Drescher, Simone
Violoncello

Simone Drescher (*1990 in Herdecke) wurde 2002 als Jungstudentin an der Musikhochschule Dortmund aufgenommen. 2009 begann sie ihr Studium bei Prof. Wolfgang E. Schmidt an der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar. 2014 wechselte sie an die Hochschule für Musik "Hanns Eisler" Berlin zu Prof. Troels Svane, um dort ihren Masterabschluss zu machen. Das Abschlusskonzert zum Konzertexamen war für April 2020 mit dem Konzerthausorchester Berlin im Konzerthaus geplant, musste jedoch aufgrund der Corona-Pandemie in Jahr 2021 verschoben werden. Neben dem Studium erhielt Simone Drescher weitere künstlerische Impulse durch Besuche von Meisterkursen bei Professoren wie David Geringas, Wolfgang Böttcher, Johannes Moser, Jens Peter Maintz sowie als Stipendiatin der Orchesterakademie der Staatskapelle Berlin unter Daniel Barenboim.

Mit Hilfe eines Gerd Bucerius-Stipendiums der Deutschen Stiftung Musikleben konnte Simone Drescher am Internationalen Isang Yun-Wettbewerb 2012 in Südkorea teilnehmen. 2013 wurde ihr ein Gerd Bucerius-Stipendium zuerkannt, das ihr die Teilnahme an einem Meisterkurs bei Natalia Gutman am Rencontres Internationales Musicales d’Enghien in Belgien ermöglichte.

Beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ gewann die Cellistin zahlreiche Preise mit Violoncello, Querflöte und Akkordeon. Gemeinsam mit ihrer Klavierpartnerin Olga Gollej war sie Stipendiatin des Deutschen Musikwettbewerbs 2012, in dessen Rahmen ihr auch ein Sonderpreis der Deutschen Stiftung Musikleben verliehen wurde. Beim Deutschen Musikwettbewerb 2013 erspielte sie sich ein Stipendium in der Solowertung, 2014 wurde sie beim Internationalen Grand Prix Emanuel Feuermann in Berlin für ihre herausragende Leistung mit einem Sonderpreis ausgezeichnet.

Als Solistin konzertierte Simone Drescher u.a. mit der Philharmonie Baden-Baden, dem Folkwang Kammerorchester Essen, der Sinfonietta Köln und dem Karlovy Vary Symphony Orchestra. Sie war zu Gast beim Jungen Europäischen Musikfestival in Esslingen und wurde 2014 und 2015 im Rahmen einer Kooperation der Deutschen Stiftung Musikleben mit dem Heidelberger Frühling als Stipendiatin der Kammermusik Akademie eingeladen.

Simone Drescher war bis 2014 Stipendiatin der Werner Richard - Dr. Carl Dörken Stiftung und erhielt von 2011 bis 2014 ein Yehudi Menuhin „Live Music Now“-Stipendium. Von 2009 bis 2018 war sie Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes. Seit sie 2012 den GWK-Förderpreis erhielt, wird sie von der Gesellschaft zur Förderung der Westfälischen Kulturarbeit e.V. unterstützt.

Die Deutsche Stiftung Musikleben präsentierte ihre Stipendiatin u. a. 2013 beim Sommerkonzert in St. Severin zu Keitum auf Sylt, 2012 und 2015 bei Kammermusikprojekten im Hamburger KörberForum sowie im Sommer 2015 in der Konzertreihe „Musikfest auf dem Lande“ des Schleswig-Holstein Musik Festivals. 2017 war sie beim ersten Benefizkonzert der Stiftung „So klingt die Zukunft!“ im Großen Saal der Elbphilharmonie zu erleben.

Seit 2004 stellt die Deutsche Stiftung Musikleben der mehrfachen Preisträgerin des Wettbewerbs des Deutschen Musikinstrumentenfonds ein Instrument zur Verfügung, seit Februar 2017 ist dies ein Violoncello von Giovanni Baptista Grancino, Mailand, um 1700, das die Stiftung dank einer großzügigen Spende der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung ankaufen konnte.

Foto: Andrej Grilc

www.simonedrescher.com

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