Lott, Maria-Elisabeth
Violine

Maria-Elisabeth Lott (*1987) begann im Alter von drei Jahren mit dem Violinspiel. Nach ersten Preisen beim Wettbewerb Jugend musiziert übernahm der russische Geiger Josef Rissin aus Karlsruhe die Ausbildung der damals vierjährigen Maria-Elisabeth. Klavierunterricht erhielt die junge Künstlerin seit 1992 zunächst bei Prof. Olga Rissin-Morenova und seit 2000 bei Prof. Sontraud Speidel. Im Alter von acht Jahren konnte sie sich nach erfolgreicher Aufnahmeprüfung mit Auszeichnung als eine der jüngsten Vorstudentinnen Deutschlands an der Staatlichen Hochschule für Musik Karlsruhe einschreiben.
Im Herbst 1995 wurde Maria-Elisabeth zum ersten Mal von einem Orchester, den Frankfurter Sinfonikern, zu Wolfgang Amadeus Mozarts Violinkonzert in G-Dur, begleitet. In den darauffolgenden Fernsehauftritten und Konzerten spielte sie 1996 Pablo de Sarasates „Zigeunerweisen“ und Edouard Lalos „Symphonie espagnole“ anlässlich der Muttertags- und Weihnachtskonzerte des Südwestfunk-Symphonieorchesters. 1998 spielte sie im neu eröffneten Festspielhaus Baden-Baden mit der Baden-Badener Philharmonie Wieniawskis „Scherzo tarantelle“. Im darauffolgenden Jahr im Alter von 10 Jahren musizierte Maria-Elisabeth mit der „Philharmonie der Nationen“ das Violinkonzert von P.I. Tschaikowsky. Maria-Elisabeth erhielt Live-Auftritte bei zahlreichen Rundfunk- und Fernsehsendern Europas wie der ARD, ZDF, RTL und bei 3Sat und dem SWR, dem BBC London, Schweizer Radio, der Niederländischen Rundfunkanstalt und von Sendern in den USA. 1998 präsentierte das ORF-Fernsehen Maria-Elisabeth als die Gewinnerin eines Wettbewerbs mit dem Ziel, die erste Person zu finden, welche die Jugendvioline von Wolfgang Amadeus Mozart spielen darf. Mit dieser Violine nahm Maria-Elisabeth gemeinsam mit dem Mozarteum-Orchester Salzburg und mit Sontraud Speidel am Hammerflügel 1999 bei EMI Classics ihre erste CD auf, mit Werken von Wolfgang Amadeus Mozart. Im Juli 2000 gab Maria-Elisabeth ihr US-Debüt mit dem Minnesota Orchestra unter der Leitung von Claus Peter Flor und dem Violinkonzert in G-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart. Im Herbst des gleichen Jahres war sie Solistin bei den Eröffnungskonzerten des Malaysian Philharmonic Orchestra mit Pagininis Violinkonzert No.1 unter John Nelson. Nach einem bravourösen Konzert mit der Radio-Philharmonie Hannover gab Maria-Elisabeth im November 2001 ihr Debüt in London mit dem London Philharmonic Orchestra in der Royal Festival Hall. Seitdem musiziert Maria-Elisabeth Lott erfolgreich für ein stets begeistertes Publikum weltweit mit namhaften Orchestern: Dallas Symphony Orchestra, Residentie Orkest der Niederlande, Staatsorchester Istanbul, Bergen Philharmonic Orchestra, Royal Scottish National Orchestra, Bournemouth Symphony Orchestra, Winterthur Musikkollegium u.a. Auf ihren umfangreichen Konzertreisen begegnete sie u.a. Cecilia Bartoli, Daniel Barenboim, Christoph Eschenbach, Jaap van Zweden, Andrew Litton, Thomas Hampson, Stephane Grappelli, Andrea Bocelli, Roman Herzog, Richard von Weizsäcker, Hannelore Kohl, dem schwedischen Königspaar, Sir Peter Ustinov, Marcel Reich-Ranicki, um einige zu nennen.

1998 wurde Maria-Elisabeth in Krakau von der Kulturfördergemeinschaft der Europäischen Wirtschaft der „Prix d’espoir“ verliehen. 2003 erhielt Maria-Elisabeth vom Kulturfonds Baden e.V. der „Musikförderpreis in Anerkennung ihrer außergewöhnlichen musikalischen Entwicklung und ihres außergewöhnlichen Erfolges.“ 2004 wurde ihr von der Lichtenberger Musikstiftung Herfried Apel der Lichtenberger Musikpreis 2004 überreicht. Zudem erspielte sich im gleichen Jahr einen 1. Bundespreis bei Jugend musiziert mit Höchstpunktzahl in der Wertung "Violine solo" und wurde für die herausragende Leistung im Fach Streicher mit dem Eduard-Söring-Preis der Deutschen Stiftung Musikleben ausgezeichnet.
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