Weiß, Hellen
Violine

Hellen Weiß (*1988 in Hamburg) begann mit dem Geigenspiel im Alter von fünf Jahren bei Ichiko Fujise und setzte ihre Ausbildung bei Prof. Marianne Petersen und später bei Anna Brüning fort. Zusätzlich spielt sie seit ihrem fünften Lebensjahr Klavier und wurde von Larissa Lubartschuk ausgebildet. 2000 ging die Geigerin als Jungstudentin zu Prof. Nora Chastain an die Universität der Künste Berlin, bei der sie 2007 ihr Vollstudium aufnahm. Nach Abschluss ihres Vordiploms mit Auszeichnung wechselte sie 2009 zu Prof. Carolin Widmann an die Musikhochschule Leipzig. Derzeit setzt sie ihr Studium bei Rainer Kussmaul an der Musikhochschule Freiburg fort. Hellen Weiß war zudem Mitglied des Bianco-Quartetts, das von 2007 bis 2009 bei Eckart Runge (Artemis Quartett) an der Universität der Künste Berlin studierte. Internationale Meisterkurse bei Shmuel Ashkenasi, Prof. Thomas Brandis, Daniel Hope, Latica Honda-Rosenberg, Prof. Stephan Picard, Prof. Antje Weithaas, Are Sandbakken (Oslo String Quartet), Prof. Lars Tomter u.a. gaben ihr weitere musikalische Impulse.

Hellen Weiß ist mehrfache Preisträgerin des Wettbewerbs „„Jugend musiziert““, wo sie 2001 und 2004 in der Solowertung sowie 2002 mit ihrem Streichquartett mit 1. Bundespreisen ausgezeichnet wurde. Für die herausragende Leistung im Fach Streicher bekam das Quartett 2002 von der Deutschen Stiftung Musikleben den Eduard Söring-Preis zugesprochen. Darüber hinaus erzielte Hellen Weiß als Pianistin 2001 in der Kategorie „„„Duo: Klavier und ein Blasinstrument“““ einen 2. Bundespreis. Außerdem wurde sie zu einer Studioaufnahme des NDR eingeladen, erhielt ein Stipendium für einen achtwöchigen Aufenthalt im Interlochen Arts Camp 2002 in Michigan/USA und bekam als Sonderpreise den Preis der Hamburger Philharmoniker 2001 und 2002, den Klassik-Preis der Firma Trübger für Violine und Klavier sowie den Steinway-Preis für Klavier verliehen. Als Stipendiatin der Meadowmount School of Music besuchte die Geigerin 2003 einen siebenwöchigen Kurs der Schule und gewann mit ihrem Streichquartett den Ensemblewettbewerb. 2004 erspielte sie sich beim Internationalen Rundfunkwettbewerb „„„Concertino Praga““ den 1. Preis. Im selben Jahr gewann sie den „„„Arts for Music Prize“ der EMCY (European Union of Music Competitions for Youth).

Hellen Weiß trat bei internationalen Festivals wie den „Europäischen Wochen“ in Passau, dem Heidelberger Frühling und dem Oberstdorfer Musiksommer ebenso wie in der Konzertreihe „Teatime Classics“ in der Laeiszhalle Hamburg auf. Zudem wirkte sie im Kammermusikprojekt „Young Artists and Friends“ der Berliner Philharmoniker mit. Seit 2010 spielt sie als regelmäßige Aushilfe in dem Ensemble. Als Solistin konzertierte die Geigerin im In- und Ausland u.a. mit den Hamburger Symphonikern, dem Orchestra San Marco Pordenone, dem Collegium Musicum Basel und dem Swedish Radio Symphony Orchestra, ermöglicht durch Stipendien der Deutschen Stiftung Musikleben. Im Juni 2004 wurde sie vom Tschechischen Rundfunk eingeladen, ein Konzert mit dem Orchester im Rudolfinum in Prag zu geben, dem eine Tournee im Rahmen des Südböhmischen Festivals folgte. Im Bereich der zeitgenössischen Musik arbeitet Hellen Weiß mit Komponisten wie Dieter Schnebel, Juliane Klein, Charlotte Seither und Jörg Widmann zusammen. Mit ihrem Bianco Quartett konzertierte sie im In- und Ausland u.a. in der Konzertreihe „Podium Junger Künstler“ der Villa Musica und auf Vorschlag der Deutschen Stiftung Musikleben beim Schleswig-Holstein Musik Festival.

Die Musikerin war Stipendiatin der Oscar und Vera Ritter-Stiftung und wird seit 2006 von der Stiftung „Villa Musica“ sowie der Yehudi Menuhin Stiftung „Live Music Now“ unterstützt.

Seit 2004 ist Hellen Weiß mehrfache Preisträgerin des Wettbewerbs des Deutschen Musikinstrumentenfonds in der Deutschen Stiftung Musikleben. Derzeit spielt sie als Leihgabe eine Violine von Johannes Franziskus Pressenda, Turin 1883, aus dem Besitz der Bundesrepublik Deutschland.

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