Kusnezow, Boris
Klavier

Boris Kusnezow (*1985 in Moskau) erhielt im Alter von fünf Jahren seinen ersten Klavierunterricht an der traditionsreichen Moskauer Gnessin-Akademie. In Deutschland setzte er ab 1993 seine musikalische Ausbildung fort, 1998 wurde er als Jungstudent an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover bei Prof. Heidi Köhler aufgenommen. Seit 2004 studiert der Pianist in der Klavierklasse von Prof. Bernd Goetzke und ergänzt seit 2007 seine Ausbildung durch ein Studium der Liedbegleitung bei Prof. Jan Philip Schulze. Zahlreiche Meisterkurse bei u.a. Bruno Leonardo Gelber, Hans Leygraf, Malcolm Bilson und Vladimir Krainev runden seine musikalische Ausbildung ab.

Boris Kusnezow ist Preisträger mehrerer nationaler und internationaler Wettbewerbe. Er erhielt 1. Preise beim Steinway-Wettbewerb in Hamburg und in Berlin, einen Förderpreis beim Internationalen Wettbewerb für Junge Pianisten in Ettlingen, zahlreiche Preise beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ sowie einen 1. Preis beim Concorso Musicale Internazionale „Riviera del Conero” in Italien. Im März 2009 gewann der Pianist den Preis des Deutschen Musikwettbewerbs, der in dem Jahr in nur drei der insgesamt 13 Kategorien vergeben wurde. Für sein herausragendes Spiel erhielt er zudem den „Erika Claussen-Preis“ und wurde in die „Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler“ des Deutschen Musikrats aufgenommen. Boris Kusnezow war Preisträger beim internationalen Wettbewerb „Concours Grieg“ in Oslo und beim „KlavierOlymp“ im Rahmen des Kissinger Sommers. 2011 wurde er mit dem 1. Pianistenpreis beim „Paula-Salomon-Lindberg“- Wettbewerb in Berlin ausgezeichnet. 2012 wurde ihm gemeinsam mit seiner Duopartnerin Byol Kang ein Borletti-Buitoni Trust Fellowship zuerkannt. Mit der Cellistin Janina Ruh erspielte er sich im gleichen Jahr beim Deutschen Musikwettbewerb ein Stipendium und einen Sonderpreis der Deutschen Stiftung Musikleben.

Seine Konzerte führten Boris Kusnezow in zahlreiche europäische Länder und nach Asien. In Deutschland trat er u.a. im Großen Saal der Laeiszhalle Hamburg, im Konzerthaus am Gendarmenmarkt und in der Berliner Philharmonie auf. Er gastierte bei renommierten Festivals wie den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern oder dem Kissinger Sommer. Neben dem solistischen Spiel widmet sich der Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes intensiv der Kammermusik und konzertiert regelmäßig als Liedbegleiter mit vielen Sängern. Neben der Deutschen Stiftung Musikleben wird der Pianist von der Oscar und Vera Ritter Stiftung, der Robert Bosch Stiftung und der Stiftung Yehudi Menuhin „Live Music Now“ gefördert.

Gemeinsam mit dem Geiger Stefan Tarara, ebenfalls Stipendiat der Deutschen Stiftung Musikleben, war Boris Kusnezow 2009 bei den „Musikfesten auf dem Lande“ des Schleswig-Holstein Musik Festivals – einem Kooperationspartner der Deutschen Stiftung Musikleben – zu hören. Er trat bei zahlreichen Stiftungskonzerten auf, oftmals mit der Geigerin Byol Kang oder der Cellistin Janina Ruh, wie 2010 beim Preisträgerkonzert des Wettbewerbs des Deutschen Musikinstrumentenfonds. 2011 und 2013 gestaltete er mit weiteren Stipendiaten das Kammermusikfest der Deutschen Stiftung Musikleben an Bord von MS Europa. 2012 spielte er beim Konzert auf Einladung des Bundespräsidenten anlässlich des 50. Gründungsjubiläums der Stiftung in Schloss Bellevue. Im Mai 2014 trat er gemeinsam mit Gabriel Schwabe beim Deutschen Stiftungstag in Hamburg auf. Boris Kusnezow erhält seit Januar 2012 ein „Sigrid-Henschen-Stipendium“ der Deutschen Stiftung Musikleben.

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