Bode, Simon
Tenor

Simon Bode (*1984 in Hamburg) erhielt bereits früh ersten Geigen- und Klavierunterricht und erspielte sich Preise, u.a. beim internationalen Steinway Klavierspielwettbewerb. Mit 17 Jahren wechselte er zum Ge¬sang und studierte bei Prof. Charlotte Lehmann an der Hochschule für Musik und Theater Hannover sowie bei Neil Semer in New York. Der junge Tenor war bis Sommer 2016 Ensemblemitglied der Oper Frankfurt und an diesem Haus in zahlreichen Premieren und Wiederaufnahmen zu erleben. Unter anderem debütierte er hier in den großen lyrischen Mozart¬partien Tamino, Don Ottavio und Belmonte, trat aber ebenso in Uraufführungen, wie zuletzt in Peter Eötvös’ neuer Oper „Der goldene Drache“ in Erscheinung. In der Spielzeit 2017/2018 ist Simon Bode an der Staatsoper Hannover in Neuproduktionen als Tamino in Mozarts „Die Zauberflöte“ sowie in Rollendebuts als Wilhelm in Henzes „Der junge Lord“, Chevalier in Poulencs „Dialogues des Carmelites“ und Narraboth in Strauss‘ „Salome“ zu hören. Mehrfach wurde er, u. a. von der FAZ, für seine Rollen¬interpretationen in der Jahresumfrage der Zeitschrift Opernwelt als Nachwuchssänger des Jahres nominiert.

Der junge Sänger ist Preisträger zahlreicher nationaler und internationaler Wettbewerbe und Stipendien, so ist er z.B. Preisträger des Internationalen Schubert-Wettbewerbs in Dortmund, erhielt von der Deutschen Stiftung Musikleben im Rahmen des Bundeswett¬bewerbs „Jugend musiziert“ 2005 den Hans Sikorski-Gedächtnispreis und war Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes und der Jürgen Ponto-Stiftung. Gastspiele führten Simon Bode an verschiedene Häuser in Europa. Er sang bereits an der Norwegischen Nationaloper Oslo, der Opéra National de Bordeaux, dem Théatre des Champs-Élysées in Paris, dem Theater Basel und debütierte im Sommer 2015 erstmals bei den Bregenzer Festspielen. Der Tenor arbeitete mit Dirigenten wie Kent Nagano, Andrew Manze, Andrea Marcon, HK Gruber, Peter Eötvös, Sebastian Weigle und mit renommierten Orchestern und Ensembles wie dem Ensemble Modern, Les Talens Lyriques, dem Irish Baroque Orchestra, dem Münchner Rundfunkorchester, der NDR Radiophilharmonie und dem NDR Chor.

Ein großer Schwerpunkt seines Repertoires liegt im Konzert- und Liedfach. Einer seiner langjährigsten Klavierpartner ist Igor Levit, den die Stiftung 2005 gemeinsam mit Simon Bode entdeckte und ebenfalls seither förderte. Weitere regelmäßige Kammermusikpartner sind die Pianisten Graham Johnson und Nicholas Rimmer sowie die Bajanistin Elsbeth Moser. Simon Bode ist regelmäßig zu Gast bei den Festivals in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein, beim Kissinger Sommer, beim Heidelberger Frühling, den Schlossfestspielen Ludwigsburg und war in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal mit einem Solorecital in der Londoner Wigmore Hall zu erleben. Im Sommer dieses Jahres folgen seine Debuts bei den Internationalen Händel-Festspielen Göttingen und dem Rheingau Musik Festival.

Die Deutsche Stiftung Musikleben präsentierte Simon Bode 2007 u. a. beim Festkonzert auf Schloss Bellevue, zu dem Bundespräsident Horst Köhler anlässlich des 45-jährigen Bestehens der Stiftung eingeladen hatte. 2007 und 2009 ging der junge Tenor mit der Stiftung an Bord von MS Europa und gestaltete gemeinsam mit anderen Stipendiaten ein Kammermusikfest. 2016 wirkte beim traditionellen Sommerkonzert der Stiftung auf Sylt mit und war im Mai 2017 beim Festkonzert der Stiftung im neu eröffneten Pierre Boulez Saal in Berlin zu erleben.

Foto: (c) kroeger-photography

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