Schwabe, Gabriel Adriano
Violoncello

Gabriel Adriano Schwabe (*1988 in Berlin) begann 1997 mit dem Violoncello-Unterricht bei Krispin Simonett und wurde von 2000 bis 2008 von Catalin Ilea an der Universität der Künste in Berlin ausgebildet. Von 2008 bis 2013 war er Student von Frans Helmerson an der Kronberg Academy. Meisterkurse bei Heinrich Schiff, Janos Starker, David Geringas, Gary Hoffman und Gidon Kremer gaben ihm weitere wichtige Impulse.

Er ist Preisträger zahlreicher nationaler und internationaler Wettbewerbe, u.a. des Grand Prix Emanuel Feuermann 2006. 2007 gewann er den Preis des Deutschen Musikwettbewerbs, verbunden mit einem Stipendium der Deutschen Stiftung Musikleben. 2009 erhielt er beim Concours Rostropovitsch in Paris einen Sonderpreis für die beste Interpretation des Auftragswerkes „Invocation“ von Éric Tanguy. Im gleichen Jahr gewann er den renommierten Pierre Fournier Award in London.

Gabriel Schwabe debütierte bei bedeutenden Orchestern, darunter das Philharmonia Orchestra, das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin und die NDR Radiophilharmonie. Im August 2011 ging er mit dem Schleswig-Holstein Festival Orchester unter Albrecht Mayer auf Tournee. Im Frühjahr 2015 widmete der NDR ihm ein ausführliches Interpretenporträt als Solist mit dem NDR Chor unter Leitung von Philipp Ahmann. Als Kammermusiker konzertiert Gabriel Schwabe regelmäßig mit großen Interpreten wie Albrecht Mayer, Andreas Ottensamer, David Orlowsky, Christian Tetzlaff, Viviane Hagner, Tianwa Yang, Nils Mönkemeyer, Nicolas Altstaedt, Lars Vogt, Jonathan Gilad und Nicholas Rimmer. Bereits im September 2010 gab er sein Debüt in der Londoner Wigmore Hall. Weitere Recitals führten ihn u.a. ins Konzerthaus Berlin, die Alte Oper Frankfurt und den Sendesaal von Deutschlandfunk in Köln. 2015 gab er sein Debüt in der Berliner Philharmonie. Gabriel Schwabe ist regelmäßiger Gast bei Festivals wie dem Schleswig-Holstein Musik Festival, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, dem Jerusalem Chamber Music Festival und dem Internationalen Cello Festival in Kronberg. Er ist zudem Künstlerischer Leiter der Kammermusikreihe „Resonanzen“ im Stadtmuseum Siegburg, dem Geburtshaus Engelbert Humperdincks. Im Herbst 2015 erschien seine Debüt-CD, eine Einspielung der Cello-Sonaten von Johannes Brahms mit dem Pianisten Nicholas Rimmer, mitfinanziert über die Deutsche Stiftung Musikleben dank einer Patenschaft der Auxiliaris Stiftung.

Die Deutsche Stiftung Musikleben fördert Gabriel Schwabe seit 2006 mit Instrumentenleihgaben und Konzertauftritten, u.a. in Schloss Bellevue und der Hamburger Laeiszhalle. 2007 debütierte er auf Vorschlag der Stiftung bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern und wurde mit dem Solistenpreis ausgezeichnet. Dank der Patenschaft einer Stiftungsfreundin erhielt er 2013-2016 ein monatliches Stipendium. Als mehrfacher Preisträger des Wettbewerbs des Deutschen Musikinstrumentenfonds wurde Gabriel Schwabe seit 2006 ein Instrument leihweise zur Verfügung gestellt, bis 2015 ein Violoncello von Francesco Ruggeri, Cremona 1674, eine treuhänderische Eingabe der Jürgen und Monika Blankenburg-Stiftung. Derzeit spielt er ein in Italien gebautes Violoncello, Brescia, um 1600, eine großzügige Leihgabe aus Privatbesitz.

  • www.gabrielschwabe.com
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