Popp, Claudius
Violoncello

Claudius Popp (*1982 in Weimar) begann im Alter von vier Jahren mit dem Cellospiel und wurde von Mechthild van der Linde, Gotthard Popp, Karine Georgian und Heinrich Schiff unter anderem an der Hochschule für Musik in Detmold und am Mozarteum Salzburg unterrichtet. Seit 1998 studierte er bei David Geringas, zunächst an der Musikhochschule Lübeck, ab 2001 an der Musikhochschule „Hanns Eisler“ Berlin. Dort schloss er 2003 sein Diplom und 2007 sein Konzertexamen mit Auszeichnung ab. Künstlerische Impulse gaben ihm Meisterkurse, u.a. bei Harvey Shapiro, Yo Yo Ma, Lynn Harrell und Daniel Barenboim.

Zahlreiche erste Preise bei nationalen und internationalen Wettbewerben dokumentieren die Qualität des jungen Ausnahmemusikers, unter anderem beim Internationalen Rundfunkwettbewerb Concertino Praga und beim Internationalen Heran-Violoncello-Wettbewerb 1997 in Tschechien. Beim renommierten Internationalen ARD-Wettbewerb in München wurde er 2001 mit dem „Bärenreiter-Sonderpreis“ ausgezeichnet und erhielt 2002 beim Internationalen Izuminomori Wettbewerb in Japan die Auszeichnung als „Most talented contestant“. Außerdem erspielte er sich 2003 einen 3. Preis beim XII. Internationalen Tschaikowsky Wettbewerb in Moskau, einem der wichtigsten Preise für Cellisten, und gewann den „Grand Prix“ bei der Osaka International Music Competition. Im März desselben Jahres wurde er Preisträger des Deutschen Musikwettbewerbs.

Claudius Popp konzertierte auf internationalen Konzertpodien wie im Konzerthaus Berlin, wo er 1998 sein gefeiertes Debüt mit dem Kammerorchester der Berliner Philharmoniker gab, in der Berliner und Kölner Philharmonie, im Konzerthaus Dortmund, in der Tonhalle Düsseldorf, im Rudolfinum Prag, in der Suntory Hall in Tokyo und im Großen Saal des Tschaikowski-Konservatoriums in Moskau. Bei renommierten Musikfestivals wie dem Rheingau Musik Festival, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, dem Schleswig-Holstein Musik Festival, dem Heidelberger Frühling, dem Musikfestival Cervo in Italien und dem Südböhmischen Festival ist Claudius Popp regelmäßig zu Gast. Im Rahmen der Osnabrücker Kammermusiktage 2001 spielte er mit Alfredo Perl und Vladimir Mendelssohn zusammen. Die Deutsche Stiftung Musikleben präsentierte ihn unter anderem 2002 im Rahmen des Jubiläumskonzerts anlässlich des 40. Stiftungs-Geburtstages auf Einladung des Bundespräsidenten in Schloss Bellevue und im Herbst 2006 beim „Hamburg Debüt“ mit dem NDR Sinfonieorchester unter der Leitung von Eiji Oue. Seit 2007 arbeitet er in diversen Kammermusikprojekten mit Daniel Barenboim zusammen, unter anderem anlässlich des 100. Geburtstags von Elliott Carter in der Carnegie Hall in New York oder im März 2010 mit Chopins Cellosonaten in der Staatsoper Berlin. Seit November 2003 ist Claudius Popp Solocellist der Staatskapelle Berlin.

Neben der Deutschen Stiftung Musikleben fördern ihn auch die Oscar und Vera Ritter-Stiftung, die Studienstiftung des deutschen Volkes und die Werner Richard - Dr. Carl Dörken Stiftung.

Bereits 1999 erspielte sich Claudius Popp erstmals eine Leihgabe der Deutschen Stiftung Musikleben. Als mehrfacher Preisträger des Wettbewerbs des Deutschen Musikinstrumentenfonds spielte er zuletzt ein Violoncello von Andrea Guarneri, ex „Ludwig Hoelscher“, Cremona 1691, eine treuhänderische Eingabe der Dr. Meyer-Struckmann-Stiftung.

  • www.claudiuspopp.com
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