Przybyl, Madeleine
Viola
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Madeleine Przybyl (*1988 in Tettnang/Bodenseekreis) erhielt ihren ersten Bratschenunterricht mit fünf Jahren. Im Alter von 14 Jahren wurde sie als Jungstudentin in die Klasse von Prof. Gunter Teuffel an der Musikhochschule Stuttgart aufgenommen, wo sie nach ihrem Abitur im Wintersemester 2007 auch ihr Studium „Bachelor Viola“ begann. Meister- und Kammermusikkurse bei Kim Kashkashian, Volker Jacobsen, Hatto Beyerle, Barbara Westphal, Antoine Tamestit, Hariolf Schlichtig, Roland Glassl, Christoph Wyneken, Thomas Brandis, Ida Bieler Georg Faust, Peter Buck, Jörg-Wolfgang Jahn, Ulf Tischbirek, Krzysztof Penderecki, Brett Dean und Dem Scharoun-Ensemble Berlin ergänzen ihre musikalische Ausbildung.
Seit ihrem 7. Lebensjahr nahm Madeleine Przybyl regelmäßig und sehr erfolgreich mit Viola und Klavier am Wettbewerb „Jugend musiziert“ teil. Sie gewann zahlreiche Preise, darunter zwei erste Bundespreise im Fach Viola solo (2001 und 2004) und jeweils erste Bundespreise in den Wertungen Streichinstrument mit Klavier (2003), Klavierquartett (2004) und Streichquartett (2005). Anlässlich des ersten Bundespreises mit Höchstpunktezahl mit ihrem Streichquartett „animé“ erhielt sie den Eduard Söring-Preis 2005 der Deutschen Stiftung Musikleben und trat daraufhin als Solistin im Streichquartett mit den Bochumer Sinfonikern in den Konzerten „Marler Debüt“ und „Next“ in Bochum auf. Im gleichen Jahr gewann sie den 3. Preis beim Wettbewerb der Violagesellschaft Walter Witte in Frankfurt und erhielt den Europäischen Kulturpreis. Sie erspielte sich Sonderpreise der Sparkasse Bodensee, der Kunststiftung Baden-Württemberg und der Deutschen Stiftung Musikleben. Als Stipendiatin erhielt sie Leihinstrumente aus der Instrumentensammlung der Mannheimer Versicherung und aus der Landessammlung Baden-Württemberg. 2006 ehrte die Stadt Friedrichshafen sie mit dem Kulturförderpreis. 2008 wurde sie als Stipendiatin in die Stiftung Villa Musica aufgenommen und 2009 als Stipendiatin bei Live Music Now. Sie erspielte sich den 1. Preis beim Wettbewerb der Sparda-Bank 2009 im Rahmen der Weingartner Musiktage.
Neben zahlreichen Auftritten als Solistin mit Orchestern in der Heimatregion spielte sie auch 2004 als Solistin mit dem Stuttgarter Kammerorchester in der Stuttgarter Liederhalle. 2006 konzertierte sie im Eröffnungskonzert des „Endenicher Herbst“ im Bonner Schumannhaus, 2007 gab sie einen Soloabend im Rahmen der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern auf Schloss Groß Plasten, im Sommer 2008 trat sie im Rahmen des Zermatt Festival auf und 2009 als Solistin mit den Jenaer Philharmonikern und dem Südwestdeutschen Kammerorchester Pforzheim.
Madeleine Przybyl war Solobratschistin sowohl im Landesjugendorchester Baden-Württemberg als auch im Bundesjugendorchester und spielte im Gustav Mahler Jugendorchester unter Leitung von Herbert Blomstedt. In der Spielzeit 2008/2009 war sie Akademistin im Radio-Sinfonieorchester Stuttgart und hat seit 2009 einen Zeitvertrag als stellvertretende Solobratschistin im Staatsorchester Stuttgart. Zahlreiche Konzerttourneen führten sie bereits nach Italien, Polen, Ungarn, Japan, China und Venezuela.
Als Stipendiatin der Deutschen Stiftung Musikleben spielte Madeleine Przybyl von 2000 bis 2005 eine Leihgabe aus dem Deutschen Musikinstrumentenfonds, zuletzt eine Viola von Bernard Simon Fendt, London 1820. Derzeit spielt sie eine Viola von Kevin Gentges und Felix Scheit (Berlin) aus dem Jahr 2005.
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