Menzel, Albrecht
Violine

Albrecht Menzel (*1992 bei Dresden) erhielt seinen ersten Violinunterricht im Alter von vier Jahren. Von 2007 bis 2012 wurde er von Prof. Boris Kuschnir an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz unterrichtet, in den ersten zwei Jahren ermöglicht durch ein Gerd Bucerius-Stipendium der Deutschen Stiftung Musikleben. Seit dem Wintersemester 2012/2013 studiert er bei Prof. Julian Rachlin an der Universität Konservatorium Wien. Weitere musikalische Impulse erhielt der junge Geiger im Rahmen der Verbier Festival Akademie und der Sommerakademie der Universität Mozarteum Salzburg sowie bei Meisterkursen von Professoren wie Yair Kless, Igor Ozim, Zakhar Bron und Ana Chumachenco. Zusätzlich zu seiner Geigenausbildung nahm er Unterricht in der Kompositionsklasse Halle-Dresden. Seine Werke wurden von Mitgliedern der „Sinfonietta Dresden“ und dem „Malle Symen Quartet“ Amsterdam aufgeführt.

Albrecht Menzel ist mehrfacher 1. Preisträger nationaler und internationaler Violinwettbewerbe. So gewann er 2004 einen 1. Preis und eine Goldmedaille beim Internationalen „„Louise Henriette“-Wettbewerb in Oranienburg, 2006 folgten ein 1. Preis und ein Sonderpreis beim Internationalen „Kocian“-Violinwettbewerb in Tschechien. Beim Wettbewerb „„Jugend musiziert““ errang der junge Geiger mehrfach 1. Preise, u.a. 2007 einen 1. Bundespreis mit Höchstpunktzahl in der Solowertung. Zusätzlich wurde ihm der Eduard Söring-Preis der Deutschen Stiftung Musikleben verliehen. Zu seinen weiteren Auszeichnungen zählen ein 3. Preis beim Internationalen „David Oistrakh““ Violinwettbewerb 2010 in Moskau. Zuletzt erspielte er sich im Mai 2012 beim Violinwettbewerb „„Ton und Erklärung –- Werkvermittlung in Musik und Wort““ des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft eine besondere Anerkennung.

Solistisch debütierte Albrecht Menzel als 13-Jähriger bei den Dresdner Musikfestspielen mit dem Johann Georg Pisendel-Kammerorchester. Er konzertierte mit Klangkörpern wie den Heidelberger Philharmonikern, dem Münchner Rundfunkorchester, dem Mendelssohn Kammerorchester Leipzig, der Polnischen Kammerphilharmonie und dem State Symphonie Orchestra New Russia in vielen Ländern Europas. Darüber hinaus gastierte der junge Geiger bei internationalen Festivals wie den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, einem Kooperationspartner der Deutschen Stiftung Musikleben, dem Rheingau Musik Festival, dem Festival „„Sommets Musicaux“ in Gstaad/Schweiz und dem Eilat Chamber Musik Festival in Israel. Sein Interesse gilt zudem der zeitgenössischen Musik: Albrecht Menzel gestaltete u.a. die deutsche Erstaufführung der „„Suite Concertante op. 60 für Violine, Klavier und Orchester““ der russischen Komponistin Lera Auerbach mit der Hamburger Camerata,– einem weiteren Kooperationspartner der Stiftung,– in der Hamburger Laeiszhalle. Im Rahmen der Mendelssohn-Festtage 2011 spielte er auf Vorschlag der Stiftung mit dem Leipziger Symphonieorchester unter der Leitung von Maestro Kurt Masur. Von 2007 bis 2010 wurde der Musiker von der Jürgen Ponto-Stiftung gefördert.

Die Deutsche Stiftung Musikleben präsentierte Albrecht Menzel mehrfach in ihrer Konzertreihe „„„Foyer Junger Künstler““, u.a. 2007 bei einem Konzert mit „„„„Jugend musiziert““-Preisträgern im Hamburger Hotel Louis C. Jacob. 2012 war er im Juli beim traditionellen Sommerkonzert der Stiftung in der Keitumer St. Severin Kirche auf Sylt sowie im November beim 18. Kirchenkonzert der Stiftung in Blankenese zu hören.

Seit Oktober 2007 stellt die Deutsche Stiftung Musikleben Albrecht Menzel ein Instrument leihweise zur Verfügung. Der mehrfache Preisträger des Wettbewerbs des Deutschen Musikinstrumentenfonds spielt derzeit eine Violine von Antonio Stradivari, Cremona 1709, eine treuhänderische Eingabe in den Fonds aus Familienbesitz.

zurück zur Solisten-Übersicht