Hagner, Viviane
Violine

Die in München geborene Geigerin Viviane Hagner erntet höchste Anerkennung für ihre künstlerische Gestaltungskraft und musikalische Intelligenz. Kritiker loben ihr „ausgewogenes und überragend sicheres Spiel“ (The Times), einen „Violinabend, bei dem es einem heiß und kalt über den Rücken läuft, eine technische und künstlerische Darstellung von geradezu beängstigender Meisterschaft“ (Washington Post). Die Berliner Morgenpost schreibt: „Viviane Hagner Geige spielen zu hören, ist ein bezauberndes Erlebnis... sie ist eine sorgsame und gleichzeitig brillante Geigerin. Ihr Spiel versteht Nachdenklichkeit und Leuchtkraft aufs eindringlichste zu mischen“.

Bereits ein Jahr nach ihrem internationalen Debut im Alter von 12 Jahren trat sie in Tel Aviv beim legendären „Joint Concert“ des Israel Philharmonic und des Berliner Philharmonischen Orchesters unter der Leitung von Zubin Mehta auf. Seither ist sie mit den großen Orchestern der Welt aufgetreten, darunter den Berliner Philharmonikern, der Staatskapelle Berlin, den Tschechischen Philharmonikern, dem Bayerischen Staatsopernorchester und dem Chicago Symphony Orchestra und musizierte mit Dirigenten wie Claudio Abbado, Vladimir Ashkenazy, Daniel Barenboim und Christoph Eschenbach. Highlights der letzten Zeit waren unter anderem das Doppelkonzert von Brahms mit Yo-Yo Ma und dem kanadischen National Arts Center Orchestra, die „Sinfonia concertante“ von Mozart mit Pinchas Zukerman und dem Pittsburgh Symphony Orchestra sowie Recitals in New York, Washington und Boston.

Sie widmet ihre Virtuosität der Interpretation des zentralen Konzertrepertoires, tritt aber auch unbeirrt für zeitgenössische, vernachlässigte oder unentdeckte Musik ein. Sie schätzt die Werke der Komponisten Karl Amadeus Hartmann, Karl Goldmark und Krzysztof Penderecki. Im Jahr 2002 spielte sie die Uraufführung des Violinkonzertes von Unsuk Chin mit dem DSO Berlin unter Kent Nagano und machte anschließend das Werk in den USA bekannt. Nach der Uraufführung des Violinkonzertes von Simon Holt mit dem BBC Symphony Orchestra unter Jonathan Nott im Februar 2006 schrieb die Sunday Times, „sie erfasste die Seele der Musik“. In der Saison 2007/08 gab sie ihr Debut bei den New Yorker Philharmonikern unter Lorin Maazel und war „Künstlerin in Residence“ des Konzerthauses Berlin.

Als engagierte Kammermusikerin trat sie bei renommierten internationalen Festivals auf, darunter in Schleswig-Holstein, bei den Salzburger Osterfestspielen, sowie beim Marlboro- und beim Ravinia-Festival. Zusammen mit dem Pianisten Markus Groh spielte sie im Concertgebouw Amsterdam und konzertierte in Barcelona und Tokyo. Auf ihrer Debut-CD für EMI Classics präsentiert sie mit ihrer Schwester, der Pianistin Nicole Hagner, Werke von Beethoven, Saint-Saens und Schubert.

Die Deutsche Stiftung Musikleben begleitet Viviane Hagner auf ihrem künstlerischen Weg, seit sie sich 1996 das erste Mal beim Wettbewerb des Deutschen Musikinstrumentenfonds vorstellte und eine Violine von Andrea Guarneri, Cremona 1663, als Leihgabe erhielt. Gemeinsam mit ihrer Schwester, der Pianistin Nicole Hagner, war die passionierte Kammermusikerin von da an in zahlreichen Konzerten der Stiftung zu hören. Mit Hilfe des Gerd Bucerius-Stipendiums der Deutschen Stiftung Musikleben absolvierte Viviane Hagner von 1999 bis 2001 das “Performance Program” bei Pinchas Zukerman und Patinka Kopec an der Manhattan School of Music in New York.

Viviane Hagner spielt die „Sasserno“ Stradivarius aus dem Jahr 1717, eine großzügige Leihgabe der Nippon Music Foundation. Sie ist Preisträgerin des Burletti Buitoni Trust Awards 2004.

  • www.vivianehagner.de
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