Sinkevich, Uladzimir
Violoncello

Uladzimir Sinkevich (*1986 in Minsk/Weißrussland) wurde von 1992 bis 2004 an der staatlichen Musikhochschule in Minsk von Prof. Vladimir Perlin unterrichtet. Ab dem Jahr 2000 studierte er parallel als Jungstudent an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover bei Prof. Tilmann Wick, bei dem er 2004 das reguläre Studium aufnahm. 2007 wechselte er an die Universität der Künste Berlin in die Klasse von Prof. Martin Löhr und legte dort 2012 sein Konzertexamen bei Prof. Wolfgang Boettcher ab. Weitere musikalische Impulse gaben ihm Meisterkurse u.a. bei Bernard Greenhouse, Frans Helmerson, Yo-Yo Ma, David Geringas und Jerome Pernoo.

Uladzimir Sinkevich konnte bereits etliche Wettbewerbserfolge verzeichnen. So gewann er beim Internationalen Cellowettbewerb 2006 in Liezen/Österreich den 2. Preis. Zusammen mit der Geigerin Natascha Salavei erspielte er sich einen 2. Preis beim Internationalen Wettbewerb „Verfemte Musik 2006“ in Schwerin. 2008 wurde ihm der 3. Preis beim 3. Internationalen J. Drohomirecki Wettbwerb für „Cello Solo“ in Katowice verliehen. 2011 erspielte er sich beim X. Domenico-Gabrielli-Violoncellowettbewerb in Berlin einen 2. Preis. Im folgenden Jahr wurde er beim internationalen Isang Yun Wettbewerb in Tongyeong/Südkorea mit einem 1. Preis sowie dem „Isang Yun Special Preis“ ausgezeichnet.

Als Solist spielte Uladzimir Sinkevich u.a. mit dem Staatlichen Akademischen Symphonieorchester Belarus und der Philharmonie Baden-Baden. Er gastierte u.a. im Concertgebouw Amsterdam, im Salle Cortot in Paris, im Bolschoi-Theater in Moskau und in weiteren Ländern Europas. Von 2007 bis 2009 war der Cellist in der Orchesterakademie des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin. In den folgenden zwei Jahren absolvierte er die Orchesterakademie der Berliner Philharmoniker. Seit September 2011 ist er 1. Solo-Cellist des Münchner Rundfunkorchesters.

Uladzimir Sinkevich war Stipendiat der Stiftung „Yehudi Menuhin Live Music Now“, der Paul-Hindemith-Gesellschaft in Berlin, der Ottilie-Selbach-Redslob-Stiftung sowie der Lieselotte-Klein-Stiftung. Von 2005 bis 2007 stellte ihm die Fritz-Behrens-Stiftung ein Thibout-Cello von 1938 leihweise zur Verfügung.

Als Preisträger des 17. Wettbewerbs des Deutschen Musikinstrumentenfonds in der Deutschen Stiftung Musikleben spielt Uladzimir Sinkevich seit März 2008 ein Violoncello von Giovanni Baptista Grancino, Mailand, um 1700, das die Stiftung dank einer großzügigen Spende der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung ankaufen konnte.

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