Gerassimez, Wassily
Violoncello

Wassily Gerassimez (*1991 in Essen) erhielt im Alter von fünf Jahren seinen ersten Cellounterricht. Von 2002 bis 2006 war er Jungstudent an der Robert Schumann-Hochschule Düsseldorf in der Klasse von Prof. Gotthard Popp und wechselte dann zu Prof. Michael Sanderling an die HfMDK Frankfurt. Seit 2008 wird er von Prof. Peter Bruns an der HMT Leipzig unterrichtet, zunächst als Jungstudent, seit dem Wintersemester 2011/2012 im Vollstudium. Meisterkurse bei Professoren wie Gustav Rivinius und Dobrila Berkovic-Magdlenic ergänzen seine musikalische Ausbildung.

Der junge Musiker gewann bereits zahlreiche nationale und internationale Preise: 2002 erspielte er sich den 1. Preis beim Internationalen Violoncellowettbewerb in Liezen/Österreich und 2005 den 1. Preis beim 3. Internationalen Dotzauer-Wettbewerb in Dresden. Er war mehrfacher 1. Preisträger beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ in den Kategorien Kammermusik, Duo und in der Solowertung. 2004 wurde er für seine beispielhafte Interpretation zweier Stücke aus den „Zehn Präludien“ von Sofia Gubaidulina mit dem Hans Sikorski-Gedächtnispreis der Deutschen Stiftung Musikleben ausgezeichnet und 2010 erneut für seine herausragende Leistung mit einem 1. Bundespreis mit Höchstpunktzahl sowie einem weiteren Sonderpreis der Deutschen Stiftung Musikleben. 2012 wurde er im Duo mit seinem Bruder Nicolai mit dem Preis des Deutschen Musikwettbewerbs in der Kategorie „Duo Violoncello-Klavier“ ausgezeichnet, verbunden mit der Aufnahme in die 57. Bundesauswahl „Konzerte Junger Künstler“, und erhielt ein Jahresstipendium der Deutschen Stiftung Musikleben.

Solistisch trat er mit Orchestern wie der Neubrandenburger Philharmonie, den Bergischen Symphonikern und dem Universitätsorchester Leipzig auf. 2005 spielte er als Solist bei den Schwetzinger Festspielen mit der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz. Darüber hinaus war Wassily Gerassimez beim Schleswig-Holstein Musik Festival, bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, beim Zermatt Festival und beim Musikfestival „The Next Generation III“ in Dortmund zu Gast. 2009 debütierte er mit dem Konzerthausorchester Berlin und spielte 2010 zum 20. Jahrestag des Mauerfalls bei der feierlichen Eröffnung des Besucherzentrums der „Gedenkstätte Berliner Mauer“. 2014 erschien unter dem Label GENUIN seine Debüt-CD im Duo mit seinem Bruder Nicolai mit Werken für Violoncello und Klavier, darunter auch Eigenkompositionen.

Die Deutsche Stiftung Musikleben präsentierte ihren Stipendiaten auf zahlreichen Konzerten, u.a. 2007 anlässlich des 45. Stiftungsjubiläums auf Einladung des Bundespräsidenten in Schloss Bellevue, 2009 beim Blankeneser Kirchenkonzert in Hamburg und 2015 beim Kammermusikprojekt "Family Clash" in Kooperation mit NDR Kultur im Resonanzraum im Bunker Hamburg-St. Pauli. Dank einer großzügigen Spende eines Freundes der Stiftung erhielt der Cellist über mehrere Jahre ein monatliches Förderstipendium der Deutschen Stiftung Musikleben. Darüber hinaus wurde er von der Jürgen Ponto-Stiftung und der Werner Richard – Dr. Carl Dörken Stiftung unterstützt.

Als mehrfacher Preisträger des Wettbewerbs des Deutschen Musikinstrumentenfonds stellt ihm die Deutsche Stiftung Musikleben seit 2003 leihweise ein Instrument zur Verfügung, derzeit spielt er ein Violoncello von Georges Chanot, Paris um 1840, aus dem Besitz der Bundesrepublik Deutschland.

  • www.wassilygerassimez.com
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