l'ornamento

Das Ensemble L’ornamento mit Katharina Heutjer (Barockvioline und Blockflöten), Juliane Heutjer (Blockflöte), Jonathan Pešek (Barockvioloncello) und Sebastian Wienand (Cembalo) wurde 2001 gegründet. Als Studenten der Schola Cantorum Basiliensis erhielten sie entscheidende Anregungen von Musikerpersönlichkeiten wie Chiara Banchini, Jesper Christensen, Jörg-Andreas Bötticher und Christophe Coin.

Das Ensemble gewann beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ 2001 einen 1. Preis mit Höchstpunktzahl, verbunden mit einem Sonderpreis der Deutschen Stiftung Musikleben, und eröffnete das Preisträgerkonzert in der Laeiszhalle Hamburg. Zahlreiche Konzerte, u.a. beim Marler Debut, im Wilhelma-Theater, im Neuen Schloss Stuttgart und in Berlin folgten. Im März 2002 gewann das Ensemble beim Deutschen Musikwettbewerb in Bonn einen Stipendiatenpreis und wurde in die Bundesauswahl „Konzerte Junger Künstler“ aufgenommen. Im August 2003 erspielte sich das Ensemble beim internationalen Wettbewerb „Musica Antiqua“ in Brügge den 1. Preis und wurde zusätzlich mit dem Publikumspreis ausgezeichnet. Konzerttourneen führten das Ensemble nach Italien, Moskau, Spanien und Frankreich, u.a. zum Festival „La Folle Journée“ in Nantes und in die „Abbaye Royale de Fontevraud“ 2003. Auf Empfehlung der Deutschen Stiftung Musikleben spielte l’ornamento bereits mehrfach in der Reihe „Junge Elite“ der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, wo sie den Publikumspreis gewannen, sowie beim Schleswig-Holstein Musik Festival und an Bord von MS Europa.

Katharina Heutjer (*1982) erhielt als Vierjährige ihren ersten Blockflötenunterricht. Ein Jahr später begann sie mit dem Violinspiel. Entscheidend beeinflusst wurde Katharina Heutjer von ihrer Lehrerin Chiara Banchini, in deren Violinklasse sie an der Schola Cantorum Basiliensis im Oktober 2003 das Studium aufnahm und im Dezember 2007 das Solodiplom summa cum laude erlangte. Weitere künstlerische Anregungen erhielt sie von Musikerpersönlichkeiten wie Jesper Christensen, Jörg-Andreas Bötticher und John Holloway. Seit ihrem sechsten Lebensjahr nahm sie regelmäßig bei „Jugend musiziert“ und dem Deutschen Tonkünstlerwettbewerb teil und ging mehrfach als 1. Preisträgerin hervor. Als Solistin konzertierte Katharina Heutjer in der Liederhalle Stuttgart, im Gewandhaus zu Leipzig und mit dem Kurpfälzischen Kammerorchester im Schwetzinger Schloss. Sie trat darüber hinaus in Belgien, Kolumbien, Portugal und Tschechien auf und wurde von Ensembles wie Collegium Vocale Gent, La Fenice, Ensemble Baroque des Limoges, Ensemble Akadêmia, Le poéme harmonique, Les Agrémens, Les Cornets noirs sowie Daedalus Ensemble engagiert und spielte unter Dirigenten wie Konrad Junghänel und Gerd Albrecht. Seit September 2008 ist sie als Konzertmeisterin von La Cetra Basel tätig. Als Stipendiatin der Deutschen Stiftung Musikleben spielt Katharina Heutjer seit November 2008 eine Barockvioline von Sebastian Kloz, Mittenwald 1760, aus dem Deutschen Musikinstrumentenfonds.

Juliane Heutjer (*1986) begann im Alter von sechs Jahren ihre musikalische Ausbildung auf der Blockflöte. Sie wurde zunächst als Jungstudentin der Musikhochschule Trossingen von Carsten Eckert unterrichtet und studiert seit 2008 an der Musikhochschule Freiburg. Außerdem spielt sie Viola und Klavier. Juliane Heutjer ist mehrfache 1. Preisträgerin des Wettbewerbs „Jugend musiziert“ in den Solo- und Ensemblewertungen. 1997 und 2000 gewann sie jeweils einen 1. Preis beim Internationalen Blockflötenwettbewerb Engelskirchen in den Kategorien Blockflöte solo und Quartett. Solistisch trat sie unter anderem mit den Freiburger Barocksolisten auf.

Jonathan Pešek (*1983) begann im Alter von acht Jahren mit dem Cellospiel. Zunächst wurde er von Klaus-Peter Hahn und Prof. Mario De Secondi an der Musikhochschule Trossingen unterrichtet. Während seines Studiums an der Schola Cantorum Basiliensis widmete er sich intensiv dem Spiel des Basso Continuo unter der Anleitung von Spezialisten der Alten Musik wie Jesper Christensen und Gerd Türk und arbeitete sowohl mit Sängern als auch mit Instrumentalisten. Jonathan Pešek studierte zugleich Viola da Gamba bei Rebeka Ruso. Sein Studium bei Prof. Christophe Coin schloss er mit einem Solisten-Diplom im Juni 2008 ab. Der erfolgreiche mehrmalige Preisträger von „Jugend musiziert“ (1996 bis 2001) nahm in den Jahren 2004 bis 2008 an zahlreichen musikalischen Projekten in Basel teil, darunter eine Produktion von „Dido und Aeneas“ mit dem Theater Basel, ein Projekt mit Musik aus der Zeit von Louis XIII unter der Leitung von Jordi Savall sowie zahlreichen Orchesterprojekten unter der Leitung von Andrea Marcon. Jonathan Pešek wirkte ebenso in der diesjährigen Aufführung der Brockes-Passion von G.H. Stölzel unter der Leitung von Jörg-Andreas Bötticher mit. Er wurde zum Davos Festival 2007 eingeladen, wo er u.a. in einer Produktion des „Combattimento“ von Monteverdi mitwirkte. Seit 2010 ist Jonathan Pešek Dozent für Barockcello an der Hochschule für Musik in Freiburg im Breisgau.

Sebastian Wienand (*1984) erhielt mit fünf Jahren den ersten Klavierunterricht und nahm Ende 2004 das Studium historischer Tasteninstrumente an der Schola Cantorum Basiliensis in Basel auf, wo er im Juni 2008 das Cembalostudium bei Jörg-Andreas-Bötticher sowie 2010 das Fortepianostudium bei Edoardo Torbianelli jeweils mit Auszeichnung abschloss. Nun widmet er sich vermehrt der Improvisation bei Rudolf Lutz. Er wurde sowohl solistisch als auch in verschiedenen kammermusika-lischen Besetzungen mit zahlreichen nationalen und internationalen 1. Preisen ausgezeichnet u.a. beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“, dem Steinway Wettbewerb Berlin, dem Tonkünstlerwettbewerb Deutschland, dem „Charles Hennen Concours“ in Holland und „Musica Antiqua“ in Brügge/Belgien. Seit 2007 wirkt er regelmäßig als musikalischer Assistent von René Jacobs bei Opernprojekten mit der Akademie für Alte Musik und dem Freiburger Barockorchester mit.

  • www.lornamento.de
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