Coelho, Luiz Filipe
Violine

Luiz Filipe Coelho (*1984 in Sao Paulo/Brasilien) erhielt in seiner Heimatstadt seinen ersten Violinunterricht bei Prof. Elisa Fukuda. 2001 kam er nach Berlin, um an der Hochschule für Musik „„Hanns Eisler““ bei Prof. Ulf Wallin zu studieren. Von 2004 bis 2005 wurde der Geiger von Prof. Zakhar Bron an der Pitea Universität in Schweden unterrichtet. Anschließend wechselte er zu Prof. Guy Braunstein und Prof. Axel Gerhardt an die Universität der Künste Berlin, wo er 2008 sein Konzertexamen mit Auszeichnung abschloss. Meisterkurse bei Gidon Kremer, Salvatore Accardo, Boris Belkin, Andreas Röhn, Malcom Lowe und Boris Kuschnir runden seine musikalische Ausbildung ab.

Neben zahlreichen brasilianischen Wettbewerbserfolgen bekam Luiz Filipe Coelho 2002 beim Internationalen „Henri Marteau“-Wettbewerb eine Auszeichnung für die beste Mozart-Interpretation. 2003 erspielte er sich beim Internationalen „Tibor Varga“-Wettbewerb in der Schweiz einen 3. Preis sowie einen 1. Preis beim IV. „Gerhard Taschner“-Violinwettbewerb in Berlin.

Der junge Geiger trat bereits in vielen Ländern Europas und Südamerikas auf, so spielte er u.a. mit Dirigenten wie Kirk Trevor, Reinhardt Goebel und Yeruham Scharowsky. Sein Paris-Debüt im Louvre-Museum 2005 wurde live von Radio France übertragen. 2010 konzertierte der Geiger erstmals in Israel mit dem Jerusalem Symphony Orchestra. Kammermusikalisch arbeitete er mit Musikern wie András Schiff, Mitsuko Uchida Wilfried Strehle, Guy Braunstein oder Paul Rivinius zusammen und ist Mitglied im Ensemble Berlin. Im Studienjahr 2007/2008 war Luiz Filipe Coelho Stipendiat der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker und hatte dort in der Konzertsaison 2009/2010 eine Substitutenstelle. Seit 2012 ist er festes Mitglied der 1. Violinen. Auftrittsmöglichkeiten durch die Deutsche Stiftung Musikleben erhielt er 2007 bei einem Konzert der Reihe „„Foyer Junger Künstler““.

Als mehrfacher Preisträger des Wettbewerbs des Deutschen Musikinstrumentenfonds in der Deutschen Stiftung Musikleben spielte Luiz Filipe Coelho von 2007 bis 2015 eine Violine von Lorenzo Storioni, Cremona 1774, aus dem Besitz der Bundesrepublik Deutschland. Derzeit spielt er – im Rahmen eines Stiftungsprojekts, das es den Stipendiaten zum Ende der Förderung ermöglicht, verschiedene Instrumente zeitgenössischer Geigenbaumeister auszuprobieren - eine Violine von Stefan-Peter Greiner, Bonn 2000 "del Gesù", "Hannoversche Leben", aus dem Deutschen Musikinstrumentenfonds.

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