Trio Poulenc

Das Trio Poulenc mit Viola Wilmsen (Oboe), Daniel Mohrmann (Fagott) und Fabian Müller (Klavier) fand Ende 2002 zur Teilnahme am Wettbewerb „Jugend musiziert“ zusammen. Beim Bundeswettbewerb 2003 errang es einen 1. Preis mit der höchsten Punktzahl aller Ensembles aller Altersgruppen und wurde in das Förderprogramm der Deutschen Stiftung Musikleben, der Jürgen Ponto-Stiftung und der Oscar und Vera Ritter-Stiftung aufgenommen. Das Trio konzertierte unter anderem im Berliner Konzerthaus am Gendarmenmarkt, im Deutschen Nationaltheater Weimar, in der Kölner Philharmonie, beim „Liesborner Debüt“, beim Festival Internacional de Música de Cambra in Santa Cristina/Spanien und auf Vorschlag der Deutschen Stiftung Musikleben bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, dem Festival „The Next Generation II“ in Dortmund und an Bord von „MS Europa“. Durch ein Stipendium der Deutschen Stiftung Musikleben war es dem Trio außerdem möglich, eine weitere Komposition für diese außergewöhnliche Besetzung in Auftrag zu geben. „Klar/Obskur“ von Benjamin Schweitzer wurde im September 2006 im Hamburger KörberForum uraufgeführt.

Die Oboistin Viola Wilmsen (*1985 in Bonn) studierte seit Oktober 2004 an der Musikhochschule Lübeck Oboe bei Prof. Diethelm Jonas und erhielt zusätzlich Dirigierunterricht bei Prof. Gerd Müller-Lorenz. Im Anschluß daran absolvierte sie ein Master-Studium bei Prof. Dominik Wollenweber an der Musikhochschule „Hanns Eisler“ Berlin. Beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ war sie als Oboistin, Trompeterin, Pianistin und in der Ensemblewertung als 1. Preisträgerin erfolgreich. 2002 gab sie ihr Debüt als Dirigentin und gewann in England mit Oboe und Klavier den 1. Preis beim Wettbewerb „Young Musician of the Year“. 2006 erspielte sie jeweils den 1. Preis beim Bläserwettbewerb der „Internationalen Stiftung Mozarteum“ in Salzburg und der „Associazione Mozart Italia“. Der Vorsitzende der Jury, Marcello Abbado, Bruder des Dirigenten Claudio Abbado, komponierte unmittelbar nach dem Wettbewerb drei „Viola-Phantasien“ für die Instrumente, mit denen sie schon erste Preise gewann – Oboe, Trompete und Klavier – und widmete sie ihr. 2007 erspielte sie sich im September mit der Oboe einen 1. Preis beim Internationalen Michal Spisak-Wettbewerb in Dabrowa Górnicza (Polen) und im November den Publikumspreis beim Louis-Spohr-Wettbewerb in Kassel. 2009 gewann sie als erste Frau und erste Deutsche den 1. Preis beim Internationalen Oboenwettbewerb der Sony Music Foundation in Japan. Viola Wilmsen war Solo-Oboistin u.a. des Bundesjugendorchesters und des Moskauer „United Youth Orchestra of the Lands-Participants of World War II“ unter Valery Gergejew. 2006 konzertierte sie mit dem Mozart-Oboenkonzert in Griechenland, spielte Konzerte mit dem Haydn-Orchester Bozen und Trento und gab Konzerte in Italien mit dem Astana Chamber Orchestra aus Yokohama. Seit 2010 war sie Solo-Oboistin an der Deutschen Oper Berlin, zu Beginn der Saison 2012/2013 wechselte sie in die gleiche Position zum Deutschen Symphonie-Orchester Berlin.

Daniel Mohrmann (*1985 in Perleberg) erhielt seinen ersten Fagottunterricht mit zehn Jahren bei Werner Kampe an der Musikschule Sankt Augustin. Ab dem Jahr 2001 war er Jungstudent an der Musikhochschule Köln bei Andreas Herkenrath, bis er 2003 in die Klasse von Prof. Dag Jensen an die Musikhochschule Hannover wechselte. Seit 2005 studierte er an der Hochschule für Musik Würzburg bei Prof. Albrecht Holder, 2008 wechselte er in die Klasse von Georg Klütsch an die Musikhochschule Köln. Von 2001 bis 2004 wurde er zusätzlich auf der Blockflöte als Jungstudent an der Musikhochschule Köln bei Prof. Günther Höller, Prof. Dorothee Oberlinger und Prof. Carin van Heerden ausgebildet. Er nahm viermal am Deutschen Kammermusikkurs des Deutschen Musikrates teil und erhielt weitere musikalische Impulse von Professoren wie Jörg-Wolfgang Jahn, Martin Spangenberg, Ilja Scheps u.a. Daniel Mohrmann ist mehrfacher erster Preisträger beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“. Er wurde dreimal mit dem Sparkassenförderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen und mit einem Sonderpreis der Deutschen Stiftung Musikleben ausgezeichnet. Seit 2007 ist er Stipendiat der Konrad Adenauer-Stiftung. Konzertreisen führten ihn durch Europa, nach Russland und 2004 mit dem Wolf-Ferrari-Ensemble nach China. Der Fagottist trat als Solist und Kammermusiker bei Festivals wie den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, dem Beethovenfest Bonn und der Musikwoche Hitzacker auf. Als Solist konzertierte er u.a. mit den Bergischen Symphonikern. Seit 2011 ist er Stipendiat der Orchesterakademie am Opernhaus Zürich.

Fabian Müller (*1990 in Bonn) begann mit dem Klavierspiel im Alter von vier Jahren bei Rose Marie Zartner an der Musikschule Bonn. Seit 2005 studiert er in der Klasse von Prof. Pierre-Laurent Aimard an der Musikhochschule Köln, zunächst als Jungstudent, seit 2010 im Vollstudium. Beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ gewann er seit 1999 mehrfach 1. Preise als Solist, Klavierbegleiter und in unterschiedlichen Ensemble-Wertungen. Von der Deutschen Stiftung Musikleben wurde er für seine herausragenden Leistungen zusätzlich mit vier Sonderpreisen ausgezeichnet. 2002 erspielte er sich einen 2. Preis beim Steinway-Wettbewerb in Hamburg. Neben seinen kammermusikalischen Aktivitäten gab Fabian Müller bereits mehrere Solokonzerte, unter anderem in Düsseldorf, im Schumannhaus Bonn und in Baden-Baden. Seit 2007 ist er regelmäßig an Konzerten des Klavierfestivals Ruhr beteiligt. Der Stipendiat der Deutschen Stiftung Musikleben wurde auch von der Jürgen Ponto-Stiftung gefördert.

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