TR!JO

Das Barockensemble TR!JO mit Tabea Debus (Blockflöte und Barockcello), Lea Rahel Bader (Barockcello und Viola da Gamba) und Johannes Lang (Cembalo, Klavier und Orgel) wurde 2012 anlässlich der ersten gemeinsamen CD-Aufnahme „upon a ground“ gegründet. Das Trio hat sich zum Ziel gesetzt, neues Repertoire für ihre Besetzung zu entdecken und zu arrangieren. „Jung wie die Musiker ist ihre Musik, die unkonventionelle Annäherung an jede einzelne Komposition“, so die Tonkunst über TR!Jo. 2015 wurde TR!Jo beim 2. Internationalen Berliner Bach Wettbewerb der 2. Preis und Publikumspreis verliehen. Darüberhinaus wurden alle drei MusikerInnen mehrfach bei nationalen und internationalen Wettbewerben ausgezeichnet, darunter beim Internationalen Bach-Wettbewerb in Leipzig, beim ARD-Musikwettbewerb in München, beim Internationalen hülsta woodwinds-Wettbewerb und beim 8. Johann Heinrich Schmelzer-Wettbewerb. Ebenso erhielten sie Förderungen der Deutschen Stiftung Musikleben und der Studienstiftung des deutschen Volkes.

Tabea Debus (*1991 in Würzburg) erhielt ihren ersten Blockflötenunterricht von Gudula Rosa an der Westfälischen Schule für Musik in Münster, bevor sie 2010 an die Guildhall School of Music and Drama London zu Prof. Pamela Thorby und Ian Wilson (Blockflöte) sowie zu Prof. Alison McGillivray (Barockcello) wechselte. Der einjährige Studienaufenthalt wurde unterstützt durch ein Gerd Bucerius-Stipendium der Deutschen Stiftung Musikleben. Im Sommer 2014 schloss sie ihr Bachelorstudium an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main mit Auszeichnung ab. Dort studierte sie bei Prof. Michael Schneider Blockflöte und bei Prof. Kristin von der Goltz Barockcello. Seit dem Wintersemester 2014/2015 studiert Tabea Debus wieder in England an der Royal Academy of Music im Studiengang „Master of Performance and Research“ mit dem Hauptfach Blockflöte bei Prof. Pamela Thorby. Dabei wird sie von der Studienstiftung des deutschen Volkes und dem Deutschen Akademischen Austauschdienst unterstützt. Zusätzliche musikalische Anregungen erhielt sie in Meisterkursen von international renommierten Künstlern wie Sabrina Frey, Dorothee Oberlinger, Carsten Eckert, Robert Ehrlich, Michael Form, Reinhard Goebel, Paul Leenhouts, Maurice Steger und Han Tol. Tabea Debus gewann beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ seit 2003 in verschiedenen Kategorien (Blockflöte solo, Blockflötenensemble und Alte Musik) acht 1. Bundespreise sowie fünf Sonderpreise der Deutschen Stiftung Musikleben. Beim Wochenende der Sonderpreise (WESPE) im Jahr 2008 in Freiburg wurde sie zusammen mit ihrer damaligen Duopartnerin Khanh Ly Tran Phung mehrfach ausgezeichnet, u.a. für eine Eigenkomposition. 2011 errang die Flötistin einen 1. Preis beim Internationalen Holzbläserwettbewerb „hülsta woodwinds“ in Münster, in dessen Rahmen ihre erste CD „upon a ground“ erschien. Auf diesen Preis folgte im Juni 2014 ein weiterer 1. Preis beim 8. Internationalen Johann Heinrich Schmelzer Wettbewerb in Melk, Österreich. Tabea Debus konzertierte sowohl in England, Japan, Malaysia, in den USA und Singapur als auch in einigen der bedeutendsten Konzertsälen Europas wie der Kölner Philharmonie, dem Konzerthaus Berlin, der Tonhalle Zürich, dem Konzerthaus Wien und der Wigmore Hall, London. Darüber hinaus trat sie in der Konzertreihe „Chapeau Classique“, dem Festival summerwinds Münsterland und live in der Sendung „In Tune“ des BBC Radio 3 London auf. Tabea Debus ist Stipendiatin des St John’s Smith Square Young Artist’ Scheme. Die Deutsche Stiftung Musikleben präsentierte ihre Stipendiatin erstmals im Rahmen ihres Neujahrskonzertes im Hamburger KörberForum, 2014 spielte sie auf Empfehlung der Stiftung in der Konzertreihe „Musikfeste auf dem Lande“ des Schleswig-Holstein Musikfestivals. Tabea Debus ist 2015 durch das Patenschaftsprogramm der Stiftung gefördert worden.

Lea Rahel Bader (*1984 in Berlin) studierte zunächst an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin bei Prof. Hans-Jakob Eschenburg und Prof. Stephan Forck. Nach ihrem Diplom wechselte die Musikerin 2009 an die Frankfurter Musikhochschule, wo sie derzeit ihr Studium im Fach Barockcello bei Prof. Kristin von der Goltz und im Fach Viola da Gamba bei Heidi Gröger fortsetzt. Weitere Anregungen erhielt sie u.a. von Prof. Claudio Bohorquez, Prof. Peter Bruns und Markus Möllenbeck. Lea Rahel Bader ist Preisträgerin internationaler Wettbewerbe. So gewann sie u.a. 2006 den Kammermusikpreis beim Oberstdorfer Musiksommer, war 2008 1. Preisträgerin beim „Hanns-Eisler“-Wettbewerb und wurde im vergangenen Jahr beim XVIII. Internationalen Bach-Wettbewerb in Leip¬zig mit einem Sonderpreis des Development Trust des Europäischen Barockorchesters ausgezeichnet. Sowohl im Bereich der Alten als auch der Neuen Musik konzertiert die Cellistin regelmäßig in verschiedenen barocken Besetzungen und mit Ensembles wie der LauttenCompagney Berlin, der Münchner Hofkapelle oder dem Orchestra of the Age of Enlightment. Konzertreisen führten sie ins europäische Ausland und nach Nord- und Südamerika. Die ehemalige Stipendiatin der Yehudi Menuhin Stiftung „Live Music Now“ gastierte bei Festivals wie den Thüringer Bachwochen, den Göttinger Händelfestspielen, der Styriarte Graz und dem York Early Music Festival. Zeitgenössisches Repertoire spielte sie u.a. bei „MaerzMusik“ Berlin, beim TonLagen Festival Dresden, beim CrossSound Festival Alaska und bei „Milano Musica“ in Italien. Im letzten Jahr war Lea Rahel Bader Mitglied der Rheinsberger Hofkapelle, darüber hinaus wirkte sie bei zahlreichen Musiktheaterproduktionen mit, u.a. im Berliner Konzerthaus und am Berliner Hebbeltheater.

Johannes Lang (*1989 in Düsseldorf) studierte Historische Tasteninstrumente/Cembalo bei Prof. Dr. Robert Hill und Kirchenmusik an der Musikhochschule Freiburg. Nach seinen Bachelor-Abschlüssen mit Auszeichnung 2013 beendete er 2015 beide Master-Studiengänge mit Bestnoten. Gegenwärtig studiert Johannes Lang in der Meisterklasse Orgel bei Prof. Martin Schmeding an der Musikhochschule Freiburg. Nach elf 1. Preisen als Organist, Cembalist und Pianist beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“, verbunden mit mehreren Sonderpreisen und dem Exzellenz-Preis der Deutschen Stiftung Musikleben, war er Preisträger u.a. des Bach-Wettbewerbes in Leipzig 2012 und des ARD-Musikwettbewerbes in München 2011. Mit seinem Ensemble für Alte Musik „tr!jo“ gewann er beim 2. Internationalen Berliner Bachwettbewerb 2015 den 2. Preis und den Publikumspreis. Johannes Lang ist Stipendiat der Deutschen Stiftung Musikleben und der Studienstiftung des deutschen Volkes. Er widmet sich seiner Konzerttätigkeit und arbeitete dabei mit Musikern wie Gottfried von der Goltz, Karl Kaiser, Reinhold Friedrich, Joachim Pliquett, Teodor Currentzis und Markus Landerer zusammen. Johannes Lang war als Solist an Orgel und am Cembalo mit den Bergischen Symphonikern, der Badischen Kammerphilharmonie, dem Philharmonischen Orchester Freiburg sowie dem Symphonieorchester des Bayrischen Rundfunks zu hören. Nach einer Kantorentätigkeit an der Kreuzkirche Freiburg von 2009 bis 2013 ist Johannes Lang seit Herbst 2013 Stadtkantor der ev. Kirchengemeinde in Lörrach mit dem Schwerpunkt Chorarbeit und Etablierung des neuen ökumenischen Kirchenmusikfestivals „Goldener Herbst“. Zudem ist er Lehrassistent für Liturgisches Orgelspiel/Improvisation und Orgelliteratur an der Musikhochschule Freiburg. Die Jury-Tätigkeit im Fach Orgel beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ 2012 sowie Rundfunk-, TV- und CD-Aufnahmen (Labels Jubal, ClassicClips und Genuin classics) erweitern sein Profil. Die Deutsche Stiftung Musikleben präsentierte ihren Stipendiaten erstmals bei einem Konzert in der Blankeneser Kirche 2009, beim traditionellen Sommerkonzert der Stiftung auf Sylt 2012 sowie beim Neujahrskonzert im Hamburger Körber Forum. Johannes Lang ist 2014 durch das Patenschaftsprogramm der Stiftung gefördert worden.

www.tr-jo.de

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