Levit, Igor
Klavier

Igor Levit (*1987 in Nizhni Nowgorod/Russland) begann bereits mit drei Jahren Klavier zu spielen. Ein Jahr später gab er sein erstes Solokonzert und spielte mit sechs Jahren mit dem Philharmonie Orchester von Nizhni Nowgorod. Von 1999 bis 2000 studierte Igor Levit am Mozarteum Salzburg bei Prof. Hans Leygraf. Im Sommer 2010 bestand er sein Examen mit Auszeichnung an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover, wo er seit 2000 von Karl-Heinz Kämmerling, Matti Raekallio und Bernd Goetzke unterrichtet wurde. Im Anschluss wechselte er an die Universität Mozarteum Salzburg zu Prof. Pavel Gililov. Wichtige musikalische Einflüsse erhielt Igor Levit insbesondere von Andreas Staier und Alfred Brendel.

2004, mit nur 16 Jahren, erhielt der Pianist als jüngster Teilnehmer den 2. Preis beim Internationalen „Maria Callas Grand Prix“ in Athen. Noch im selben Jahr folgten ein 1. Preis beim Internationalen „Hamamatsu Piano Academy“-Wettbewerb ebenso wie ein 2. Preis beim Kissinger KlavierOlymp. 2005 gewann Igor Levit, erneut als jüngster Teilnehmer, beim Internationalen „Arthur Rubinstein“-Klavierwettbewerb in Tel Aviv die Silbermedaille, den Sonderpreis für Kammermusik, den Publikumspreis und den Sonderpreis für die beste Aufführung des zeitgenössischen Pflichtstücks. 2009 wurde ihm für seine Mitwirkung in einer Reihe von Kammerkonzerten beim Kissinger Sommer der „„Luitpold-Preis““ für junge Künstler verliehen.

Seit dem Jahr 2000 gibt der Pianist Konzerte und Rezitale in Europa, Amerika und Asien. So trat er solistisch mit Orchestern, wie dem WDR Sinfonieorchester Köln unter Krzysztof Urbański, der Staatskapelle Dresden unter Mikhail Jurowski, dem Budapest Festival Orchestra unter Iván Fischer und dem London Philharmonic Orchestra unter Vladimir Jurowski auf. 2010 sprang er für die erkrankte Hélène Grimaud ein und ging mit dem renommierten Israel Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Christian Vasquez auf Tournee nach Tel Aviv und Haifa. 2012 spielte er mehrere Recitals in Japan. In der Konzertsaison 2012/13 nimmt Igor Levit sowohl am „„New Generation Artist“-Programm der BBC teil, als auch an der Konzertreihe der „„„ECHO Rising Stars““, mit Klavierabenden u.a. in der Philharmonie Köln, dem Wiener Konzerthaus, dem Concertgebouw Amsterdam, im BOZAR in Brüssel und der Symphony Hall Birmingham. Regelmäßig gastiert er bei renommierten Musikfestivals wie den Salzburger Festspielen, dem Chopin Festival in Duszniki Zdroj / Polen, dem Klavier-Festival Ruhr, dem Rheingau Musik Festival sowie beim Beethovenfest Bonn. 2013 war der Pianist „„Artist in Residence““ beim „„Heidelberger Frühling“““ - ein Engagement, das ein Solo-Rezital, die Künstlerische Leitung der Kammermusik Akademie und das Abschlusskonzert mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen unter Roger Norrington umfasste. 2014 ist er als „Preisträger in Residence“ bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern eingeladen. Zu seinen Kammermusikpartnern zählen unter anderem Mischa Maisky, Lisa Batiashvili, François Leleux, Gautier und Renaud Capuçon, Valeriy Sokolov, Maxim Vengerov und Maximilian Hornung.

Seit 2003 ist Igor Levit Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes, seit 2005 wird er von der Stiftung „Villa Musica“ Rheinland-Pfalz unterstützt. Die Stiftung „„Independent Opera at Sadler’'s Wells““ stellt ihm für seine Proben zurzeit einen Steinway D-Flügel zur Verfügung.

2005 trat Igor Levit erstmals bei einem Konzert der Deutschen Stiftung Musikleben auf, ein Jahr später war er auf Vorschlag der Stiftung mit dem Tenor Simon Bode bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern zu Gast. 2007 gestaltete der Pianist zusammen mit weiteren Stipendiaten das Kammermusikfest der Deutschen Stiftung Musikleben an Bord von „MS Europa“ und spielte beim Konzert anlässlich des 45. Stiftungsjubiläums in Schloss Bellevue auf Einladung des Bundespräsidenten. Beim „„„Debüt 2009““ präsentierte die Stiftung Igor Levit als Solist mit dem NDR Sinfonieorchester unter der Leitung von John Axelrod in der Hamburger Laeiszhalle. 2012 erspielte er sich beim Wandelkonzert anlässlich des 50. Geburtstages der Stiftung im Rahmen der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern den WEMAG-Solistenpreis. Im Juni 2013 präsentierte ihn die Deutsche Stiftung Musikleben im Rahmen eines Kammermusikprojektes im Haus der Photographie in Hamburg.
Darüber hinaus zeichnete die Deutsche Stiftung Musikleben den Pianisten 2007 mit einem Carl-Heinz Illies-Förderstipendium aus, das ihm die Teilnahme an einer Audition von „„„„Young Concert Artists““ in New York ermöglichte. Ein Gerd Bucerius-Stipendium der Stiftung unterstützte ihn bei seinem Studium am Mozarteum.

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