Bode, Simon
Tenor

Simon Bode (*1984 in Hamburg) erhielt bereits früh ersten Geigen- und Klavierunterricht. Mit 17 Jahren wechselte er zum Gesang und studierte bei Prof. Charlotte Lehmann an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover sowie bei Neil Semer in New York. Der junge Tenor ist Ensemblemitglied der Oper Frankfurt und an diesem Haus in zahlreichen Premieren und Wiederaufnahmen zu erleben. Unter anderem debütierte er hier in den großen lyrischen Mozartpartien Tamino, Don Ottavio und Belmonte, tritt aber ebenso in Uraufführungen, wie zuletzt in Peter Eötvös’ neuer Oper „Der goldene Drache“, in Erscheinung. Mehrfach wurde er, u.a. von der FAZ, für seine Rolleninterpretationen in der Jahresumfrage der Zeitschrift Opernwelt als Nachwuchssänger des Jahres nominiert.

Der junge Sänger ist Preisträger zahlreicher nationaler und internationaler Wettbewerbe und Stipendien, so ist er z.B. Preisträger des internationalen Schubert Wettbewerbs in Dortmund, erhielt von der Deutschen Stiftung Musikleben im Rahmen des Bundeswettbewerbs „Jugend musiziert“ 2005 den Hans Sikorski-Gedächtnispreis und war Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes und der Jürgen-Ponto-Stiftung. Gastspiele führten Simon Bode an verschiedene Häuser in Europa. So sang er bereits an der Norwegischen Nationaloper Oslo, der Opéra National de Bordeaux, dem Théatre des Champs-Élysées in Paris, den Staatstheatern in Hannover und Braunschweig und debütierte im Sommer 2015 erstmals bei den Bregenzer Festspielen. Er sang unter der Leitung von Dirigenten wie Kent Nagano, Andrew Manze, Andrea Marcon, HK Gruber, Peter Eötvös, Sebastian Weigle und mit renommierten Orchestern und Ensembles wie dem Ensemble Modern, Les Talens Lyriques, Irish Baroque Orchestra, Münchner Rundfunkorchester, der NDR-Radiophilharmonie und dem NDR Chor.

Ein großer Schwerpunkt seines Repertoires liegt im Konzert- und Liedfach. Einer seiner langjährigsten Klavierpartner ist Igor Levit, den die Deutsche Stiftung Musikleben 2005 gemeinsam mit Simon Bode entdeckte und ebenfalls seither förderte. Weitere regelmäßige Kammermusikpartner sind die Pianisten Graham Johnson und Nicholas Rimmer sowie die Bajanistin Elsbeth Moser, mit denen er auch viele Programme abseits des gängigen Konzertrepertoires realisiert. Simon Bode ist regelmäßig zu Gast bei den Festivals in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, dem Heidelberger Frühling, den Schlossfestspielen in Weilburg und Ludwigsburg und war kürzlich zum ersten Mal mit einem Solorecital in der Londoner Wigmore-Hall zu erleben. Zahlreiche Rundfunkaufnahmen und CD-Einspielungen dokumentieren seine Arbeit.

Die Deutsche Stiftung Musikleben präsentierte Simon Bode u.a. beim Festkonzert auf Schloss Belle¬vue, zu dem der Bundespräsident anlässlich des 45-jährigen Bestehens der Stiftung eingeladen hatte. 2007 und 2009 ging der junge Tenor mit der Stiftung an Bord von MS Europa und gestaltete das Kammermusikfest zusammen mit anderen Stipendiaten und auch beim Sommerkonzert auf Sylt war er 2006 und 2008 bereits zu erleben.

Foto: (c) kroeger-photography

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