Giesbrecht, Robin
Klavier

Robin Giesbrecht (*1993 in Lübbecke) begann sechsjährig das Klavierspiel in Amsterdam und wurde ab seinem achten Lebensjahr von Prof. Karl-Heinz Kämmerling unterrichtet. Mit nur zehn Jahren kam er in die Vorschule des Instituts zur Früh-Förderung musikalisch Hochbegabter (VIFF) an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover, an der er von 2005 bis 2011 Jungstudent war. Im selben Jahr nahm er das Klavierstudium an der Juilliard School in New York bei Prof. Jerome Lowenthal auf und seit September 2012 zusätzlich an der Columbia University. Von 2013 bis 2015 studierte er im Rahmen eines Vladimir-Horowitz-Stipendiums an der Juilliard School und schloss das Studium mit dem „Bachelor of Music with Scholastic Distinction“ ab. Im Herbst 2015 begann der junge Pianist sein Master-Studium an der renommierten Yale University in New Haven, USA. Weitere musikalische Impulse erhielt er von Professoren wie Alfred Brendel, Matti Raekallio, Lara Lev, Yoheved Kaplinsky und Richard Goode.

Schon mit sieben Jahren gewann Robin Giesbrecht einen 1. Preis beim internationalen Grotrian-Steinweg Klavierspiel-Wettbewerb in Braunschweig, bei dem er in den folgenden Jahren weitere 1. Preise errang. Beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ erspielte er sich mehrere Auszeichnungen: 2006 und 2009 wurde ihm, zusammen mit der Geigerin Verena Chen, ein 1. Preis in der Kategorie „Duo: Klavier und ein Streichinstrument“ verliehen, 2006 verbunden mit einem Sonderpreis der Deutschen Stiftung Musikleben. Im Mai 2008 erzielte der Pianist mit Höchstpunktzahl einen 1. Bundespreis in der Solo-Wertung und erhielt erneut einen Sonderpreis der Deutschen Stiftung Musikleben. Beim Internationalen Rotary-Wettbewerb in Lindau erspielte er sich 2009 einen 1. Preis, verbunden mit dem Beethoven-Sonderpreis, und 2010 den 2. Preis samt Publikumspreis.

Im Alter von zehn Jahren trat der junge Pianist das erste Mal mit dem Hannover Jugendorchester auf und gastierte mehrmals mit dem Szymanowski Quartet. 2006 spielte er bei einem Konzert auf Mozarts originalem Hammerklavier in Salzburg aus Anlass des 250. Geburtstagsjubiläums und eröffnete im Jahr darauf die Winterfestspiele in Bulgarien. Während der ARD-Themenwoche „Kinder sind Zukunft“ in Hamburg konzertierte er mit dem NDR Sinfonieorchester.

Der junge Pianist debütierte bereits bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, beim Schleswig-Holstein Musik Festival, beim Braunschweig Classix Festival, beim Klavier-Festival Ruhr, dem Internationalen Festival in Passau sowie in vielen Konzerthäusern der Welt wie der Essener Philharmonie, der Konzerthalle Peking, der Messehalle Davos, der Alice Tully Hall im New Yorker Lincoln Center, der Hamburger Laeiszhalle, der New Yorker Carnegie Hall und dem Wiener Saal. 2013 wurde Robin Giesbrecht von Steinway & Sons in den hochgeschätzten Kreis der „Steinway Artists“ aufgenommen.

Robin Giesbrecht wurde durch die Patenschaft eines Mitglieds des Hamburger Freundeskreises der Deutschen Stiftung Musikleben im Juli 2006 die Teilnahme an der Internationalen Sommerakademie am Mozarteum Salzburg ermöglicht. Zudem wurde er für das Schuljahr 2006/2007 durch diese Patenschaft mit einem Stipendium gefördert. Für das Studienjahr 2010/2011 erhielt er ein Carl-Heinz Illies-Förderstipendium für die Teilnahme an einem Meisterkurs bei Solomon Mikowsky im Rahmen des Internationalen Piano Festival 2010 in Paris.

Die Deutsche Stiftung Musikleben eröffnete ihm außerdem zahlreiche Auftrittsmöglichkeiten, so spielte er u.a. 2007 und 2012 auf Einladung des Bundespräsidenten in Schloss Bellevue bei Konzerten anlässlich des 45. bzw. 50. Stiftungsgeburtstages. Im Frühjahr 2013 gestaltete der Pianist gemeinsam mit weiteren Stipendiaten das Kammermusikfest der Stiftung an Bord von MS Europa. In den Studienjahren 2011/2012 und 2012/2013 wurde Robin Giesbrecht ein Gerd Bucerius-Stipendium zur Unterstützung seines Auslandsstudiums in New York zugesprochen. Dank einer Patenschaft der Hans und Stefan Bernbeck-Stiftung erhält Robin Giesbrecht seit September 2013 ein monatliches Stipendium der Deutschen Stiftung Musikleben.

www.robin-giesbrecht.com

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