Frantz, Caspar
Klavier

Caspar Frantz (*1980 in Kiel) begann im Alter von sieben Jahren mit dem Klavierspiel und wurde u.a. von Carol Tainton unterrichtet. Er absolvierte die Solistenklasse von Prof. Matthias Kirschnereit an der Hochschule für Musik und Theater Rostock und studierte im Duo mit dem Cellisten Julian Arp Kammermusik bei Prof. Eberhard Feltz an der Hochschule für Musik „„Hanns Eisler““ Berlin. Weitere Impulse für seine musikalische Entwicklung erhielt er in Meisterkursen bei Elisabeth Leonskaja, Christoph Eschenbach, Prof. Renate Kretschmar-Fischer, András Schiff, Maria João Pires und György Kurtag.

Der Pianist ist Preisträger zahlreicher Wettbewerbe sowohl in der Solo- als auch in der Ensemblewertung. So gewann er mehrfach den 1. Preis beim Bundeswettbewerb „„„Jugend musiziert“, im Jahr 2000 verbunden mit“ einem Sonderpreis der Deutschen Stiftung Musikleben, und war beim Grotrian-Steinweg-Wettbewerb erfolgreich. Gemeinsam mit dem Cellisten Julian Arp erspielte er sich 2003 den 1. Preis beim Kammermusikwettbewerb „Erst-Klassik“ in Berlin, und den 1. Preis des Relais & Châteaux Kammermusik-Förder-Wettbewerbs. 2006 wurde das Duo Preisträger des Felix Mendelssohn Bartholdy-Wettbewerbs, des Internationalen Kammermusikwettbewerbs „Premio Vittorio Gui“ in Florenz und gewann den begehrten Preis beim Deutschen Musikwettbewerb in Bonn, verbunden mit einem Förderstipendium der Deutschen Stiftung Musikleben. Unterstützung erhielt der Pianist durch die Horst Rahe Stiftung, „Live music now“, „Villa Musica“ und die Marie-Luise-Imbusch-Stiftung.

Caspar Frantz gibt regelmäßig Soloabende und Konzerte als Solist mit Orchester, wie zum Beispiel mit der Polnischen Kammerphilharmonie, der Staatlichen Philharmonie Moldawien, der Neuen Philharmonie Westfalen und dem MDR-Sinfonieorchester. Als Duopartner des Cellisten Julian Arp und als Liedbegleiter tritt er im In- und Ausland und bei renommierten Musikfestivals wie dem Rheingau Musik Festival, dem Beethovenfest Bonn, den Schwetzinger SWR Festspielen und dem Schwarzwald Musik Festival auf. Außerdem gastierte der Pianist im Rahmen der Reihe „„„„sylt in concert““ und war auf renommierten Konzertpodien, wie der Laeiszhalle Hamburg und der Berliner Philharmonie zu Gast. Zudem spielte er im Rahmen des Kulturprogramms der Expo 2000 in Hannover. Einen weiteren Höhepunkt seiner Konzerttätigkeit bildet die Aufführung sämtlicher Klaviersonaten Ludwig van Beethovens im Rahmen der Schlosskonzerte in Meschede.

Auf Vorschlag der Deutschen Stiftung Musikleben spielte Caspar Frantz beim Schleswig-Holstein Musik Festival, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern sowie mehrfach beim Kammermusikfest der Stiftung an Bord von „MS Europa“. Ein Carl-Heinz Illies-Förderstipendium der Deutschen Stiftung Musikleben ermöglichte ihm 2004 die Teilnahme an einem Meisterkurs von György Kurtag in „Prussia Cove“. 2009 gründete das Duo Arp/Frantz in Berlin das Zeitkunst-Festival für zeitgenössische Musik und Literatur und bietet dort nun selbst jungen Musikern und Schriftstellern ein Podium, auf dem sie sich präsentieren und ausprobieren können. Bei diesem Vorhaben wurde das Duo von der Deutschen Stiftung Musikleben unterstützt. Ein weiteres Festival, welches Caspar Frantz– als künstlerischer Berater und Pianist des Festival-Ensembles –mit Freunden ins Leben gerufen hat, ist das Saronic Chamber Music Festival, welches seit 2011 auf den griechischen Inseln im Saronischen Golf stattfindet.

Anfang 2009 hat Caspar Frantz, ermöglicht durch ein Stipendium der Deutschen Stiftung Musikleben, Joseph Haydns Klavierkonzerte zusammen mit dem Solistenensemble Kaleidoskop eingespielt. Die CD ist Ende Mai 2009 bei ARS Produktion erschienen. Im Sommer 2012 konnte er auch seine neue Aufnahme mit Bachs Französischen Suiten Dank der Patenschaft eines Freundes der Deutschen Stiftung Musikleben veröffentlichen.

  • www.casparfrantz.com
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