Pogostkina, Alina
Violine

Alina Pogostkina (*1983 in St. Petersburg) begann im Alter von vier Jahren mit dem Geigenspiel und wurde zunächst von ihrem Vater Prof. Alexander Pogostkina unterrichtet. 1996 wechselte sie für ein Jahr zu Prof. Ruggiero Ricci an das Mozarteum Salzburg. Zum Sommersemester 2003 nahm sie ihr Studium bei Prof. Christoph Poppen an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin auf. Seit dem Sommersemester 2004 studiert sie dort in der Klasse von Prof. Antje Weithaas. Meisterkurse u.a. bei Tibor Varga, Ruggiero Ricci, Dimitri Sitkovetzky und Dorothy DeLay ergänzen ihren künstlerischen Werdegang.

Zu den bisherigen Höhepunkten ihrer jungen Karriere zählt ein 1. Preis beim 7. Internationalen Louis-Spohr-Wettbewerb in Freiburg (1997), wo sie als damals Dreizehnjährige zusätzlich einen Sonderpreis als jüngste Teilnehmerin erhielt. Beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ erspielte sie sich 1998 einen 1. Bundespreis. 1999 wurde sie mit dem „Prix de l’espoire“ der Kulturfördergemeinschaft der Europäischen Wirtschaft ausgezeichnet und ging außerdem als Preisträgerin der Violinwett-bewerbe „Tibor Varga“ in Sion/Schweiz und „Jacques Thibaud“ in Paris hervor. Zudem zählte sie zu den Preisträgern beim Internationalen Wettbewerb „Concours Reine Elisabeth“ in Brüssel (2001) und beim Internationalen Violinwettbewerb in Indianapolis (2002). Diese Teilnahme wurde ihr durch das Gerd Bucerius-Stipendium der Deutschen Stiftung Musikleben ermöglicht. Im Dezember 2005 gewann sie als erste Deutsche den 1. Preis beim 9. Internationalen Jean Sibelius-Violinwettbewerb in Helsinki.

Alina Pogostkina gastierte bei renommierten Musikfestivals wie den Mozart-Festivals in Schwetzingen und Würzburg, dem Aspen Musikfestival und den Festspielen in Dresden, Lockenhaus und Salzburg, wo sie gemeinsam mit Gidon Kremer spielte. Als Solistin trat sie bereits in der Berliner Philharmonie und im Louvre in Paris auf und konzertierte in vielen europäischen Städten mit Orchestern wie dem Russischen, Belgischen und Chinesischen National-Orchester, dem Nederlands Philharmonisch Orkest, dem Mozarteum-Orchester Salzburg, dem SWR-Orchester Stuttgart, den Bamberger Symphonikern, den Prager Symphonikern, dem Helsinki Philharmonic Orchestra, dem BBC Scottish Symphony Orchestra und dem Orchester der Komischen Oper Berlin. Dabei spielte sie unter der Leitung namhafter Dirigenten wie Christoph Eschenbach, Mikhail Pletnev, Gennady Roshdestvensky, Sir Roger Norrington, Gilbert Varga, Marek Janowski, Jukka-Pekka Saraste, Michael Sanderling, John Storgards, Robin Ticciati und Michael Stern.

Alina Pogostkina ist mehrfache Preisträgerin des Wettbewerbs des Deutschen Musikinstrumentenfonds und erhielt 1998 erstmals eine Leihgabe der Deutschen Stiftung Musikleben. Zuletzt spielte sie auf einer Violine von Antonio Stradivari, Cremona 1709, einer treuhänderischen Eingabe aus Hamburger Familienbesitz. Darüber hinaus wurde sie mit zahlreichen Auftrittsmöglichkeiten gefördert. So spielte Alina Pogostkina auf Vorschlag der Deutschen Stiftung Musikleben unter anderem beim Schleswig-Holstein Musik Festival und bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern.

  • www.alinapogostkina.de
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