Tarara, Stefan
Violine

Stefan Tarara (*1986 in Heidelberg) erhielt seinen ersten Violinunterricht im Alter von vier Jahren. 2006 nahm er sein Studium an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim-Heidelberg bei Prof. Zakhar Bron auf, welches er 2010 mit Höchstnote abschloss. Derzeit vervollständigt er seine musikalische Ausbildung an der Zürcher Hochschule für Musik im Masterstudiengang „„„Specialized in Music Performance“““ bei Prof. Bron. Im Studienjahr 2012/13 wird er dabei unterstützt durch ein Gerd Bucerius-Stipendium der Deutschen Stiftung Musikleben. Meisterkurse bei Yair Kless, Yfrah Neaman, Felix Andrievski, Wolfgang Marschner, Igor Oistrakh u.a. ergänzen sein Studium.

Bei „„Jugend musiziert““ erspielte sich Stefan Tarara zwischen 1994 und 2001 zahlreiche 1. Preise in der Solo- und Duowertung. 2000 erreichte er auf Bundesebene die Höchstpunktzahl, wofür ihn die Deutsche Stiftung Musikleben mit dem Eduard Söring-Preis auszeichnete. Zudem erhielt der Geiger wiederholt ein Stipendium der Internationalen Sommerakademie des Mozarteums in Salzburg. 2005 gewann er einen 1. Preis sowie den Sonderpreis für die beste Interpretation eines virtuosen Werkes beim Internationalen Violinwettbewerb „„„Henri Marteau“ in Hof“. 2006 ging Stefan Tarara als 1. Preisträger des Internationalen Violinwettbewerbs „„„„Valsesia Musica““ hervor. Beim Internationalen „„„Henryk Wieniawski“-Wettbewerb erspielte er sich 2006 einen 1. Preis und 2011 einen 3. Preis. Im Juli 2008 wurde ihm ein 2. Preis beim Internationalen Violinwettbewerb „„„Tibor Varga“ in der Schweiz verliehen. 2010 folgte ein 2. Preis beim Internationalen Violinwettbewerb „Prager Frühling“ sowie ein 3. Preis beim Internationalen Wettbewerb „Premio Paganini“ in Genua/Italien. Zuletzt wurde der Geiger 2011 mit einem 1. Preis und mehreren Sonderpreisen beim Internationalen Violinwettbewerb „„„„„„Premio Rodolpho Lipizer““ ausgezeichnet. 2014 erspielte er sich im Duo mit seiner Frau Lora-Evelin Vakova-Tarara (Klavier) den Preis als bestes Duo der „Académie de Musique de Lausanne“ und mit einem ersten Preis der 8. Edition der „Swedish International Duo Competition“ ausgezeichnet. Im September 2014 gewann er die renommierte George Enescu International Competition in Bukarest.

Stefan Tarara debütierte 10-jährig als Solist und trat seitdem mit zahlreichen Orchestern auf, u.a. mit dem SWR Rundfunkorchester, dem Münchener Rundfunkorchester, dem RTV Symphonie Orchester Ljubljana, dem Sinfonia Orchester Bukarest oder dem Zürich Symphonie Orchester. Im Juli 2007 spielte er mit dem China National Symphony Orchestra unter der Leitung von En Shao in Peking. Auch bei renommierten Festivals war der ehemalige Stipendiat der Jürgen Ponto-Stiftung zu hören. So gastierte er u.a. bei den Salzburger Festspielen, dem Verbier Festival, dem Prager und dem Heidelberger Frühling und zur Eröffnung der EXPO 2000 in Hannover. Auf Vorschlag der Deutschen Stiftung Musikleben gab der Geiger im August 2009 ein Recital beim Schleswig-Holstein Musik Festival. Im Januar 2013 ging er mit dem Israel Symphony Orchestra auf Konzerttournee durch Israel. Im Rahmen von Kammermusikprojekten arbeitete er mit Künstlern wie Tanja Becker-Bender, Hariolf Schlichtig, Antoine Tamestit, Martin Ostertag und David Geringas zusammen. Seit der Spielzeit 2010/11 ist Stefan Tarara 1. Konzertmeister der Mannheimer Philharmoniker und seit 2012 1. Konzertmeister und Solist des Hulencourt Soloist Chamber Orchestra.

Als mehrfacher Preisträger des Wettbewerbs des Deutschen Musikinstrumentenfonds stellte die Deutsche Stiftung Musikleben Stefan Tarara 2008 erstmals eine Leihgabe zur Verfügung. Seit Februar 2013 spielt er eine Violine von Nicolo Gagliano, Neapel, 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts, aus dem Besitz der Bundesrepublik Deutschland.

  • www.stefan-tarara.com
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