Küchler-Blessing, Sebastian
Orgel

Sebastian Küchler-Blessing (*1987 in Fribourg/Schweiz) wurde 2014, im Alter von 26 Jahren, als derzeit jüngster Domorganist Deutschlands an den Hohen Dom zu Essen berufen. Hier zeichnet er verantwortlich für die liturgische und außerliturgische Orgelmusik und ist künstlerischer Leiter des Internationalen Orgelzyklus’ am Essener Dom, der Orgelmeditationen sowie der Konzertreihe „Dimension Domorgel“, die er 2014 ins Leben rief und zu der er bereits mehrfach auch Stipendiaten der Stiftung einlud.

Seine musikalische Ausbildung erhielt er in Karlsruhe, Trossingen und Freiburg bei Sontraud Speidel (Klavier), Christoph Bossert, Martin Schmeding, Szigmond Szathmáry (Orgel), Otfried Büsing (Musiktheorie) und Karl Ludwig Kreutz (Improvisation). Weitere prägende Lehrer waren Hans Michael Beuerle und Manfred Schreier (Dirigieren). Im April 2014 legte er das Solistendiplom bei Martin Schmeding an der Hoch¬schule für Musik Freiburg mit Auszeichnung ab. Seit dem Wintersemester 2014/15 hat er einen Lehrauftrag für Orgel und liturgisches Orgelspiel/Improvisation an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf inne. Im Wintersemester 2015/16 übernahm er zudem einen Vertretungslehrauftrag in der Klasse von Prof. Martin Schmeding an der Hochschule für Musik Freiburg und hielt 2014/15 eine Masterclass an der Bischöflichen Kirchenmusikschule des Bistums Essen.

Nach 1. Bundespreisen mit Höchstpunktzahl und Sonderpreisen der Deutschen Stiftung Musikleben bei „Jugend musiziert“ gewann Sebastian Küchler-Blessing mit dem Leipziger Bachpreis, dem Mendelssohn-Preis und dem 1. Preis der Internationalen Orgelwoche Nürnberg einige der bedeutendsten Auszeichnungen der Musikszene. Darüber hinaus erhielt er als bislang einziger Organist den Publikumspreis der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern und den erstmals vergebenen Arthur-Waser-Preis des Luzerner Sinfonieorchesters, die höchstdotierte Auszeichnung des Schweizer Musiklebens. Von Publikum und Fachwelt hochgeschätzt als Improvisator und Kammermusiker, führt ihn seine Arbeit mit Musikern wie Claudio Abbado, Gustavo Dudamel, Hartmut Haenchen, Reinhold Friedrich und Wolfram Christ und Ensembles wie dem Windsbacher Knabenchor oder dem Luzerner Sinfonieorchester zusammen. Dabei ist er zu Gast bei Festivals wie der Bachwoche Ansbach, dem Rheingau Musik Festival, dem Bachfest Leipzig, dem Schleswig-Holstein Musik Festival und den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern. Zudem konzertiert er regelmäßig in den großen europäischen Kathedralen wie dem Kölner Dom, dem Aachener Dom oder der Kathedrale von Barcelona.

Er war Stipendiat der Jürgen Ponto-Stiftung und der Mozart-Gesellschaft Dortmund wurde bereits als Schüler in die Studienstiftung des Deutschen Volkes aufgenommen.

Die Deutsche Stiftung Musikleben fördert Sebastian Küchler-Blessing bereits seit dreizehn Jahren und präsentierte ihn vielfach bei Konzerten z. B. in der Blankeneser Kirche am Markt in Hamburg. Beim traditionellen Sommerkonzert der Stiftung in der St. Severin-Kirche auf Sylt ist er in diesem Jahr bereits zum elften Mal zu Gast. Dank einer Patenschaft der Hans und Stefan Bernbeck-Stiftung erhielt Sebastian Küchler-Blessing ein monatliches Stipendium der Deutschen Stiftung Musikleben.

  • www.sebastiankuechler-blessing.de
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