Hehn, Annette von
Violine

Annette von Hehn (*1978 in Kiel) erhielt ihren ersten Violinunterricht im Alter von vier Jahren bei Uwe Schümann, später bei Katharina Apostolidis. 1989 wurde sie an der Musikhochschule Lübeck in die Vorschule der Violinklasse von Prof. Petru Munteanu aufgenommen. Von 1996 bis 2000 studierte sie an der Juilliard School in New York bei Dorothy DeLay sowie Itzak Perlman und schloss das Studium mit dem Titel „Bachelor of Music“ ab. Nach ihrem Abschluss ging sie nach Berlin, wo sie in der Soloklasse von Prof. Ilan Gronich ein Aufbaustudium absolvierte und dieses 2003 mit Auszeichnung beendete. Von 2001 bis 2003 war sie Stipendiatin in der Orchesterakademie des Berliner Philharmonischen Orchesters. Meisterkurse bei Ida Haendel, Igor Oistrach, Rainer Kussmaul und Kolja Blacher ergänzen ihre künstlerische Ausbildung.

Im Jahre 2001 gewann Annette von Hehn den internationalen Musikwettbewerb der ARD im Fach Violine. Darüber hinaus erzielte sie u.a. den 2. Preis beim Wieniawski-Wettbewerb in Lublin/Polen und war Semifinalistin beim Internationalen Carl-Nielsen-Wettbewerb sowie Preisträgerin bei den Artists International Auditions in New York. Von der Carl Flesch-Akademie erhielt Annette von Hehn im Jahre 2000 den Bach-Preis. Ein Jahr später wurde sie von der Brüder-Busch-Gesellschaft mit dem Brüder-Busch-Preis geehrt. Im Mai 2002 verlieh ihr die Europäische Kulturstiftung „Pro Europa“ den Europäischen Förderpreis. Seit 2003 bildet sie gemeinsam mit Stefan Heinemeyer (Violoncello) und Thomas Hoppe (Klavier) das ATOS Trio, das zuletzt beim Internationalen Wettbewerb „Franz Schubert und die Musik der Moderne“ in Graz im Februar 2006 den 1. Preis und den Sonderpreis für die beste Interpretation eines Werkes von Schubert gewann. Im Juli 2007 wurde das ATOS Trio mit dem 1. Preis und dem Publikumspreis beim Melbourne International Chamber Music Competition ausgezeichnet.

Zahlreiche Konzerte sowohl als Solistin mit Orchester wie auch mit Solorepertoire führten Annette von Hehn nach Europa und Übersee, unter anderem nach New York in die Carnegie Hall/Weill Recital Hall und in die Alice Tully Hall, nach Israel, und nach Argentinien, wo sie im April 2004 in Buenos Aires mit dem Violinkonzert von Ludwig van Beethoven ihr gefeiertes Debut im ausverkauften Teatro Colón gab. In Europa trat sie unter anderem in der Berliner Philharmonie und im Konzerthaus am Gendarmenmarkt, beim Rheingau-Musikfestival, bei den Schwetzinger Festspielen und in der Münchner Residenz auf. Im September 2002 konzertierte sie mit dem Pianisten Valery Afanassiev im Rahmen des Bozener Busoni-Festivals. Lehrverpflichtungen in den USA beim Aspen Music Festival und an der New Yorker Juilliard School runden die weitgespannte Tätigkeit der Geigerin ab.

Annette von Hehn war seit 1999 Preisträgerin des Wettbewerbs des Deutschen Musikinstrumentenfonds in der Deutschen Stiftung Musikleben. Bis 2008 spielte sie eine Violine von J.B. Rogeri, Brescia, aus dem Besitz der Bundesrepublik Deutschland.

zurück zur Solisten-Übersicht