Chen, Verena
Violine

Verena Chen (*1993 in Hamburg) wurde bereits mit elf Jahren als Jungstudentin am Institut zur Früh-Förderung musikalisch Hochbegabter (IFF) der Musikhochschule Hanno¬ver bei Prof. Ina Kertscher aufgenommen. Seit Oktober 2010 studiert die Geigerin bei Prof. Boris Garlitsky, zunächst an der Musikhochschule Hamburg; 2012 folgte sie ihrem Lehrer an das Conservatoire national supérieur de musique et de danse Paris um 2015 ihren Bachelor abzuschließen und nun den Master zu machen. Ihr Auslandsstudium wurde 2013/2014 durch ein Gerd Bucerius-Stipendium der Deutschen Stiftung Musikleben unterstützt. Meisterkurse bei Lewis Kaplan, Ana Chumachenco, Koichiro Harada, Donald Weilerstein und Prof. Thomas Brandis ergänzen ihre musikalische Ausbildung.

Verena Chen kann bereits zahlreiche nationale und internationale Wettbewerbserfolge vorweisen: Beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ erspielte sie sich 2006 und 2009 mit ihrem Klavierpartner Robin Giesbrecht in der Duo-Wertung einen 1. Bundespreis, 2006 verbunden mit einem Sonderpreis der Deutschen Stiftung Musikleben. 2007 folgte ein weiterer 1. Bundespreis in der Kategorie „Violine solo“. Für die beispielhafte Interpretation des Werkes eines lebenden Komponisten verlieh ihr die Deutsche Stiftung Musikleben zusätzlich den Hans Sikorski-Gedächtnispreis. 2013 erspielte sie sich einen Sonderpreis für die beste Interpretation einer Komposition eines zeitgenössischen Komponisten aus Litauen beim Internationalen „Jascha Heifetz“-Violinwettbewerb in Vilnius. 2015 war sie Semifinalistin beim Internationalen „Rodolfo Lipizer“ Violinwettbewerb.

2006 debütierte die Geigerin solistisch beim Braunschweig Classix Festival und konzertierte seitdem mit Klangkörpern wie dem Ensemble Resonanz, dem Bundesjugendorchester und den Hamburger Symphonikern. 2008 wurde sie zur Eröffnungsveranstaltung des Rheingau Musik Festivals eingeladen und reiste im Dezember auf Einladung des Goethe-Instituts für eine Konzert-Tournee nach Japan. Im März 2010 war sie mit dem Shanghai Philharmonic Orchestra in China zu hören. Verena Chen wurde vom Förderverein Jugend musiziert e.V. Hamburg, von der Oskar und Vera Ritter-Stiftung, von der Initiative Jugend-Kammermusik Hamburg und vom Rotary-Club gefördert. Seit 2012 ist sie Stipendiatin der Stiftung „Villa Musica“.

Die Deutsche Stiftung Musikleben präsentierte die junge Geigerin mehrfach bei Konzerten ihrer Reihe „Foyer Junger Künstler“, beispielsweise beim Sommerkonzert auf Sylt 2008. Zudem gastierte sie bei Veranstaltungen von Kooperationspartnern wie dem Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe im März 2010 oder im folgenden Jahr bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern. 2012 gestaltete sie zusammen mit weiteren Stipendiaten das Kammermusikfest der Stiftung auf MS Europa. Seit 2014 wird sie durch die Patenschaft eines Mitgliedes des Freundeskreises der Deutschen Stiftung Musikleben mit einem monatlichen Stipendium unterstützt.

Ihre erste Geige aus dem Deutschen Musikinstrumentenfonds erspielte sich Verena Chen bereits im Alter von 13 Jahren. Seit Februar 2014 spielt sie als mehrfache Preisträgerin des Wettbewerbs des Deutschen Musikinstrumentenfonds eine Violine von Giovanni Grancino, Mailand 1690, sowie einen Bogen von „Vatelot et Fils“, beides treuhänderische Eingaben aus Hamburger Familienbesitz.


Foto: DSM_David Ausserhofer

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