Tanja Becker-Bender
Violine

Tanja Becker-Bender, 1978 in Stuttgart geboren, ist seit 1996 Stipendiatin der Deutschen Stiftung Musikleben. Sie wirkte bei zahlreichen Stiftungskonzerten mit.

Wihelm Melcher war ihr Lehrer als Jungstudentin an der Musikhochschule Stuttgart. Nach dem Abitur setzte sie ihre Ausbildung bei David Takeno an der Guildhall School in London und bei Günter Pichler an der Musikhochschule Wien fort, wo sie 2000 ihr Diplom mit Auszeichnung ablegte. Im Anschluss daran ging sie als Stipendiatin des DAAD und des Gerd-Bucerius-Förderstipendiums der ZEIT-Stiftung in der Deutschen Stiftung Musikleben an die Juilliard School in New York und erwarb bei Robert Mann den "Master of Music". Seit Herbst 2002 setzt sie dort als einzige Geigerin ihr solistisches Studium im renommierten Artist Diploma Programm fort – ermöglicht durch eine Patenschaft aus dem Hamburger Freundeskreis der Stiftung.

Als Solistin debütierte Tanja Becker-Bender im Alter von elf Jahren bei den Salzburger Schlossfestspielen und konzertierte seitdem mit vielen anerkannten Orchestern – so etwa mit den Berliner Sinfonikern, dem Louisiana Philharmonic Orchestra, dem Singapore Symphony Orchestra, dem Tokyo Philharmonic Orchestra und dem Jerusa-lem Symphony Orchestra. Als Kammermusikerin spielte sie unter anderem zusammen mit Gidon Kremer, Yuri Bashmet und Boris Pergamenschikow.

Recitals führten die junge Geigerin in viele Metropolen der Welt. Im Konzerthaus des Musikvereins Wien, im Palais des Beaux Arts (Brüssel), in der Henry Crown Hall (Jerusalem), der Bunkamura Orchard Hall (Tokio) und im Lincoln Center (New York) stand sie bereits auf dem Podium. Im Sommer 2002 führte sie eine Tournee-Reise als Solistin durch Südamerika. In der Saison 2002/03 gab sie u. a. Konzerte mit dem Stuttgarter Kammerorchester und der Philharmonie Georges Enescu Bukarest; zudem war sie beim Chautauqua Festival in den USA und dem Rheingau Musikfestival zu hören. Für die kommende Saison stehen Konzerte mit der Bayerischen Kammerphilharmonie auf dem Programm, außerdem Tourneen mit den Dresdner Kapellsolisten und dem Mozarteum-Orchester Salzburg.

Tanja Becker-Bender ist Preisträgerin zahlreicher internationaler Wettbewerbe. 1998 gewann sie die höchste Auszeichnung im "Concours International d’Exécution Musicale" in Genf. Zuletzt wurde sie beim Internationalen Violinwettbewerb "Premio Nicolò Paganini" in Genua/Italien 2001 mit dem Sonderpreis für die beste Interpretation eines zeitgenössischen Werkes ausgezeichnet.

In Rundfunk und Fernsehen ist die Geigerin keine Unbekannte mehr: Im November 2000 trat sie durch Vermittlung der Deutschen Stiftung Musikleben in der ARTE-Produktion "Stars von morgen" auf. Ihre erste CD mit Kammermusikwerken von Antonín Dvorák ist seit 1998 auf dem Markt, und im Herbst 2003 wird ihre Einspielung der sechs Solosonaten für Violine von Johann Sebastian Bach erscheinen.

Die mehrfache Preisträgerin der Wettbewerbe des Deutschen Musikinstrumentenfonds in der Deutschen Stiftung Musikleben spielt seit März 2002 eine Violine von Guiseppe Guarneri del Gesù, Cremona 1728, eine treuhänderische Leihgabe von „Bleu de Bra-sil“ der Fazenda Ipiranga.
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