Bode, Simon
Tenor

Simon Bode (*1984 in Hamburg) erhielt schon sehr früh seinen ersten Geigen- und Klavierunterricht. Mit 17 Jahren begann er sein Gesangsstudium, welches er im Juli 2010 bei Prof. Charlotte Lehmann an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover abschloss.

Er gewann Preise auf beiden Instrumenten, so etwa beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ und beim Steinway-Wettbewerb in Hamburg. Bereits 2002 ersang sich der junge Tenor einen 1. Preis beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ in der Kategorie „Gesang Solo“. In der gleichen Kategorie erhielt er beim Bundeswettbewerb 2005 die Höchstpunktzahl, bekam den renommierten Hans Sikorski-Gedächtnispreis der Deutschen Stiftung Musikleben für die beispielhafte Interpretation eines Werkes eines noch lebenden Komponisten und wurde in das Förderprogramm der Stiftung aufgenommen. Im selben Wettbewerbsjahr erhielt er zusätzlich den Sonderpreis der Walter Kaminsky-Stiftung, die ihn ebenfalls weiterhin als Stipendiat fördert. 2009 gewann Simon Bode gemeinsam mit dem Pianisten Nicholas Rimmer den 2. Preis des Internationalen Schubert Wettbewerbs in Dortmund. Der junge Sänger wurde mit dem Nachwuchspreis der Niedersächsischen Sparkassenstiftung und des Norddeutschen Rundfunks ausgezeichnet, erhielt Förderstipendien der Hans und Eugenia Jüttig-Stiftung sowie der Oscar und Vera Ritter-Stiftung und wurde lange von der Jürgen Ponto-Stiftung gefördert. Außerdem ist Simon Bode Stipendiat der Yehudi Menuhin-Stiftung „Live music now“ und der Studienstiftung des deutschen Volkes.

Simon Bode gibt regelmäßig Konzerte im In- und Ausland. So sang er u.a. beim Schwetzinger Mozartfest 2003 Arien aus Händels Oper „Alcina“ mit dem Philharmonischen Orchester Heidelberg. Liederabende gab Simon Bode beim internationalen Nachwuchsfestival „The Next Generation II“ in Dortmund, in der Münchner Philharmonie im Gasteig und auf Vorschlag der Deutschen Stiftung Musikleben bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern. Außerdem trat er schon mit der Bayerischen Kammerphilharmonie, der Hamburger Camerata, dem dänischen Sonderjylland Symphony Orchestra, der Philharmonie Merck und dem Landesorchester Schleswig-Holstein auf. Im Sommer 2010 sang er die italienische Erstaufführung von Salvatore Sciarrinos Oper „Luci mie traditrici“ beim „Cantiere internazionale d’arte“ in Montepulciano. Nachdem Simon Bode 2006 bei den „Festwochen Herrenhausen“ in der ersten Mozartoper zu hören war, übernimmt er inzwischen als Gast Rollen am Landestheater Schleswig-Holstein und an der Niedersächsischen Staatsoper Hannover. In der Spielzeit 2010/2011 ist der Tenor Mitglied des internationalen Opernstudios der Oper Frankfurt am Main. Im März 2011 debütierte er hier als Belmonte in der Wiederaufnahme von Christof Loy’s eindrucksvoller Inszenierung von Mozarts „Die Entführung aus dem Serail“.

Neben der Oper gehört seine große Liebe dem Lied und der Kammermusik. Zu seinen Kammermusikpartnern gehören neben den Pianisten Graham Johnson, Igor Levit und Nicholas Rimmer auch die Bajanistin Elsbeth Moser, die Cellistin Maria Kliegel und das Leibniz Trio, mit denen er viele Werke und Uraufführungen auch abseits des gängigen Konzertrepertoires realisiert. 2007 präsentierte die Deutsche Stiftung Musikleben Simon Bode beim Festkonzert auf Schloss Bellevue, zu dem der Bundespräsident anlässlich des 45-jährigen Bestehens der Stiftung eingeladen hatte. 2009 ging der Tenor mit der Stiftung an Bord von MS Europa und gestaltete das Kammermusikfest zusammen mit anderen Stipendiaten.

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