Schultes, Rica
Viola

Rica Schultes (*1994 in Warendorf) erhielt ihren ersten Bratschenunterricht mit fünf Jahren. Ab dem Jahr 2007 wurde die Bratscherin am Jungstudierenden-Institut der Hochschule für Musik Detmold in der Klasse von Prof. Die¬mut Poppen ausgebildet. Im Wintersemester 2013/2014 nahm sie dort ihr Vollstudium auf. Meisterkurse bei Jean Sulem, Veith Hertenstein, Yuval Gotlibovich, Lars Anders Tompter, Hariolf Schlichtig und Atar Arad bereichern ihre musikalische Entwicklung.

In den Jahren 2007, 2010 und 2013 erspielte sie sich bei „Jugend musiziert“ in der Wertung „Viola solo“ einen 2. Preis auf Bundesebene und 2007 einen 1. Bundespreis mit ihrem „Alte Musik“-Ensemble, verbunden mit einem Sonderpreis der Deutschen Stiftung Musikleben. 2008 folgte ein 1. Bundespreis in der Kategorie „Duo: Violine und Viola“. Beim „Wochenende der Sonderpreise“ (WESPE) wurde die Bratscherin 2013 mit einem Sonderpreis in der Wertung „Beste Interpretation eines Werkes der verfemten Musik“ ausgezeichnet und erhielt im selben Jahr beim Wettbewerb „Musik und Vermittlung“ ihrer Musikhochschule einen 3. Preis. Darüber hinaus setzte sich die junge Musikerin 2014 in einem Auswahlverfahren des renommierten Kammermusik-Ensembles „musica assoluta“ in Hannover durch, mit welchem sie anschließend als Solistin auftrat. Beim 14. Internationalen Wettbewerb „Luigi Zanuccoli“ 2016 in Sogliano (Italien) gewann Rica Schultes einen 1. Preis in der Wertung „Solist“. Im Oktober desselben Jahres war sie Preisträgerin des Interpretationswettbewerbes der HfM Detmold.

Solistisch spielte die Bratscherin u.a. mit dem Symphonieorchester Warendorf. Sie war Mitglied im Jungen Westfälischen Barockensemble, im Westfälischen Jugendsinfonie¬orchester und dem Orchester der HfM Detmold. Zudem nahm sie an Orchesterprojekten unter der Leitung von Sir Jeffrey Tate und Kurt Masur teil und wurde 2012 zum Festival in Viana do Castelo (Portugal) und 2014 zu dem Opernprojekt des Orchesterzentrums Dortmund im Palazzo Ricci (Italien) eingeladen. Ihr wurde unter anderem der Förderpreis der nordrhein-westfälischen Sparkassen zugesprochen sowie ein Leistungsstipendium der Stiftung Studienfonds OWL.

Auch mit ihrem Streichquartett „Vigato“ hat die junge Bratschistin bereits viele kammermusikalische Eindrücke gewinnen können. 2015 wurde es zum internationalen Festival Pablo Casals nach Prades (Frankreich) eingeladen, wo das Quartett mit dem Fine Arts Quartet (USA) arbeitete. Im August 2016 erhielt das Vigato Quartett im Rahmen des Jeunesses Musicales International Chamber Music Campus in Weikersheim Unterricht vom Belcea Quartet. Bisherige Konzertreisen führten das Vigato Quartett durch Deutschland und das europäische Ausland, zuletzt in das schweizerische Vitznau, wo es im Rahmen der Rigi-Musiktage konzertierte.

Die Deutsche Stiftung Musikleben präsentierte die junge Bratscherin u.a. 2007 mit ihrem „Alte Musik“-Ensemble im Rahmen eines Kirchenkonzertes sowie 2009 in der Konzertreihe „Foyer Junger Künstler“. Ein Gerd Bucerius-Stipendium der Stiftung ermöglichte ihr 2010 die Teilnahme an einem Meisterkurs im Rahmen des „5th Eilat Chamber Music Festival“ in Israel. Seit Oktober 2006 spielt Rica Schultes ein Instrument aus dem Deutschen Musikinstrumentenfonds, derzeit eine Viola von Josef Kantuscher op. 352, Mittenwald 1975, aus Stiftungsbesitz.

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