Kloeckner, Benedict
Violoncello

Benedict Kloeckner (*1989 in Neuwied) nahm 2003 sein Instrumentalstudium bei Prof. Martin Ostertag an der Musikhochschule Karlsruhe auf und studierte ab 2009 an der Kronberg Academy bei Prof. Frans Helmerson. Im Juni 2012 erhielt er dort seinen Master of Music for International Solo Performance. Mehrere Gerd Bucerius-Stipendien der Deutschen Stiftung Musikleben ermöglichten ihm die Teilnahme an Meisterkursen u.a. in Siena bei Prof. David Geringas und in Wien bei Miklos Perenyi. Weitere musikalische Impulse erhielt er von Christian Tetzlaff, Yuri Bashmet, Ralph Kirshbaum und Steven Isserlis.

Schon früh gewann Benedict Kloeckner mehrere 1. Bundespreise beim Wettbewerb „Jugend musiziert“, 2007 mit Höchstpunktzahl und verbunden mit einem Sonderpreis der Deutschen Stiftung Musikleben. Er ist Preisträger zahlreicher internationaler Wettbewerbe, u. a. des Internationalen Rundfunkwettbewerbs der European Broadcasting Union in Bratislava, des Grand Prix Emanuel Feuermann in Berlin, des Internationalen Solisten Wettbewerbs der Animato Stiftung in Zürich und der Kulturstiftung „Pro Europa“. 2012 wurde ihm der Prix Nicolas Firmenich de Violoncelle des Verbier Festival verliehen, 2016 der 1. Preis des Manhattan International Music Competition in New York.

Als Solist konzertierte Benedict Kloeckner mit renommierten Orchestern wie dem Royal Philharmonic Orchestra, der Deutschen Radiophilharmonie, der Deutschen Staatsphilharmonie, dem MDR und NDR Sinfonieorchester, der Kremerata Baltica sowie dem Arcos Chamber Orchestra New York. Er gastierte bei den Ludwigsburger und den Schwetzinger Schlossfestspielen, dem Schleswig-Holstein Musik Festival, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern und dem Heidelberger Frühling. Kammermusikalisch trat er mit Musikern wie Emanuel Ax, Danae Dörken, Christoph Eschenbach, Anna Fedorova, José Gallardo, Gidon Kremer, Anne Sophie Mutter und Sir Andras Schiff auf. Eine intensive künstlerische Zusammenarbeit verbindet den Cellisten mit zeitgenössischen Komponisten wie Wolfgang Rihm oder Howard Blake, dessen Gesamtwerk für Violoncello und Klavier er auf CD einspielte und der ihm zudem eine Cellosonate widmete. Seit 2014 ist Benedict Kloeckner Künstlerischer Leiter des von ihm gegründeten Internationalen Musikfestival Koblenz.

Die Deutsche Stiftung Musikleben präsentiert ihren Stipendiaten regelmäßig in Konzerten, so trat er beim Sommerkonzert der Stiftung auf Sylt auf, gastierte beim Kammermusikfest auf MS Europa und war bei den Jubiläumskonzerten auf Schloss Ulrichshusen und in Schloss Bellevue zu hören. 2015 debütierte er als Solist mit dem Philharmonischen Orchester Erfurt, einem Kooperationspartner der Stiftung. Im Mai 2017 wirkte er beim festkonzetr der Stiftung im neu eröffneten Pierre Boulez Saal in Berlin mit. Als Preisträger des 17. Wettbewerbs des Deutschen Musikinstrumentenfonds in der Deutschen Stiftung Musikleben spielt Benedict Kloeckner seit 2009 ein Violoncello von Francesco Rugeri, Cremona um 1670-1680, das die Stiftung dank einer großzügigen Spende der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung ankaufen konnte. Seit 2010 ist er Sigrid Henschen-Stipendiat der Stiftung und wird mit einem monatlichen Stipendium gefördert.

  • www.benedictkloeckner.de
  • zurück zur Solisten-Übersicht