Sommerhalder, Giuliano
Trompete

Giuliano Sommerhalder (*1985) ist in Westfalen und Italien aufge-wachsen und begann mit sieben Jahren Trompete zu spielen. 1996 wurde er Jungstudent in der Trompetenklasse seines Vaters Prof. Max Sommer-halder an der Musikhochschule Detmold. Giuliano Sommerhalder besuchte das Gymnasium in Como und studierte am dortigen Conservatorio „Giuseppe Verdi“ bei Pierluigi Salvi, unterstützt von einem Gerd Bucerius-Stipendium der Deutschen Stiftung Musikleben. Ab 2003 wurde er zusätzlich von Hans Gansch am Mozarteum Salzburg unterrichtet. Wichtige Anregungen erhielt er auch von Maurice André, Eric Aubier, Stephen Burns, Edward Carroll, Markus Stockhausen, Pierre Thibaud und James Thompson.

Der junge Trompeter ist Preisträger zahlreicher nationaler und interna-tionaler Wettbewerbe. 2003 gewann er beim 52. Internationalen Musikwettbewerb der ARD den 2. Preis, den Publikumspreis und den Wilhelm-Weichsler-Preis der Stadt Osnabrück, den 1. Preis beim 55. Internationalen Wettbewerb des „Prager Frühlings“ sowie den 2. Preis beim 5. Internationalen Maurice André Wettbewerb in Paris. Außerdem hat er den 2. Internationalen Trompetenwettbewerb des Tschaikowskij-Konservatoriums in Moskau (1997), den Internationalen Wettbewerb „Concertino Praga“ der Europäischen Rundfunkunion (2001) und den 1. Internationalen Wettbewerb „Timofej Dokschitzer“ in Vilnius (2002) gewonnen und wurde bei den Europäischen Kulturpreisverleihungen 1999 in München und 2002 in Berlin ausgezeichnet. Zudem konnte er auch bei Jugendmusikwettbewerben überzeugen. Beim Bundeswett-bewerb „Jugend musiziert“ 2000 in Berlin erspielte er sich einen 1. Bundespreis mit Höchstpunktzahl und wurde für diese herausragende Leistung mit einem Sonderpreis der Deutschen Stiftung Musikleben ausgezeichnet. Beim Schweizer Solisten- und Quartettwettbewerb für Blechbläser ging er 1998, 1999 und 2000 als Gesamtsieger hervor.

Mit elf Jahren begann Giuliano Sommerhalder seine solistische Tätigkeit und ist seither auf modernen wie auch auf historischen Instrumenten in Amerika, Asien und Europa aufgetreten. So konzertierte er u.a. im Wiener Musikvereinssaal (wo er Bachs 2. Brandenburgisches Konzert spielte), in der Berliner Philharmonie, in der Londoner Wigmore Hall, beim Lucerne Festival und dem Schleswig-Holstein-Musikfestival. Der junge Trompeter spielte zusammen mit allen Sinfonieorchestern der BBC, der Mehrzahl der deutschen Rundfunk-Sinfonieorchester, mit dem Indianapolis Symphony Orchestra, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem Melbourne Symphony Orchestra, dem Zürcher Kammerorchester, dem Münchner Kammerorchester, dem Litauischen Kammerorchester, den Moskauer Solisten, dem Kammerorchester Basel sowie den Sinfonieorchestern des tschechischen und polnischen Rundfunks.

2004 spielte Giuliano Sommerhalder in Claudio Abbados Orchestra Mozart in Bologna, ein Jahr später wählte ihn Lorin Maazel als Solotrompeter für sein Orquestra de la Comunitat Valenciana in Valencia aus. Ab 2006 war er Solotrompeter im Gewandhausorchester Leipzig unter Riccardo Chailly und Mitglied des Blechbläserquintetts Italian WonderBrass. 2008 wurde er in das BBC New Generation Artists Scheme aufgenommen. Seit 2011 ist er Solotrompeter im Koninklijk Concertgebouworkest Amsterdam unter Mariss Jansons.

Die Deutsche Stiftung Musikleben präsentierte ihren Stipendiaten im Juli 2004 beim Sommerkonzert der Stiftung in St. Severin zu Keitum auf Sylt sowie im Herbst 2006 beim „Hamburg Debüt“ mit dem NDR Sinfonie-orchester unter der Leitung von Eiji Oue in der Laeiszhalle Hamburg.

  • www.giulianosommerhalder.com
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