Wiesensee, Amadeus
Klavier

Amadeus Wiesensee (*1993 in Würzburg) zählt zu den auf besondere Weise fesselnden Nachwuchspianisten. Er begeistert das Publikum mit seinem hingebungsvollen Spiel und fasziniert durch die hochsensible, farbenreiche und virtuose Brillanz seiner Interpretationen. Nach seinem Debüt bei den Festspielen Euro-päische Wochen Passau 2015 formulierte die Presse: „Der erst 21-jährige Amadeus Wiesensee ließ beinahe alles Bisherige in den Schatten treten, traumwandlerisch trifft er die Mischung von Innerlichkeit und Leidenschaft, von Noblesse und Kühnheit, von Monumentalität und Charme, weiß Pathos und Schwulst auseinanderzuhalten.“ (Landshuter Zeitung). Er beeindruckt aber nicht nur durch seine Virtuosität und intelligente Gestaltung, sondern auch durch sein außergewöhnliches Kommunikationstalent, wenn er seine Konzerte auf Anfrage moderiert.

Mit acht Jahren wurde er Schüler von Prof. Thomas Böckheler am Richard-Strauss-Konservatorium in München, ab 2007 Jungstudent bei Prof. Karl-Heinz Kämmerling am Mozarteum Salzburg. Nach dessen Tod nahm er das Studium an der Hochschule für Musik und Theater in München bei Prof. Antti Siirala auf und wurde 2013 in die Studienstiftung des deutschen Volkes aufgenommen. Zahlreiche Meisterkurse u.a. bei Elena Richter, John O'Conor, Robert Levin, Dimitri Bashkirov, Leon Fleisher, Matti Raekallio und auf Einladung des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks bei Hélène Grimaud ergänzen seine Ausbildung. Besonders nachhaltige Impulse erhielt er von Alfred Brendel und Till Fellner wie auch aktuell von Elisabeth Leonskaja.

Amadeus Wiesensee gewann bei nationalen und internationalen Jugendwettbewerben, u.a. beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“, beim Karl Lang Wettbewerb, beim Schumann Wettbewerb Zwickau und beim Internationalen Klavierpodium München, wiederholt 1. Preise sowie Sonderpreise der Deutschen Stiftung Musikleben und der Jürgen Ponto Stif-tung. Mehrfach war er live in Rundfunksendern wie dem BR, WDR und dem SWR zu hören. Bereits als 12-Jähriger erhielt er den Sonderpreis des Münchner Rundfunkorchesters und führte für BR-Klassik das Klavierkonzert KV 491 von Wolfgang Amadeus Mozart auf.

Im Januar 2014 debütierte er mit dem Bayerischen Landesjugendorchester mit dem ersten Klavierkonzert von Franz Liszt in der Philharmonie in München, welches von BR-Klassik gesendet wurde. Als Solist spielte er u.a. mit dem Münchner Rundfunkorchester, der Deutschen Streicherphilharmonie, den Heidelberger Symphonikern, der Neuen Philharmonie Westfalen, den Bergischen Symphonikern, den Bad Reichenhaller Philharmonikern und dem Bayerischen Landesjugendorchester unter Dirigenten wie Dimitri Jurowski, Sebastian Te-winkel, Peter Kuhn, Michael Sanderling und Clemens Schuldt.

Dem jungen Pianisten wurden zudem bereits zahlreiche Uraufführungen von Komponisten anvertraut, so beispielsweise von Wilfried Hiller, John Foulds und Birke Bertelsmeier.

Einladungen zu Konzerten führten ihn u.a. zu den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, dem Schleswig-Holstein Musik Festival, dem Würzburger Mozartfest, dem Oleg Kagan Mu-sikfest, den Schwetzinger Mozarttagen, den Opernfestspielen von Gut Immling, sowie in viele Teile Europas. Zahlreiche Wiedereinladungen erfolgten, u.a. vom Kampener Musiksommer, der Musikwoche Hitzacker, den Bergischen Symphonikern und den Festspielen Europäische Wochen Passau.

Amadeus Wiesensees zweite große Leidenschaft neben dem Klavier gilt der Philosophie, der er auch in einem Parallelstudium an der Hochschule für Philosophie München bis Juli 2015 nachging und mit dem Bachelor of Arts und Bestnote abgeschlossen hat.

Die Deutsche Stiftung Musikleben zeichnete den Pianisten 2009 mit einem Carl-Heinz Illies-Förderstipendium aus, das ihm die Teilnahme an einem Meisterkurs bei Sergei Dorensky im Rahmen der Internationalen Sommerakademie der Universität Mozarteum Salzburg ermöglichte. Für das Studienjahr 2010/2011 erhielt er erneut ein Illies-Stipendium für einen Meisterkurs bei An¬dreas Weber, ebenfalls an der Internationalen Sommerakademie in Salzburg. Amadeus Wiesensee debütierte auf Vorschlag der Stiftung 2010 bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern und trat bei der Benefizgala „Bündnis für Kinder – Gegen Gewalt“ im Cuvilliés-Theater in München auf. 2014 gestaltete er gemeinsam mit weiteren Stipendiaten das Kammermusikfest an Bord der MS Europa auf einer Reise durch Mittelamerika und war zu Gast beim Schleswig-Holstein Musikfestival. Dank einer Patenschaft der Auxiliaris-Stiftung erhielt Amadeus Wiesensee von 2011-2015 zudem ein monatliches Stipendium der Deutschen Stiftung Musikleben.

Foto: Sammy Hart

  • www.amadeuswiesensee.com
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