Sinus-Quartett

Das Sinus-Quartett mit Viktoria Kaunzner und Kathrin ten Hagen (Violinen), Martin Stupka (Viola) und Jakub Tylman (Violoncello)wurde Ende 2003 gegründet und von Wayne Foster-Smith und von Prof. Antje Weithaas an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin musikalisch betreut. Im November 2004 spielte das Ensemble für den Komponisten Kurt Hauschild sein Streichquartett ein. Eine Fortsetzung der Zusammenarbeit ist geplant.

Viktoria Kaunzner (*1982 in Deggendorf) begann im Alter von sieben Jahren mit dem Geigenspiel. Zu ihren wichtigsten Lehrern während ihrer Schulzeit zählten Miroslav Novak und Serge Fatkulin, bevor sie von 2001 bis 2003 an der Staatlichen Hochschule für Musik Karlsruhe bei Prof. Joseph Rissin studierte. 2003 wechselte sie in die Klasse von Prof. Stephan Picard an die Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin. Entscheidend geprägt wurde ihre künstlerische Ausbildung zudem durch Meisterkurse, u.a. bei Yehudi Menuhin, Igor Oistrach, Zakhar Bron, Gil Sharon, Natalia Gutman, Ida Haendel und Raphael Oleg. Viktoria Kaunzner errang zahlreiche Preise bei nationalen und internationalen Wettbewerben, u.a. einen 1. Preis beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ in der Solowertung Violine und 2. Preise beim Internationalen Kocian-Violinwettbewerb sowie 2002 beim Internationalen Wettbewerb „Königin Sophie Charlotte“ in Mirow. Im April 2005 war sie als Preisträgerin beim „XVIème Concours International FLAME“ in Paris erfolgreich. Im Oktober gewann sie sie den 1. Preis beim „XXXII. Internationalen Musikwettbewerb Dr. Luis Sigall“ für Violine in Vina des Mar/Chile. Bei europaweiten Auftritten war sie als Solistin u.a. mit dem Philharmonischen Orchester Bad Reichenhall, dem Regensburger Kammerorchester, den Bacauer Philharmonikern und den Jenaer Philharmonikern zu hören. Solistische und kammermusikalische Auftritte führten sie u.a. nach Paris, Salzburg, Ljubljana sowie nach Syrien, Jordanien, Libanon, in die Schweiz und nach Tschechien und Spanien. Die Deutsche Stiftung Musikleben förderte Viktoria Kaunzner u.a. durch ein Gerd Bucerius-Stipendium von 2005 bis 2007. Als mehrfache Preisträgerin des Wettbewerbs des Deutschen Musikinstrumentenfonds in der Deutschen Stiftung Musikleben spielte Viktoria Kaunzner von 2005 bis 2008 eine Geige von Lorenzo Ventapane, Neapel 1806, eine Schenkung aus Kronberger Familienbesitz.

Kathrin ten Hagen (*1982 in Steinfurt) erhielt ihren ersten Violinunterricht im Alter von sechs Jahren bei Dorothea Horvath, später bei Midori Goto. Von 1999 bis 2002 war sie Schülerin von Prof. Igor Ozim in Köln, bevor sie zum Sommersemester 2002 ihr Violinstudium bei Prof. Antje Weithaas an der Universität der Künste Berlin aufnahm. Von 2004 bis 2006 studierte sie am Mozarteum in Salzburg bei Prof. Igor Ozim, wo sie ihren Bachelor of Arts mit Auszeichnung erhielt. Derzeit absolviert sie ihr Masterstudium bei Prof. Donald Weilerstein am New England Conservatorium in Boston, gefördert vom Gerd Buceruis-Stipendium der Deutschen Stiftung Musikleben. Kathrin ten Hagen ist Preisträgerin nationaler und internationaler Wettbewerbe. Im Jahr 1997 erspielte sie sich den 2. Preis und einen Sonderpreis für die beste Mozartinterpretation beim 6. Internationalen Yfrah-Neaman-Violinwettbewerb sowie den 2. Preis beim 4. Jakob-Stainer-Violinwettbewerb. 1998 gewann sie einen 1. Preis beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ in der Kategorie „Violine solo“. 2002 wurde ihr beim Max-Rostal-Wettbewerb für Violine an der Universität der Künste Berlin der Förderpreis verliehen. Außerdem erspielte sie sich den 1. Preis beim 12. Violinwettbewerb der Ibolyka-Gyarfas-Stiftung. Im März 2004 erhielt sie ein Stipendium der Ottilie-Selbach-Redslob-Stiftung in Berlin und zuletzt wurde sie Mai 2005 Preisträgerin des Wettbewerbs um den Raiffeisen Klassik-Preis am Mozarteum Salzburg in der Kategorie Streichquartett. 2007 erspielte sie sich den 3. Preis beim Ruggiero-Ricci Violin-Wettbewerb sowie den 1. Preis und die Goldmedaille beim California International Young Artists Competition. Ihr Debüt als Solistin hatte sie 1997 mit den Nürnberger Symphonikern unter Marc Andreae. Es folgten zahlreiche weitere Auftritte als Solistin mit Orchester, u.a. mit den Jenaer Philharmonikern unter Karl Richter und den Hamburger Symphonikern unter Klauspeter Seibel. Außerdem gibt sie Recitals und Kammermusikabende im In- und Ausland. Bereits seit 2001 stellt die Deutsche Stiftung Musikleben Kathrin ten Hagen eine Violine zur Verfügung. Als mehrfache Preisträgerin des Wettbewerbs des Deutschen Musikinstrumentenfonds spielt sie derzeit eine Violine von Andreas Guarnerius, Cremona 1663, eine treuhänderische Eingabe aus Hamburger Familienbesitz.

Martin Stupka (*1981 in Prag) begann im Alter von sechs Jahren mit dem Blockflötenspiel. Mit sieben Jahren kam die Geige, zwei Jahre später Akkordeon hinzu. Nach der Grundschule besuchte er das Musikgymnasium Prag, wo er erstmals unter der Leitung von Libor Novacek mit der Bratsche in Berührung kam. Diese Ausbildung setzte er bis zwei Jahre nach dem Abitur am Prager Konservatorium bei Karel Bolezal fort. Seit 2003 studiert er an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin bei Volker Sprenger. Er spielt in den unterschiedlichsten kammermusikalischen Besetzungen, mit denen er Konzerte in Deutschland, Italien, Spanien, Frankreich, Slowenien, Polen, Ukraine, Ägypten und Marokko gab.

Jakub Tylman (*1983) erhielt im Alter von sechs Jahren seinen ersten Violoncellounterricht und wurde von Jan Nerudas am Musikgymnazium und am Prager Konservatorium unterrichtet. Im Oktober 2003 nahm er sein Studium an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin in der Klasse von Prof. Boris Pergamenschikow auf, das er seit April 2005 bei Prof. Frans Helmerson an der Hochschule für Musik Köln fortsetzt. Meisterkurse besuchte er bei Pieter Wispelwey, Heinrich Schiff, Viktoria Yagling und Csaba Onczay. Jakub Tylman ist Preisträger vieler Wettbewerbe, wie dem Europäischen Musikpreiswettbewerb EMCY (Oslo, Norwegen), dem Liezen Cellowettbewerb (Österreich), dem Heran Cellowettbewerb (Tschechien). Außerdem ist gewann er den Internationalen J.J.F. Dotzauer-Wettbewerb in Dresden. Im Jahr 2002 spielte er im Finale des Eurovisionswettbewerbs für junge Musiker in Berlin. Für das Schuljahr 2003/2004 erhielt er das „Yamaha Stipendium“ für den besten Studenten des Prager Konservatoriums. Außerdem ist er Träger des europäischen Hoffnungspreises für Musik, der ihm von der Europäischen Wirtschaft und der Fondation des Prix Européens verliehen wurde. Als Solist spielte er mit Orchestern, wie dem Berliner Rundfunk-Sinfonieorchester, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Oslo, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Saarbrücken, der Prager Kammerphilharmonie und dem Suk Kammerorchester. Außerdem ist er mit Künstlern wie Petr Eben, Marek Janowski, Bjarte Engeset, Alexander Lonquich, Václav Hudeček oder Jiří Bárta aufgetreten.

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