Benjamin Moser
Klavier

Benjamin Moser (*1981 in München) erhielt seinen ersten Klavierunterricht im Alter von sechs Jahren und war parallel zur Schulausbildung bereits Jungstudent bei Prof. Michael Schäfer an der Hochschule für Musik und Theater in München. Von 2002 bis 2009 studierte er an der Universität der Künste in Berlin in der Klasse von Prof. Klaus Hellwig. Weitere künstlerische Anregungen erhielt er von Dimitry Bashkirov, Fu Tsong und Stanislav Ioudenitch.

2005 wurde Benjamin Moser der Steinwayförderpreis Berlin zuerkannt. Im Januar 2007 gewann er in New York den ersten Preis beim Internationalen Wettbewerb „Young Concert Artists“, sowie acht Sonderpreise und Rezitale, u.a. in Paris (Gulbenkian Centre), Washington (Kennedy Center) und New York (Carnegie Zankel Recital Hall), dazu drei Jahre Management in Nordamerika. Im Juni 2007 wurde er Preisträger des renommierten Tschaikowsky-Wettbewerbs in Moskau. Zusätzlich erhielt er den Preis für die beste Interpretation der Musik Tschaikowskys und den Publikumspreis in Höhe von $10.000.

Seither folgten viele Solorezitale und Auftritte mit Orchester, so zum Beispiel im Münchner Herkulessaal und in der Alten Oper Frankfurt mit den Münchener Symphonikern. Mit dem London Philharmonic Orchestra spielte Benjamin Moser 2008 die Paganini-Variationen von Rachmaninoff. Mit der Nordwestdeutschen Philharmonie unter Andris Nelsons spielte er das zweite Klavierkonzert von Chopin. Mit diesem Konzert war er auch in der Tonhalle Zürich und beim Chopinfestival Marienbad 2011 zu hören. Benjamin Moser gab Rezitale mit Werken von Bach bis zur Moderne in zahlreichen Städten Deutschland, Englands, Italiens, Österreichs, der Schweiz und den USA. Im September 2009 tourte er durch Südamerika. Der Pianist war bereits bei mehreren renommierten Festivals zu Gast, u.a. beim Bodenseefestival (Mitschnitt beim SWR), dem Alpenklassik Festival, dem Dubrovnik Festival, dem Luzern Festival und im Mai 2011 beim Klavierfestival Ruhr. Im Juni 2012 spielte er beim YCA-Kammermusikfestival in Tokyo und Peking. Benjamin Moser widmet sich zudem intensiv der Kammermusik, er spielte eine Reihe von Konzerten in verschiedenen Besetzungen, u.a. mit Nicolas Altstaedt, Julian Steckel und mit seinem Bruder Johannes Moser.

In Frankfurt schrieb die FAZ: „Welch reiches pianistisches Potenzial dem Mittzwanziger zur Verfügung steht, hat er in Ravels ‚Gaspard de la Nuit‘ bewiesen, dessen fingerbrecherische Schwierigkeiten er souverän und klanglich fein schattiert bewältigte.“

Die Deutsche Stiftung Musikleben, die seinen Bruder Johannes schon seit 1997 fördert (u.a. von 1997 bis 2004 mit einem Violoncello als Leihgabe aus dem Deutschen Musikinstrumentenfonds), erkannte Benjamin Moser für das Studienjahr 2005/2006 ein Carl-Heinz Illies-Stipendium zu. Dieses ermöglichte ihm die Teilnahme an einem Meisterkurs bei Prof. Dmitri Bashkirov an der Internationalen Sommerakademie Salzburg 2005. Zudem war Benjamin Moser bei Kooperationspartnen der Stiftung zu Gast wie den „Konzerten im Stadtwaldpark Melsungen“ 2007 und gab mit der Stiftung Konzerte an Bord von „MS Europa“ im Herbst 2008 und im März 2010.

Neben der Deutschen Stiftung Musikleben wird Benjamin Moser seit 2003 auch von der Studienstiftung des deutschen Volkes gefördert.

  • www.benjaminmoser.com
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