Wilmsen, Viola
Oboe

Viola Wilmsen (*1985 in Bonn) studierte seit Oktober 2004 an der Musikhochschule Lübeck bei Prof. Diethelm Jonas und erhielt Dirigierunterricht bei Prof. Gerd Müller-Lorenz. Im Studienjahr 2008/09 studierte sie am Conservatoire National Supérieur de Musique et de Danse de Paris bei Prof. Jaques Tys und schloss mit Bestnote ab. Im Anschluß daran absolvierte die Oboistin ein Master-Studium bei Prof. Dominik Wollenweber an der Musikhochschule „„Hanns Eisler““ Berlin.

Beim Wettbewerb „„„Jugend musiziert““ war Viola Wilmsen als Oboistin, Trompeterin, Pianistin und in der Ensemblewertung als 1. Preisträgerin erfolgreich. 2002 gab sie ihr Debüt als Dirigentin in einem von ihr gegründeten Orchester und gewann in England mit Oboe und Klavier den 1. Preis beim Wettbewerb „„„Young Musician of the Year“““. 2004 erhielt die Oboistin den 1. Preis der Bonner Gesellschaft „“„„„Bürger für Beethoven“““, 2006 erspielte sie sich jeweils den 1. Preis beim Bläserwettbewerb der „Internationalen Stiftung Mozarteum“ in Salzburg und der „„„„Associazione Mozart Italia““““. Der Vorsitzende der Jury, Marcello Abbado, Bruder des Dirigenten Claudio Abbado, komponierte unmittelbar nach dem Wettbewerb vier „Viola-Phantasien“ für die Instrumente, mit denen sie schon erste Preise gewann –- Oboe, Trompete und Klavier -– und widmete sie ihr. Im Folgejahr erspielte sich Viola Wilmsen einen 1. Preis beim Internationalen „„„„Michal Spisak“““-Wettbewerb in Dabrowa Górnicza/Polen und den Publikumspreis beim „„„„Louis-Spohr“-Wettbewerb in Kassel. 2009 gewann sie als erste Frau und erste Deutsche den 1. Preis beim Internationalen Oboenwettbewerb der Sony Music Foundation in Japan. Die Deutsche Stiftung Musikleben zeichnete die Stipendiatin des Deutschen Musikwettbewerbs 2011 für ihre herausragenden Leistungen bei diesem Wettbewerb mit einem Jahresstipendium aus. Im September 2013 gewann sie mit ihrem Ensemble „„„„BerlinCounterpoint“ den Usedomer Musikpreis.

Ende 2002 gründete die Musikerin zusammen mit dem Pianisten Fabian Müller und dem Fagottisten Daniel Mohrmann das Trio Poulenc. Das Ensemble errang beim Bundeswettbewerb „„„„„Jugend musiziert““ 2003 einen 1. Preis mit der höchsten Punktzahl aller Ensembles aller Altersgruppen. Daraufhin wurde Viola Wilmsen in das Förderprogramm der Deutschen Stiftung Musikleben, der Jürgen Ponto-Stiftung und der Oscar und Vera Ritter-Stiftung aufgenommen. Das Trio konzertierte u.a. im Berliner Konzerthaus am Gendarmenmarkt, im Deutschen Nationaltheater Weimar, in der Kölner Philharmonie“, bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, dem Festival „The Next Generation II“ in Dortmund und beim Festival Internacional de Música de Cambra in Santa Cristina/Spanien.

Viola Wilmsen war u.a Solo-Oboistin des Bundesjugendorchesters, des „Sound Forum of Central Europe“ und des Moskauer „United Youth Orchestra of the Lands Participants of World War II“ unter Valery Gergiev. Sie konzertierte solistisch mit Klangkörpern wie der Klassischen Philharmonie Bonn, dem Münchener Kammerorchester, dem Haydn-Orchester Bozen und Trento, dem Kansai Philharmonic Orchestra und dem Astana Chamber Orchestra unter Dirigenten wie Riccardo Chailly, Andris Nelsons, Eiji Oue, Christoph Eschenbach und Marcus Bosch. Auch in der Berliner und Kölner Philharmonie, im Berliner Konzerthaus, in der Düsseldorfer Tonhalle, der Laeiszhalle Hamburg und der Ogha-Hall in Karuizawa/Japan war Viola Wilmsen bereits zu hören. Ihr Auftritt in der Basilika des Heiligen Franziskus in Assisi/Italien wurde vom Fernsehsender „Deutsche Welle“ aufgezeichnet. Des Weiteren hatte die Oboistin einen solistischen Auftritt bei NDR-Kultur „in der Reihe „„Start Junge Künstler Live““. Seit 2010 war sie Solo-Oboistin an der Deutschen Oper Berlin, zu Beginn der Saison 2012/2013 wechselte sie in die gleiche Position zum Deutschen Symphonie-Orchester Berlin.

Viola Wilmsen erhielt Stipendien der Ad Infinitum Foundation (Schweden), der Stiftung „Villa Musica“ Rheinland-Pfalz und von Yehudi Menuhin Live Music Now. Zudem war sie Stipendiatin des Deutschen Musikrats und wurde in die „Bundesauswahl „„Konzerte Junger Künstler“““ aufgenommen.

Auf Vorschlag der Deutschen Stiftung Musikleben gab Viola Wilmsen im Sommer 2010 ein Rezital beim Kultursommer Nordhessen, einem Kooperationspartner der Stiftung. Durch ein Stipendium der Deutschen Stiftung Musikleben war es ihrem Trio außerdem möglich, eine Komposition für diese außergewöhnliche Besetzung in Auftrag zu geben. „„Klar/Obskur““ von Benjamin Schweitzer wurde 2006 im Hamburger KörberForum uraufgeführt. Im gleichen Jahr gestaltete das Trio gemeinsam mit weiteren Stipendiaten das Kammermusikfest der Deutschen Stiftung Musikleben an Bord von MS Europa.

  • www.violawilmsen.de
  • zurück zur Solisten-Übersicht