Staemmler, Peter-Philipp
Violoncello

Peter-Philipp Staemmler (*1986 in Mühlhausen) erhielt seinen ersten Cellounterricht mit sechs Jahren von Monika Tutschku an der Musikschule Weimar. 1996 wurde er Privatschüler von Prof. Brunhard Böhme, in dessen Klasse er ab dem Wintersemester 2000/01 als Jungstudent an der Musikhochschule Weimar ausgebildet wurde. 2005 nahm der Cellist sein Vollstudium an der Hochschule für Musik „„Hanns Eisler““ Berlin bei Prof. Troels Svane auf. Zusätzlich absolviert er seit 2006 mit seinem Armida Streichquartett ein Kammermusikstudium an der Universität der Künste Berlin beim Artemis Quartett. Meisterkurse bei Natalia Gutman und Prof. Anner Bylsma ergänzen seine musikalische Ausbildung.

Peter-Philipp Staemmler erspielte sich beim Bundeswettbewerb „„„Jugend musiziert““ 2000 einen 2. Preis in der Klavier-Kammermusikwertung und 2001 einen 1. Preis mit Höchstpunktzahl in der Kategorie „„„Violoncello solo“, verbunden mit einem Sonderpreis der Deutschen Stiftung Musikleben. Der Cellist ist darüber hinaus mehrfacher Preisträger nationaler und internationaler Wettbewerbe. So wurden ihm 2007 beim Cellowettbewerb für Neue Musik der Musikhochschule Stuttgart zwei Sonderpreise zugesprochen. Beim Deutschen Musikwettbewerb wurde Peter-Philipp Staemmler mehrmals ausgezeichnet: 2007 erhielt er ein Stipendium und wurde in die 52. Bundesauswahl „„„Konzerte Junger Künstler““ aufgenommen, 2009 wurde ihm im Duo mit seinem Bruder Hansjacob Staemmler ein Preis und ein Förderstipendium der Deutschen Stiftung Musikleben verliehen. 2008 erspielte sich der Cellist beim Alice-Samter-Wettbewerb in Berlin einen 1. Preis sowie einen 2. Preis beim Concours de Genève. Die Teilnahme an diesem Wettbewerb wurde ihm durch ein Gerd Bucerius-Stipendium der Deutschen Stiftung Musikleben ermöglicht. Im folgenden Jahr erzielte sein Armida Quartett beim Internationalen Kammermusikwettbewerb Hamburg den Haydn-Preis der Oscar und Vera Ritter-Stiftung. Zudem erhielt das Ensemble ein Stipendium des Bundespräsidenten beim Felix Mendelssohn Bartholdy Hochschulwettbewerb in Berlin. Beim 66. „Concours de Genève“ 2011 konnte sich das Armida Quartett gleich dreifach freuen, als es einen 1. Preis, den Publikumspreis und einen Sonderpreis für die Interpretation des Streichquartetts Nr. 1 „„„„Metamorphoses nocturnes“““ von György Ligeti erhielt. Seinen bisher größten Erfolg feierte das Ensemble im September 2012, als es beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD in München den 1. Preis und 7 Sonderpreise“ gewann.

Als Solist gab Peter-Philipp Staemmler bereits Konzerte mit der Artur Rubinstein Philharmonie Lodz, dem Radio Sinfonieorchester Pilsen, dem Orchestre de Chambre Genève sowie verschiedenen deutschen Orchestern. Bei Solo- und Kammerkonzerten im In- und Ausland arbeitete er u.a. mit Saschko Gawriloff, Priya Mi und Hariolf Schlichtig zusammen. Des Weiteren gastierte der Cellist bei renommierten Festivals wie dem Heidelberger Frühling, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, dem Davos und dem Rheingau Musik Festival. Konzertreisen führten ihn als Kammer- und Orchestermusiker in viele Länder Europas, nach Afrika und Südamerika. Peter-Philipp Staemmler war Solo-Cellist im Neuen Kammerorchester Bamberg und im Gustav Mahler Jugendorchester unter Dirigenten wie Claudio Abbado, Myung-Whun Chung und Philippe Jordan.

Im August 2009 war der Cellist unter anderem beim Schleswig-Holstein Musik Festival, einem Kooperationspartner der Deutschen Stiftung Musikleben, zu Gast. Die Stiftung präsentierte ihren Stipendiaten mehrfach im Rahmen ihrer Konzertreihe „„Foyer Junger Künstler““ solistisch und zusammen mit dem Mariani Klavierquartett. 2009 gestaltete Peter-Philipp Staemmler zusammen mit weiteren Stipendiaten das Kammermusikfest der Stiftung auf MS Europa. Zuletzt spielte er 2012 beim Jubiläumskonzert der Stiftung auf Einladung des Bundespräsidenten in Schloss Bellevue.

Als mehrfacher Preisträger des Wettbewerbs des Deutschen Musikinstrumentenfonds in der Deutschen Stiftung Musikleben spielt Peter-Philipp Staemmler seit 2008 ein Violoncello von Jean Baptiste Vuillaume, Paris, eine treuhänderische Eingabe aus Hamburger Familienbesitz.

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