Birringer, Lea
Violine

Lea Birringer (*1986 in Quierschied/Saarland) begann ihre musikalische Ausbildung bei Christa Schmitt-Rink und wurde im Alter von neun Jahren als Jungstudentin an der Hochschule für Musik Saar in die Klasse von Prof. Ulrike Dierick und Renato Mangalindan aufgenommen. Ab 2001 wurde sie von Prof. Igor Ozim unterrichtet, ab 2003 in seiner Meisterklasse am Mozarteum in Salzburg. Im Sommersemester 2008 absolvierte die Geigerin ein Gastsemester an der Hochschule für Musik „„„Hanns Eisler““ Berlin in der Klasse von Prof. Stephan Picard, bevor sie ihr Bachelor-Studium bei Prof. Igor Ozim und 2012 ihr Masterstudium bei Prof. Pavel Vernikov am Konservatorium in Wien jeweils mit Auszeichnung abschloss. Im Anschluss unterrichtete Lea Birringer bis März 2013 als Assistentin von Prof. Pavel Vernikov an der „„„„Haute École de Musique““ in Sion. Weitere künstlerische Impulse erhielt sie durch Meisterkurse bei Professoren wie Vesselin Paraschkevov, Petru Munteanu, Yair Kless, Michael Frischenschlager und Thomas Brandis.

Als Solistin und in der Duo-Wertung (mit ihrer Schwester, der Pianistin Esther Birringer) nahm die junge Geigerin an zahlreichen nationalen und internationalen Wettbewerben teil. Dabei erspielte sie sich beim Kammermusikwettbewerb „„„„Karel Kunc““ der Stadt Bad Dürkheim einen 1. Preis (1998) sowie einen 2. Preis beim Bundeswettbewerb „„„„Jugend musiziert““ (2000). Im Herbst desselben Jahres war sie beim internationalen Musikwettbewerb „„„„Premio Vittoria Caffa Righetti““ in Cortemilia/Italien sowie beim „„„„Concorso musicale europeo““ in Turin-Moncalieri/Italien in den Kategorien „„„Violine solo““ und „in der Duo-Wertung mit jeweils einem 1. Preis erfolgreich. Beim „„„Concours Européen pour Jeunes Solistes““ in Luxemburg gewann sie im November 2000 in der Division „Honneur“ mit dem Prädikat „Excellent“ die Goldmedaille. Weiterhin erspielte sie sich im Juni 2004 beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert““ in der Wertung „„Violine solo““ einen 1. Preis mit Höchstpunktzahl und erhielt sowohl einen Sonderpreis vom Deutschen Zonta-Club für die beste Interpretation des zeitgenössischen Werkes als auch einen Sonderpreis der Deutschen Stiftung Musikleben. 2005 wurde Lea Birringer ein 2. Preis beim Internationalen Wettbewerb „„„Kloster Schöntal““ der Kulturstiftung Hohenlohe und ein Sonderpreis für die beste Interpretation des vorgeschriebenen Werkes von Bach zugesprochen. Gemeinsam mit ihrer Schwester Esther erhielt sie im November desselben Jahres den Kulturpreis des Stadtverbandes Saarbrücken. 2007 gewann sie einen 2. Preis beim Internationalen Violinwettbewerb „„Premio Rudolfo Lipizer“““ in Gorizia/Italien und einen 2. Preis beim Internationalen „Louis Spohr“-Wettbewerb. Im folgenden Jahr erspielte sie sich beim 15. Internationalen „Johannes Brahms“-Wettbewerb in Pörtschach einen 1. Preis. 2011 gewann die Geigerin im Duo mit ihrer Schwester Esther bei den Internationalen Kammermusikwettbewerben „„Premio Vittorio Gui““ in Florenz und „„Città di Pinerolo““ (Italien) jeweils einen 1. Preis. Seither erhalten die Schwestern zahlreiche Einladungen zu Festivals und Kammermusikreihen in Italien. Im folgenden Jahr war Lea Birringer mit einem 3. Preis beim Internationalen Violinwettbewerb „„Abram Yampolsky“ in Moskau erfolgreich.

Als Solistin konzertierte die Geigerin mit Orchestern wie den Berliner Symphonikern, dem ehemaligen Rundfunk-Sinfonieorchester Saarbrücken, den Jenaer Philharmonikern, der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz, dem Sinfonieorchester der Universität Mozarteum, dem rumänischen Sinfonieorchester „„„Paul Constantinescu““ und dem Orchestra Sinfonica di Roma. Sie gastiert bei internationalen Festivals, wie den Salzburger Festspielen, dem Sommerfestival Alpen­KLASSIK in Bad Reichenhall oder dem Oleg Kagan Musikfest. Konzerte führten sie in viele europäische Städte, u.a. in die Laeiszhalle Hamburg, in den Musikverein Wien und in den Großen Saal des Tschaikowski-Konservatoriums in Moskau.

Lea Birringer spielte verschiedentlich bei Konzerten der Deutschen Stiftung Musikleben und deren Kooperationspartnern. Zudem trat sie auf Vorschlag der Stiftung im April 2008 bei der Verleihung des Internationalen Karlspreises zu Aachen an Bundeskanzlerin Angela Merkel auf. Im Oktober 2007 und März 2010 musizierte die Geigerin auf einer Konzertreise mit der Deutschen Stiftung Musikleben an Bord von MS Europa. 2009 traten die Schwestern auf Vorschlag der Deutschen Stiftung Musikleben in der Reihe „Teatime Classics“ in der Hamburger Laeiszhalle auf; zuletzt waren sie im April 2013 im Rahmen der Stiftungskonzertreihe „„Foyer Junger Künstler“ im Torhaus Wellingsbüttel in Hamburg zu hören.

Seit 2001 wird Lea Birringer von der Deutschen Stiftung Musikleben gefördert: Für die Studienjahre 2005 bis 2007 erhielt sie dank einer großzügigen Spende der Dr. Meyer-Struckmann-Stiftung ein Stipendium der Deutschen Stiftung Musikleben. Seit 2008 erhalten die Schwestern dank der großzügigen Spende eines Freundeskreismitgliedes ein Förderstipendium der Deutschen Stiftung Musikleben. Ein Gerd Bucerius-Stipendium ermöglichte der Geigerin im Studienjahr 2011/2012 die Teilnahme an der Sommerakademie in Salzburg bei Prof. Vadim Gluzman. Von 2001 bis 2015 stellte die Stiftung Lea Birringer eine Violine von Gianbattista Ceruti, Cremona ca. 1800, eine treuhänderische Eingabe der Dr. Meyer-Struckmann-Stiftung in den Deutschen Musikinstrumentenfondsa als Leihgabe zur Verfügung.

www.leabirringer.com

zurück zur Solisten-Übersicht