BOVIARTrio

Daniel Bollinger (Klarinette), Julian Arp (Violoncello) und Gerhard Vielhaber (Klavier) gründeten 1997 als damalige Stipendiaten der Jürgen Ponto-Stiftung das BOVIARTrio. Inzwischen konzertiert das Ensemble im In- und Ausland, ist regelmäßig bei namhaften Musikfestivals zu Gast und erhielt beim Deutschen Musikwettbewerb 2002 in Bonn ein Stipendium. Auf Vorschlag der Deutschen Stiftung Musikleben trat das Trio 2001 in der Reihe „Junge Elite“ der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern sowie 2007 bei einem der „Konzerte im Stadtwaldpark“ in Melsungen auf.

Daniel Bollinger (*1979 in Saarbrücken) erhielt seit dem 9. Lebensjahr Klarinettenunterricht. Zunächst nahm er Privatunterricht bei Gerhard Hussong, 1992 bis 1997 war er Jungstudent an der Hochschule Saarbrücken bei Dietrich Fritsche, 1998 nahm er sein Studium an der Hochschule für Musik in Köln bei Prof. Ralph Manno auf, das er 2006 abschloss. Darüber hinaus nahm er regelmäßig an internationalen Meisterkursen teil, u. a. bei Johannes Peitz, Martin Spangenberg und Hans Deinzer. Daniel Bollinger errang ab 1993 dreimal in Folge den 1. Preis beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ in der Wertung „Klarinette solo“. Mit dem Jungen Bläserquintett Saar und als Solist wurde er mit dem saarländischen Förderpreis für Musik ausgezeichnet. Im Jahr 2000 gewann er den 1. Preis beim Hochschulwettbewerb der Paul und Helga Hohnen Stiftung in Köln. Er war Mitglied im Landesjugendorchester Saarland, Bundesjugendorchester, Weltjugendorchester, im Festivalorchester Verbier und wirkte mit im „Ensemble Neue Musik“ unter der Leitung von Peter Eötvös. Nach seiner Tätigkeit als Akademist der Essener Philharmoniker ist er seit 2002 Soloklarinettist des Badischen Staatsorchesters Karlsruhe. Im Jahr 2007 spielte er als regelmäßige Aushilfe in der Staatsoper München und konzertierte im April 2008 auch solistisch mit dem Badischen Staatsorchesters Karlsruhe. Daniel Bollinger konzertiert im In- und Ausland und gastierte mit Solo-, Kammermusik- und Orchesterkonzerten u.a. bei den Usedomer Musikfestspielen, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, beim Schleswig-Holstein und dem Rheingau Musik Festival. Als Solist wurde er vom Hochschulorchester der Kölner Musikhochschule, dem Kurpfälzischen Kammerorchester und dem Irischen Nationaljugendorchester eingeladen.

Julian Arp (*1981 in Soltau) erhielt seinen ersten Cellounterricht im Alter von sechs Jahren. Nach seiner langjährigen Ausbildung bei Edwin Koch studierte er zunächst bei Prof. Boris Pergamenschikow, später bei Prof. David Geringas an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin. 2008 schloss er sein Studium mit dem Konzertexamen mit Auszeichnung ab. Gemeinsam mit seinem Duopartner Caspar Frantz (Klavier) befindet er sich derzeit in der Kammermusikklasse von Prof. Eberhard Feltz an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin. Er hat an internationalen Meisterkursen bei György Kurtág, Bernard Greenhouse, Steven Isserlis, Lynn Harrell, und Ralph Kirshbaum teilgenommen. Beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ erzielte er mehrfach 1. Bundespreise und wurde mit Sonderpreisen der Deutschen Stiftung Musikleben ausgezeichnet. 2003 gewann er mit seinem Klavierpartner Caspar Frantz den 1. Relais & Châteaux Kammermusik-Förder-Wettbewerb. Beim Deutschen Musikwettbewerb wurde er 2005 in Berlin mit einem Stipendium ausgezeichnet. Im Januar 2006 gewann er den Felix Mendelssohn-Wettbewerb der Universität der Künste Berlin in der Kategorie Violoncello und Klavier sowie im April 2006 den Preis beim Deutschen Musikwettbewerb in Bonn, verbunden mit einem Förderstipendium der Deutschen Stiftung Musikleben. Beim Internationalen Kammermusikwettbewerb „Premio Vittorio Gui 2006“ in Florenz gewann das Duo erneut den 1. Preis. Solistisch wurde Julian Arp zuletzt 2008 beim Concours de Genève mit dem Prix „Paul Streit“ ausgezeichnet. Seit seinem Debüt 1997 mit dem Kurpfälzischen Kammerorchester in Schwetzingen konzertiert Julian Arp als Solist und Kammermusiker im In- und Ausland und ist bereits mit dem Georgischen Kammerorchester, den Berliner Sinfonikern und dem Radio-Sinfonieorchester Berlin aufgetreten. Außerdem gastierte er beim Schleswig-Holstein Musik Festival, Rheingau Musik Festival, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, dem Beethovenfest Bonn, in Beauvais und in Prussia Cove. Seit 1996 wird Julian Arp von der Deutschen Stiftung Musikleben gefördert. Neben Sonderpreisen und Förderstipendien erhielt er zahlreiche Auftrittsmöglichkeiten, u.a. beim Schleswig-Holstein Musik Festival und an Bord von „MS Europa“. Die Deutsche Stiftung Musikleben stellte Julian Arp seit 2000 ein Instrument leihweise zur Verfügung, zuletzt ein Violoncello von Giuseppe Antonio Rocca, Turin 1839, eine treuhänderische Eingabe aus Hamburger Familienbesitz. Seit April 2010 spielt er ein eigens für ihn angefertigtes Violoncello von Stephan von Baehr, dessen Ankauf durch eine Patenschaft eines Mitgliedes des Stiftungsfreundeskreises unterstützt wurde.

Gerhard Vielhaber (*1982 in Attendorn) erhielt seinen ersten Klavierunterricht mit sechs Jahren bei seinem Vater, danach bei Marina Mitrusic an der Musikschule Attendorn-Finnentrop. Von 1994 an war er Privatschüler bei Prof. Karl-Heinz Kämmerling, bei welchem er 2002 in Hannover sein Studium begann. Seit seinem Diplom im Jahr 2006 studiert er bei Prof. Jacques Rouvier an der Universität der Künste in Berlin. Meisterkurse besuchte er bei Prof. Oxana Yablonskaya, Prof. Felix Gottlieb, Prof. Vitaly Margulis und Prof. Mihael Voskressensky. Mit 13 Jahren lernte die Deutsche Stiftung Musikleben Gerhard beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ kennen. Zusätzlich zu seinem 1. Preis verlieh sie ihm einen Sonderpreis und nahm ihn in ihr Förderprogramm auf. Es folgten weitere 1. Preise, u.a. beim internationalen Rundfunkwettbewerb „Concertino Praga“, dem Steinway-Wettbewerb in Hamburg und dem Grotrian-Steinweg-Wettbewerb in Braunschweig. Auch beim Deutschen Musikwettbewerb 2005 nahm er erfolgreich teil und wurde mit einem Stipendium ausgezeichnet. Gerhard Vielhaber gibt regelmäßig Konzerte im In- und Ausland, u.a. bei den Festivals im Rheingau und in Schleswig-Holstein. Dabei arbeitet er als Solist mit Orchestern wie dem Warschauer Rundfunk-Sinfonieorchester, dem Rundfunkorchester Köln und dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin zusammen.

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