Janke, Andreas
Violine

Andreas Janke (*1983 in Dachau) stammt aus einer deutsch-japanischen Musikerfamilie und begann bereits im Alter von drei Jahren Geige zu spielen. Seine ersten Lehrer waren Jorge Sutil und Lorenz Nasturica. Nach Studien bei Prof. Ingolf Turban an der Musikhochschule Stuttgart und bei Prof. Christiane Hutcap an der Musikhochschule Rostock wechselte er im April 2002 in die Klasse von Prof. Igor Ozim ans Mozarteum Salzburg. 2007 schloss er dort sein Bakkalaureatsstudium mit Auszeichnung ab. Er erhielt zudem Kammermusikunterricht beim Hagen-Quartett. Weitere musikalische Impulse bekam der junge Geiger durch die Teilnahme an zahlreichen Meisterkursen unter anderem bei Yfrah Neaman, Wolfgang Marschner, Ana Chumachenco, Stefan Gheorghiu und Igor Oistrakh.

Nach mehreren ersten Bundespreisen bei „Jugend musiziert“ ging er auch bei zahlreichen bedeutenden internationalen Wettbewerben als Preisträger hervor. so gewann er u.a. beim Internationalen Musikwettbewerb „Prager Frühling“ den 3. Preis (2003), beim Internationalen Spohr-Wettbewerb in Freiburg den 2. Preis sowie einen Sonderpreis für die beste Interpretation einer Solosonate von Bach (2003), beim Internationalen Musikwettbewerb in Sendai/Japan den 4. Preis (2004), beim Internationalen Benjamin Britten Wettbewerb in London den 3. Preis (2004), beim Internationalen Premio Rodolpho Lipizer in Gorizia/Italien den 2. Preis sowie einen Sonderpreis für die beste Interpretation einer Solosonate von Bach (2004) sowie beim Fritz Kreisler Wettbewerb (2005) und Königin Elisabeth Wettbewerb in Brüssel (2005).

Seit seinem Debüt mit den Münchner Philharmonikern im Alter von 11 Jahren konzertiert Andreas Janke weltweit als Solist und Kammermusiker. So arbeitete er unter anderem als Solist mit berühmten Orchestern wie dem Royal Philharmonic Orchestra, der Staatskapelle Weimar, dem Belgischen Nationalorchester, dem Münchener Kammerorchester, dem Radio-Symphonieorchester Prag, dem European Festival Orchestra und der Academy of St. Martin in the Fields. Im August 2004 feierte er sein Debüt in der Londoner Barbican Hall mit dem London Symphony Orchestra unter der Leitung von Sir Andrew Davis. Seine Konzerte führten ihn in große Säle wie die Philharmonie München, den Palais des Beaux Arts Brüssel, das Mozarteum Salzburg oder das Konzerthaus Wien. Von November 2006 bis August 2008 war er 2. Konzertmeister des Tonhalle-Orchesters Zürich als damals jüngstes Mitglied. Seit September 2008 ist er erster Konzertmeister bei dem Orchester unter der Leitung von Chefdirigent David Zinman.

Der Stipendiat der Deutschen Stiftung Musikleben wurde von 2001 bis 2006 von der Studienstiftung des Deutschen Volkes gefördert.

2002 wurde Andreas Janke in das Förderprogramm der Deutschen Stiftung Musikleben aufgenommen, als er sich erstmals beim Wettbewerb des Deutschen Musikinstrumentenfonds ein Instrument erspielte. Es folgten zahlreiche Konzertauftritte in der Stiftungsreihe „Foyer Junger Künstler“. Ebenso präsentierte das Schleswig-Holstein Musik Festival Andreas Janke 2005 auf Vorschlag der Stiftung bei einem „Musikfest auf dem Lande“. Von 2003 bis 2010 spielte Andreas Janke eine Violine von Antonio Stradivari, Helvetica, Cremona 1686, eine treuhänderische Eingabe aus Privatbesitz in den Deutschen Musikinstrumentenfonds.

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