Elliott O. Quartett

Julian Fahrner, Anne Rothaupt (Violinen), Björn Sperling (Viola) und Bettina Kessler (Violoncello) gründeten im Dezember 2007 als Mitglieder des Landesjugendorchesters Baden-Württemberg das Elliott O. Quartett und nahmen im folgenden Jahr bei „Jugend musiziert“ teil. Hier errangen sie auf Bundesebene einen 1. Preis mit Höchstpunktzahl und wurden für ihre hervorragende Leistung von der Deutschen Stiftung Musikleben mit dem Eduard Söring-Preis ausgezeichnet. Neben mehrfachen Preisen bei „Jugend musiziert“ wurde dem Quartett zudem 2009 in Davos (Schweiz) der Sonderpreis der Bundesapothekenkammer verliehen. Zuletzt gewannen die vier Musiker im Herbst 2010 beim Internationalen Streichquartett-Wettbewerb der Max Reger-Tage Weiden den Sonderpreis für die beste Interpretation eines zeitgenössischen Werkes.

Das Quartett wird von Prof. Peter Buck (Melos Quartett) und dem Vogler Quartett an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart unterrichtet. Zusätzliche musikalische Impulse erhalten sie vom Mandelring Quartett, von Prof. Jörg-Wolfgang Jahn (Bartholdy Quartett), Christoph Wyneken und Prof. Albrecht Breuninger.

Regelmäßig geben die vier Musiker Konzerte und traten schon beim Sommerfestival auf Schloss Filseck, bei den Musiktagen Bergell in Vicosoprano (Schweiz) und beim Oberstdorfer Musiksommer. Im Herbst 2009 spielte das Elliot O. Quartett im Rahmen einer Tournee des Landesjugendorchesters mehrere Konzerte in Ecuador. 2011 debütieren sie bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern auf Einladung der Deutschen Stiftung Musikleben in der Konzertreihe „Junge Elite“.

Julian Fahrner (*1990 in Basel) begann mit sechs Jahren seine Violinenausbildung bei Heidy Raeber an der Musikakademie Basel. Bis 2008 war er Schüler von Prof. Jörg Hofmann in Freiburg und wird seitdem als Jungstudent an der Hochschule für Musik in Karlsruhe von Prof. Albrecht Breuninger unterrichtet. Musikalische Impulse erhielt Julian Fahrner unter anderem von Christoph Wyneken und Gerhard Gnann. Beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ erspielte er sich bislang zahlreiche 1. Preise, darunter fünf 1. Bundespreise in der Solo- und Kammermusik-wertung. Außerdem ist er Kunstpreisträger der Sparkasse Markgräfler-land und wird von der Dr. Karl und Elisabeth Eisele Stiftung und der Rudolf Eberle Stiftung unterstützt. Viele Jahre gehörte er als Konzertmeister dem Landesjugendorchester Baden-Württemberg an und nahm regelmäßig am Interregionalen Jugendmusikfestival in Ochsenhausen teil. Außerdem ist er Mitglied des Bundesjugendorchesters und der Badischen Kammerphil-harmonie. Seine Konzerttätigkeit führte ihn als Solisten, Kammer- und Orchestermusiker durch Deutschland, in die Schweiz, nach Frankreich, Spanien, Italien, Polen, Portugal, Ägypten und Syrien. Von 2009 bis 2011 stellte die Deutsche Stiftung Musikleben Julian Fahrner eine Violine von Nicolas Didier (Mirecourt um 1800), eine Treugabe aus Hamburger Familienbesitz in den Deutschen Musikinstrumentenfonds, zur Verfügung.

Anne Rothaupt (*1990 in Backnang) stammt aus einer Kirchenmusikerfamilie und erhielt ihren ersten Geigenunterricht im Alter von vier Jahren an der Jugendmusikschule Göppingen. Danach nahm sie Unterricht bei dem Geiger Mathias Neundorf (Lotus String Quartet) in Stuttgart. Nach Ihrer bestandenen Aufnahmeprüfung an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart begann sie 2008 als Jungstudentin bei Prof. Christine Busch ihr Vorstudium. Im Wintersemester 2009 nahm sie an der Hochschule ihr Vollstudium im Fach Violine auf. Neben ihrer Geigenausbildung erhielt Anne Rothaupt Klavier-, Orgel- und Gesangsunterricht und war von 2004 bis 2009 Stipendiatin der Evangelischen Landeskirche in Baden-Württemberg. 2007 nahm sie zum ersten Mal am Wettbewerb „Jugend musiziert“ teil und erhielt in der Kategorie „Violine solo“ einen 3. Bundespreis. Seit 2004 spielte Anne Rothaupt in zahlreichen Jugendorchestern wie der Jungen Philharmonie Ostwürttemberg und dem Interregionalen Jugendorchester. Seit sechs Jahren ist sie Mitglied des Landesjugendorchesters Baden-Württemberg.

Björn Sperling (*1992 in Gaienhofen) begann im Alter von sechs Jahren mit dem Violinunterricht bei Peter Zimmer an der Musikschule Rastatt. Außerdem spielt er seit 2000 Klavier. Drei Jahre später wechselte er von der Violine zur Viola und wird seit 2008 an der Hochschule für Musik Karlsruhe von Prof. Johannes Lüthy unterrichtet; bis 2010 als Vorstudent und seit dem Wintersemester 2010/2011 im Vollstudium. Die Zusammenarbeit unter anderem mit Albrecht Breuninger, Conradin Brotbek und Tabea Zimmermann ergänzen seine musikalische Ausbildung. Er ist mehrfacher Preisträger des Wettbewerbs „Jugend musiziert“. Bereits 2004 erhielt er einen 1. Preis auf Landesebene und nahm 2006 zum ersten Mal am Bundeswettbewerb teil. Björn Sperling ist Solobratschist des Landesjugendorchesters Baden-Württemberg und spielt seit 2007 im Bundesjugendorchester. Derzeit ist er Mitglied der Badischen Kammerphilharmonie. Konzertreisen führten ihn in die großen Konzertsäle Deutschlands, in die Schweiz, nach Italien, Frankreich, Österreich, Ungarn und Israel. Seit Oktober 2008 stellt die Deutsche Stiftung Musikleben Björn Sperling eine Bratsche von Pierre Vidoudez (Genf 1957) aus dem Deutschen Musikinstrumentenfonds, ein Instrument aus Stiftungsbesitz, zur Verfügung.

Bettina Kessler (*1988 in München) erhielt ihren ersten Cellounterricht im Alter von fünf Jahren. Zuletzt wurde sie von der Heidelberger Konzertcellistin Alexandra Netzold und Prof. Hans-Christian Schweiker unterrichtet. Seit dem Sommersemester 2008 studiert sie an der Musikhochschule Stuttgart bei Prof. Conradin Brotbek. Meisterkurse besuchte sie zum Beispiel bei Michael Flaksman, Stephan Forck und Wolfgang Lehner. Die Cellistin ist mehrfache erste Preisträgerin beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ auf Landesebene. 2005 erhielt sie den 1. Preis beim bundesweiten Carl Schroeder-Wettbewerb in Sondershausen. 2007 folgte ein Bundespreis bei „Jugend musiziert“ in der Kategorie „Violoncello solo“. Seit Herbst 2006 ist Bettina Kessler Mitglied und Solocellistin des Landesjugendorchesters Baden-Württemberg, sowie Solocellistin des Jungen Kammerorchesters Heidelberg unter der Leitung des ehemaligen GMD Heidelbergs, Thomas Kalb, mit dem sie im Mai 2008 den 1. Platz beim Deutschen Orchesterwettbewerb in Wuppertal belegte. Die junge Musikerin spielte mehrfach solistisch mit Orchestern wie 2006 mit dem Sinfonieorchester der Musikschule Wiesloch oder 2009 und 2010 mit der Jungen Philharmonie Rhein-Neckar. Konzertreisen im In- und Ausland führten sie in die Schweiz, nach Frankreich und Österreich. Seit Oktober 2012 stellt die Deutsche Stiftung Musikleben Bettina Kessler ein Violoncello aus dem Deutschen Musikinstrumentenfonds, eine treuhänderische Eingabe aus Hamburger Familienbesitz, zur Verfügung.

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