Trautmann, Clemens
Klarinette

Clemens Trautmann (*1977 in Braunschweig) wurde an der Musikhochschule Lübeck bei Prof. Sabine Meyer und Prof. Reiner Wehle ausgebildet, zuletzt im Studiengang Konzertexamen. Von 1999 bis 2001 studierte er mit dem Gerd Bucerius-Stipendium der Deutschen Stiftung Musikleben an der Juilliard School New York bei Charles Neidich und erwarb dort den Master of Music.

Er ist 1. Bundespreisträger bei „Jugend musiziert“ und erhielt 1995 den Hans Sikorski-Gedächtnispreis der Deutschen Stiftung Musikleben für die herausragende Interpretation des Werkes eines lebenden Komponisten. 1998 gewann er den Förderpreis des Schleswig-Holstein Musik Festivals und erspielte sich 2000 beim Deutschen Musikwettbewerb ein Stipendium und einen Sonderpreis der Deutschen Stiftung Musikleben. 2002 erhielt er den Förderpreis des Possehl-Musikwettbewerbs. Daneben war er Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes.

Clemens hat bereits weltweit konzertiert, u.a. bei den Weltausstellungen in Lissabon und Hannover, in der Hamburger Musikhalle, der Berliner Philharmonie und dem Konzerthaus Berlin, dem Leipziger Gewandhaus, dem Münchener Gasteig, dem Brüsseler Concert Noble und dem Lincoln Center New York. Auch bei Konzerten der Deutschen Stiftung Musikleben war er mehrfach zu hören. So spielte er u.a. bei den Festkonzerten 1997, 2002 und 2007 auf Schloss Bellevue, zu denen der Bundespräsident als Schirmherr der Stiftung eingeladen hatte.

Als Solist arbeitete der junge Klarinettist mit verschiedenen Orchestern und Dirigenten zusammen, darunter der Polnischen Kammerphilharmonie, dem Orchester der Jeunesses Musicales sowie den Lübecker und Heidelberger Philharmonikern, und trat beim Rheingau Musik Festival, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, den Europäischen Wochen Passau, den Weilburger Schlosskonzerten, dem Kissinger Sommer, dem Europäischen Klassikfestival Ruhr, Concerto Pomerania Polen und dem Focus Festival New York auf.

Kammermusikalisch wirkte Clemens unter anderem mit dem Mandelring Quartett, dem Klenke Quartett, dem Panocha Quartett Prag und dem Chiara Quartet New York zusammen. Er widmet sich auch der Neuen Musik und brachte Kammermusikwerke von Manfred Trojahn, Sven-Ingo Koch und Akira Nishimura zur Uraufführung. Gemeinsam mit dem Cellisten Sebastian Klinger und dem Pianisten Jacob Leuschner bildet er das „Feuerbach Trio“, das im Rahmen der Bundesauswahl „Konzerte Junger Künstler“ 2003/2004 rund dreißig Konzerte gestaltete und unter anderem ins Bonner Beethovenhaus, zu den Internationalen Wolfegger Konzerten und zu der Konzertreihe „Debüt im Deutschlandradio“ in der Berliner Philharmonie eingeladen wurde.

Clemens Trautmann ist nicht nur als Klarinettist hervorgetreten: Er erreichte 1. Preise bei den Wettbewerben „Jugend forscht“ und „Alte Sprachen“, publizierte Essays und Kritiken und hielt musikwissenschaftliche Vorträge. Neben seiner Konzerttätigkeit promoviert er derzeit in Rechtswissenschaften an der Universität Hamburg und arbeitet als wissenschaftlicher Assistent am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht in Hamburg.

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