Hagen, Kathrin ten
Violine

Kathrin ten Hagen (*1982 in Steinfurt) erhielt ihren ersten Violinunterricht im Alter von sechs Jahren bei Dorothea Horvath, später bei Midori Goto, der Konzertmeisterin des Symphonieorchesters Münster. Mit 15 Jahren wurde sie Schülerin von Prof. Igor Ozim in Köln, bevor sie 2002 ihr Vollstudium bei Prof. Antje Weithaas an der Universität der Künste Berlin aufnahm. Von 2004 bis 2006 studierte sie am Mozarteum in Salzburg bei Prof. Igor Ozim, wo sie ihren Bachelor of Arts mit Auszeichnung erhielt. Von 2007 bis 2009 absolvierte sie ihr Masterstudium bei Prof. Donald Weilerstein am New England Conservatorium in Boston, gefördert vom Gerd Buceruis-Stipendium der Deutschen Stiftung Musikleben. Zurzeit befindet sie sich dort im Studiengang Graduate Diploma und ist zudem seit 2009 Assistentin von Prof. Donald Weilerstein. Künstlerische Impulse gaben ihr internationale Meisterkurse u.a. bei Pierre Amoyal, Thomas Brandis, Zakhar Bron, Viktor Tretjakov, Wolfgang Marschner, Tibor Varga und Christian Tetzlaff.

Kathrin ten Hagen ist Preisträgerin zahlreicher nationaler und internationaler Wettbewerbe. So erspielte sie sich 1997 den 2. Preis und einen Sonderpreis für die beste Mozartinterpretation beim 6. Internationalen Yfrah-Neaman-Violinwettbewerb sowie den 2. Preis beim 4. Jakob-Stainer-Violinwettbewerb. 1998 wurde sie 1. Preisträgerin beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ in der Kategorie Violine solo. Beim Max-Rostal-Wettbewerb für Violine an der Universität der Künste Berlin wurde ihr 2002 der Förderpreis verliehen. Außerdem gewann sie den 1. Preis beim 12. Violinwettbewerb der Ibolyka-Gyarfas-Stiftung. Mit dem Mirabell-Quartett Salzburg erspielte sich die Stipendiatin der Ottilie-Selbach-Redslob-Stiftung im Mai 2005 den Preis des Raiffeisen-Klassik-Wettbewerbs in Salzburg und im September 2005 beim 4. Internationalen Marschner-Wettbewerb in der Kategorie „Violine“ einen weiteren 1. Preis. Im Juli 2006 war sie mit ihrem Pro-Arte-Streichquartett beim Internationalen Max Reger Wettbewerb für Kammermusik mit einem 2. Preis erfolgreich und gewann in der Solowertung den „Marteau-Preis“ für die hervorragende Interpretation eines Solowerkes von Reger. 2006 wurde sie in die Kammermusikstiftung Villa Musica aufgenommen. 2007 erspielte sie sich den 3. Preis beim Ruggiero-Ricci Violin-Wettbewerb sowie den 1. Preis und die Goldmedaille beim California International Young Artists Competition. 2009 folgte der 1. Preis beim Donald Portnoy International Violin Competition in Augusta/Georgia.

Ihr Debüt als Solistin gab Kathrin ten Hagen als 14-Jährige mit den Nürnberger Symphonikern unter Marc Andreae. Es folgten zahlreiche weitere Auftritte als Solistin mit Orchester, unter anderem mit dem Peter-Cornelius-Orchester der Stadt Mainz unter Johannes Rainer, den Jenaer Philharmonikern unter Gunter Kahlert und mit den Hamburger Symphonikern unter Klauspeter Seibel. Im April 2004 führte eine Tournee sie als Konzertmeisterin der Jungen Kammerphilharmonie Freiburg nach Argentinien. Bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern spielte sie 2006 auf Vorschlag der Deutschen Stiftung Musikleben in der Reihe „Junge Elite“.

Kathrin ten Hagen gibt Rezitale und Kammermusikabende im In- und Ausland, so z.B. im Berliner Festspielhaus, in der Laeiszhalle Hamburg, der Salzburger Residenz oder der Carnegie Hall. Außerdem nahm sie an den Holland International Music Sessions teil und gastierte bei namhaften Musikfestivals wie dem Beethoven-Festival, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, im italienischen Sutri, dem Yellow Barn Festival in den USA und der International Academy of Music im italienischen Castelnuovo di Garfagnana. Sie ist Mitglied des Sinus-Quartetts Berlin, mit dem sie am 1. Zermatt-Festival in der Schweiz teilgenommen hat.

Bereits seit 2001 stellt die Deutsche Stiftung Musikleben Kathrin ten Hagen eine Violine zur Verfügung. Als mehrfache Preisträgerin des Wettbewerbs des Deutschen Musikinstrumentenfonds spielt sie derzeit eine Violine von Andreas Guarnerius, Cremona 1663, eine treuhänderische Eingabe aus Hamburger Familienbesitz.

www.kathrintenhagen.de

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