Sachse, Pauline
Viola

Pauline Sachse (*1980 in Hamburg) erhielt ihren ersten Geigenunterricht 1988 bei Ingrid Schöller, bis sie 1992 zur Bratsche wechselte und von Marianne Petersen ausgebildet wurde. 1994 setzte sie ihren Bratschenunterricht bei Jaap Zeijl (stellvertretender Solobratschist des NDR) fort, bevor sie ihr Studium an der Musikhochschule Frankfurt bei Tabea Zimmermann aufnahm und ihr 2002 an die Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ nach Berlin folgte. 2003 studierte sie außerdem an der Yale University USA bei Jesse Livine und Peter Oundjian. Meisterkurse bei Gidon Kremer, Thomas Riebl (Mozarteum Salzburg), Tatjana Masurenko (Leipzig), Walter Küssner (Berliner Philharmoniker), Jürgen Kussmaul, Wolfram Christ, Hatto Beyerle, Hartmut Rohde und Jean Sulem vertieften ihre musikalische Ausbildung ebenso wie Kammermusikkurse beim Guarneri Quartett, bei Niklas Schmidt, Thomas Kakuska (Alban Berg Quartett), Lee Fiser (La Salle Quartett), Eberhard Feltz, Heime Müller (Artemis Quartett) und Peter Oundjian (Tokyo Quartett).

Pauline Sachse ist Preisträgerin zahlreicher Wettbewerbe. 1998 errang sie bei „Jugend musiziert“ einen 1. Bundespreis und wurde von der Deutschen Stiftung Musikleben mit dem Hans-Sikorski-Gedächtnispreis für die herausragende Interpretation eines Werkes eines lebenden Komponisten ausgezeichnet. 2002 gewann sie den 1. Preis beim Lenzewski-Wettbewerb in Frankfurt am Main und mit dem Athena Quartett einen 2. Preis beim internationalen Joseph-Joachim-Kammermusikwettbewerb.

Als Stipendiatin der Jütting-Stiftung gab sie Sonatenabende in Stendal und Hannover (2001), 2002 spielte sie in der Reihe „Musikdebüt“ des SWR Fernsehen. Pauline Sachse gab Violaabende im Konzerthaus Berlin, in der Alten Oper Frankfurt und unter der Leitung von Tabea Zimmermann im Holzhausenschlösschen Frankfurt. Es folgten 2005 unter anderem Sonatenabende in Paris, Berlin und Hamburg. Pauline Sachse nahm an Konzerten bei Festivals in Aix en Provence, in Blonay (Festival von S. Ozawa), am „Heidelberger Frühling“ und „Chamber Music connects the World“ in Kronberg teil. Als Solistin war sie mit den Magdeburger Philharmonikern, dem Preußischen Kammerorchester, dem Stader Kammerorchester, der Baden-Badener Philharmonie und dem Yale Chamber Orchestra zu hören. Auf CD spielte sie unter anderem „Drei Stücke für Viola“ von Detlev Glanert für den NDR Hamburg ein sowie eine Produktion beim SWR mit dem Athena Quartett.
Neben ihrer solistischen Tätigkeit ist Pauline Sachse begeisterte Kammer- und Orchestermusikerin. So war sie Mitglied im Bundesjugendorchester und spielte als Aushilfe beim Ensemble Modern, beim Radiosinfonie-Orchester Frankfurt a.M., bei den Berliner Philharmonikern sowie beim Mahler Chamber Orchestra. Seit 2002 ist sie Mitglied des Athena Quartetts und gab Kammermusikkonzerte mit Isabelle Faust, Tabea Zimmermann, Steven Isserlis, Christoph Richter, Dora Schwarzberg, Diemut Poppen, Gidon Kremer und Mitgliedern des Beaux Arts Trios.

Pauline Sachse spielte von 2004 bis 2005 eine Viola von Gianbattista Ceruti aus dem Deutschen Musikinstrumentenfonds in der Deutschen Stiftung Musikleben.

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