Kloeckner, Benedict
Violoncello

Benedict Kloeckner (*1989 in Neuwied) erhielt seinen ersten Cellounterricht im Alter von neun Jahren. Von 2003 bis 2006 wurde er am Institut zur Früh-Förderung musikalisch Hochbegabter (IFF) der Musikhochschule Hannover unterrichtet. Parallel war der Cellist als Jungstudent an der Musikhochschule Karlsruhe bei Prof. Martin Ostertag eingeschrieben, 2007 nahm er sein reguläres Studium auf. 2009 wechselte Benedict Kloeckner an die Kronberg Academy zu Prof. Frans Helmerson, wo ihm 2012 der „„Master of Music für International Solo Performance““ in Kooperation mit der Musikhochschule Frankfurt verliehen wurde. Die Kronberg Academy stellt ihm freundlicherweise einen Bogen von H.K. Schmidt aus dem Gidon Kremer Instrumentenfonds zur Verfügung. Zusätzliche musikalische Impulse gaben ihm Meisterkurse von Christian Tetzlaff, Yuri Bashmet, Ralph Kirshbaum und Steven Isserlis.

Zwischen 2003 und 2007 gewann Benedict Kloeckner mehrere 1. Bundespreise beim Wettbewerb „„Jugend musiziert““, 2007 verbunden mit einem Sonderpreis der Deutschen Stiftung Musikleben. 2006 wurde ihm als jüngster Preisträger beim Internationalen Brahms-Wettbewerb in Pörtschach/Österreich der Sonderpreis „für die vielversprechendste Begabung“ verliehen. 2008 erspielte sich der Cellist einen Förderpreis der Europäischen Kulturstiftung „„Pro Europa““ und gewann den Lions-Preis Baden-Baden, verbunden mit einer Aufnahme des Schumann-Konzerts mit der Baden-Badener Philharmonie unter Pavel Baleff. Im selben Jahr wurde er zusammen mit der chinesischen Pianistin Yang Yang beim Internationalen Duo-Wettbewerb in Schweden jüngster Preisträger und gewann einen 1. Preis beim Internationalen Cellowettbewerb der Animato Stiftung Zürich. 2009 erzielte er einen 1. Preis beim Musikwettbewerb „„Schloss Waldhausen“ des SWR. Seinen größten Wettbewerbserfolg erspielte sich Benedict Kloeckner 2010, als er den Internationalen Rundfunkwettbewerb der European Broadcasting Union in Bratislava gewann. Im gleichen Jahr wurde er in Berlin Preisträger beim Grand Prix Emanuel Feuermann und erhielt den Sonderpreis für die beste Interpretation der Auftragskomposition sowie den Preis der erstmalig eingesetzten Jugendjury. 2012 wurde er mit dem „Prix Nicolas Firmenich de Violoncelle“ des Verbier Festivals ausgezeichnet. Darüber hinaus wurde er in die Studienstiftung des deutschen Volkes aufgenommen.

Benedict Kloeckner verfolgt eine rege Konzerttätigkeit und spielte mit Klangkörpern wie dem Kammerorchester Berlin, der Deutschen Staatsphilharmonie, dem MDR und NDR Sinfonieorchester, den Bochumer Sinfonikern, dem Slowakischen Rundfunkorchester, der Deutschen Radiophilharmonie, der Academy of St. Martin in the Fields, dem Kuopio Philharmonic Orchestra und der Poznan Philharmonie in Konzertsälen wie der Berliner Philharmonie, dem Münchner Gasteig, dem Gewandhaus zu Leipzig, dem Mozarteum Salzburg, der Tonhalle Zürich, der Philharmonie Ljubljana, dem Concertgebouw Amsterdam und dem National Arts Center Seoul. Dabei arbeitete der Cellist mit Dirigenten wie Simon Gaudenz, Howard Griffith, Karl Heinz Steffens und Michael Sanderling zusammen. 2009 gab er mit dem Dvorák-Cellokonzert sein Debüt im Großen Saal des Konzerthauses Berlin. Benedict Kloeckner gastierte u.a. bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen, den Schwetzinger SWR Festspielen, dem Schleswig-Holstein Musik Festival, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern und dem Heidelberger Frühling. 2013 war er Festival Artist des „Boswiler Sommer“ und eröffnete zusammen mit Anne-Sophie Mutter die „Krzysztof Penderecki Concert Hall“ in Krakau. Kammermusikalisch trat er mit Musikern wie Antoine Tamestit, Gidon Kremer, Yuri Bashmet, José Gallardo und András Schiff auf. Eine intensive künstlerische Zusammenarbeit verbindet den Cellisten mit zeitgenössischen Komponisten wie Wolfgang Rihm oder Howard Blake, dessen Gesamtwerk für Violoncello und Klavier er jüngst auf CD einspielte und der ihm zudem eine Cellosonate widmete.

Die Deutsche Stiftung Musikleben präsentiert ihren Stipendiaten regelmäßig auf stiftungseigenen Veranstaltungen. So trat er 2009 beim Sommerkonzert der Stiftung auf Sylt und 2011 im Hamburger KörberForum auf. Im Folgejahr gastierte er beim Kammermusikfest der Stiftung auf MS Europa und war bei den Jubiläumskonzerten der Stiftung auf Schloss Ulrichshusen im Rahmen der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern und auf Einladung von Bundespräsident Joachim Gauck in Schloss Bellevue zu hören. Gerd Bucerius-Stipendien der Deutschen Stiftung Musikleben ermöglichten Benedict Kloeckner im Studienjahr 2008/2009 die Teilnahme am Meisterkurs in Siena bei Prof. David Geringas und 2011 am Wiener Meisterkurs bei Miklos Perenyi. 2010 wurde er darüber hinaus in das Patenschaftsprogramm der Stiftung aufgenommen.

Als Preisträger des 17. Wettbewerbs des Deutschen Musikinstrumentenfonds in der Deutschen Stiftung Musikleben spielt Benedict Kloeckner seit März 2009 ein Violoncello von Francesco Rugeri, Cremona um 1670-1680, das die Stiftung dank einer großzügigen Spende der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung ankaufen konnte.

  • www.benedictkloeckner.de
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