-Musikfestes und beim Berthold Hummel-Wettbewerb in Würzburg. 2012 folgte der 1. Preis als erster Deutscher beim Internationalen „Aeolus“-Bläserwettbewerb in Düsseldorf und 2014 die Verleihung des Gasteig Musikpreises in München. 2015 erhielt er ein Stipendium des Deutschen Musikwettbewerbs, 2018 erspielte er sich den Preis des Deutschen Musikwettbewerbs, verbunden mit einem Jahresstipendium der Deutschen Stiftung Musikleben. Beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD 2019 wurde er mit dem 3. Preis in der Kategorie Fagott ausgezeichnet.

Nach seinem Orchesterdebüt 2010 mit den Bergischen Symphonikern trat er u.a. mit der Staats-philharmonie Rheinland-Pfalz, den Nürnberger Symphonikern, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen und den Sinfonie¬orchestern des West- und Norddeutschen Rundfunks auf. Er gastierte bei Festivals weltweit, darunter das „Crusell Music Festival“ in Uusikaupunki in Finnland, das Davos Festival – Young Artists in Concert und die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern.

2015 erschien seine CD mit Ramón Ortega Quero, Sebastian Manz, Marc Gruber und der Würt-tembergischen Philharmonie Reutlingen unter Ola Rudner. Anfang 2020 veröffentliche er seine erste Solo-CD mit Fagottkonzerten von Weber, Jolivet, Crusell und Bitsch in der Preisträger-Reihe des DMW bei GENUIN, aufgenommen mit der Deutschen Radiophilharmonie unter Leo McFall.

Theo Plath ist ehemaliger Stipendiat der Jürgen-Ponto-Stiftung und der ZukunftsInitiative RheinlandPfalz. Seit 2014 wird er als Stipendiat von der Mozart Gesellschaft Dortmund unterstützt. 2015 erhielt er ein Stipendium des Deutschen Musikwettbewerbs sowie der Studienstiftung des Deutschen Volkes.

Die Deutsche Stiftung Musikleben präsentierte den jungen Fagottisten erstmals 2009 bei einem Konzert im Hamburger Hotel Louis C. Jacob. Im folgenden Jahr spielte er beim traditionellen Sommerkonzert der Stiftung in St. Severin zu Keitum auf Sylt und 2011 bei einem Konzert in Melsungen. Mehrfach trat er auf Vorschlag der Stiftung bei Kooperationspartnern, wie dem Schleswig-Holstein Musik Festival und den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern auf. Dank einer Patenschaft erhielt Theo Plath von 2010 bis 2017 ein monatliches Stipendium der Deutschen Stiftung Musikleben.

www.theoplath.de

Foto: Monika Lawrenz

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